Visual Universitätsmedizin Mainz

2. März 2021

Unterzeichnung mit Universitätsmedizin: 45 Millionen Euro schaffen verlässliche Rahmenbedingungen

 

Besonders in dem Bereich der Krankenversorgung leistet die Universitätsmedizin der Johannes Gutenberg-Universität Mainz während der Corona-Pandemie einen zentralen Beitrag in Rheinland-Pfalz. Dies gilt für die Versorgung von Patienten mit besonders schweren Krankheitsverläufen, aber vor allem auch für die Übernahme von zentralen Steuerungs- und Koordinierungsaufgaben. Die Pandemie stellt die Universitätsmedizin vor große organisatorische und wirtschaftliche Herausforderungen. Deshalb hat die Landesregierung beschlossen, die Universitätsmedizin mit zusätzlichen Mitteln aus dem zweiten Nachtragshaushalt 2020 und mit geplanten Erhöhungen der Finanzierung in den Jahren 2021-2023 gezielt zu stärken, um sie für bestehende und kommende Herausforderungen nachhaltig auszustatten.

Diese Mittel versetzen die Universität Mainz und die Universitätsmedizin in die Lage, die Ausbildung der Humanmedizinerinnen und -mediziner trotz der Anstrengungen der Pandemie wie geplant auszubauen und weiter zu entwickeln. Heute unterzeichneten Wissenschaftsminister Prof. Dr. Konrad Wolf, der Präsident der Johannes Gutenberg-Universität Mainz, Prof. Dr. Georg Krausch und Prof. Dr. Norbert Pfeiffer, Vorstandsvorsitzender und Medizinischer Vorstand der Universitätsmedizin Mainz, die entsprechende Zielvereinbarung, in der die Verwendung der zusätzlich bereitgestellten Mittel festgehalten wird.

 „Die Universitätsmedizin ist entscheidender Partner in der Bekämpfung der Corona-Pandemie. Mit Ihrer Expertise ist sie bundesweit geschätzt, hält zentrale Versorgungskapazitäten, z. B. mit Intensiv- und Beatmungsplätzen, bereit und bildet die für uns wichtigen Nachwuchs-Ärztinnen und -Ärzte aus“, so Wissenschaftsminister Prof. Dr. Konrad Wolf.  „Wir als Landesregierung wollen angesichts der besonderen Belastungen in der Corona-Pandemie die Universitätsmedizin nachhaltig stärken. Daher hat das Land mit der Verabschiedung des zweiten Nachtragshaushalts 2020 beschlossen, die Universitätsmedizin Mainz mit 45 Millionen Euro im Sondervermögen zu unterstützen. Damit wollen wir die wichtigen und unverzichtbaren Aufgaben der Universitätsmedizin sicherstellen. Darüber hinaus hat der Landtag mit dem Haushalt 2021 nochmals eine Erhöhung des Zuschusses für die Universitätsmedizin um fünf Millionen Euro beschlossen. Bei einer Fortschreibung dieser Erhöhung stehen der Universitätsmedizin für den Zeitraum 2021 bis 2023 zusätzlich insgesamt 60 Millionen Euro zusätzlich zur Verfügung. Die Unterzeichnung der Zielvereinbarung heute ist ein wichtiger Baustein zur weiteren Unterstützung der Universitätsmedizin Mainz.“

In der Zielvereinbarung legen das Land, die Universität und die Universitätsmedizin Mainz die Verwendung der zusätzlich bereitgestellten Mittel fest. So wurde vereinbart, dass die Universität die Ausbildungskapazitäten im Fach Humanmedizin auf 225 Studienanfängerplätze pro Semester erhöht. Damit wird die Zusage einer Erhöhung um 13 Prozent während der laufenden Legislaturperiode eingelöst. Studierenden wird zusätzlich die Möglichkeit geboten, das Studium am Medizincampus Trier abzuschließen und dort ihr praktisches Jahr an einem der Kooperationskrankenhäuser zu absolvieren. Das Land Rheinland-Pfalz sichert mit der Zielvereinbarung die bestehenden Lehrkapazitäten in der Human- und Zahnmedizin für die kommenden drei Jahre ab und gewährleistet damit die Umsetzung neuer Ausbildungs- und Prüfungsordnungen. So hat der Bund die Ausbildungs- und Prüfungsordnung für die Zahnmedizin überarbeitet ohne die erheblichen Mehrkosten zu übernehmen. Auch für eine anstehende Reform der Ärztlichen Approbationsordnung sind schon vor dem Vorliegen des Entwurfs des Bundesgesundheitsministeriums Mittel eingeplant, mit denen sich die Universitätsmedizin auf diese Veränderungen vorbereiten kann. Darüber hinaus werden der Universitätsmedizin weitere 10 Mio. Euro für Investitionen zur Verfügung gestellt. 

„Der Nachtragshaushalt II ist ein wichtiger Schritt hin zu einer angemessenen Finanzierung der Bedarfe unserer Universitätsmedizin in Lehre und Forschung, deren Bedeutung in der Corona-Pandemie einmal mehr überdeutlich wird“, so der Präsident der Johannes Gutenberg-Universität, Prof. Dr. Georg Krausch. „Wir begrüßen daher ausdrücklich das große Engagement des Haushaltsgesetzgebers in dieser für uns alle sehr herausfordernden Krise.“

„Die Pandemie hat noch einmal ganz besonders gezeigt, wie wichtig die Universitätsmedizin Mainz mit ihren Experten für die Versorgung des Landes Rheinland-Pfalz ist. Mit den zusätzlichen Mitteln in Höhe von 45 Millionen Euro schafft uns das Land bis 2023 Planungssicherheit und verlässliche Rahmenbedingungen, um den besonderen Herausforderungen der Corona-Pandemie, mit Blick auf die Sicherung des medizinischen Nachwuchses, begegnen zu können. Deshalb begrüßen wir es sehr, dass mit der heutigen Unterzeichnung der Zielvereinbarung das besondere Engagement der Universitätsmedizin gewürdigt und für die nächsten Jahre gesichert wird. Es freut mich ganz besonders, dass wir dies gemeinsam mit dem Land erreichen konnten.“ so der Vorstandsvorsitzende der Universitätsmedizin Mainz, Prof. Dr. Nobert Pfeiffer.

Die Mainzer Universitätsmedizin ist mit fast 8.600 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern eine der großen Arbeitgeberinnen im Land und erbringt hervorragende Leistungen in Lehre, Forschung und Krankenversorgung. Die Universitätsmedizin ist als Krankenhaus der Supramaximalversorgung in vielen medizinischen Bereichen deutschlandweit führend und behandelt Patientinnen und Patienten aus aller Welt. Gleichzeitig ist sie eine medizinische Forschungseinrichtung von internationaler Bedeutung. Beispielhaft, ist der Forschungsschwerpunkt der Immunologie zu nennen. Hieraus haben sich mit Unterstützung des Landes und der Universität sowohl die Ausgründung TRON, das Helmholtz-Institut HI-TRON sowie das Unternehmen BioNTech entwickelt, die sich insbesondere mit personalisierter Krebstherapie beschäftigen. Außerdem steht BioNTech aktuell weltweit vor allem als Entwickler des ersten Corona-Impfstoffes im Fokus, der Hoffnung in der Pandemie gibt.


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