Visual Universitätsmedizin Mainz

Archiv

2016

  • Universitätsmedizin Mainz und Technische Universität Darmstadt
    Schlüssellochchirurgie eröffnet Blick in die Berufspraxis

    Bei interdisziplinärer Projektwoche emb entwickeln Studierende medizinische SystemeFür eine Woche schlüpften 351 Studierende des Maschinenbaus, der Soziologie sowie Medizin-Studierende der Universitätsmedizin Mainz in die Rolle von Medizintechnikern. Sie sollten im Rahmen der interdisziplinären Projektwoche "Einführung in den Maschinenbau" ein System für laparoskopische Operationen für den Einsatz in Entwicklungsländern entwickeln. Das Fazit: "Fächerübergreifend zu arbeiten ist eine Bereicherung."
    Quellen: Pressemitteilung vom 15.12.2016 in Universitätsmedizin Mainz und Technische Universität Darmstadt.
  • Universitätsmedizin Mainz und Technische Universität Darmstadt
    Entwicklung von Konzepten zur Verbesserung der medizinischen Versorgung in Schwellenländern eine interdisziplinäre Wahlpflichtwoche für Medizinstudenten aus dem 7.-9. SemesterProjektwoche 05. - 09.12.2016täglich 08:00 Uhr bis 16:00 UhrProjektwoche - Website der TU Darmstadt Projektwoche Flyer
  • "Mit Dingdong trifft das Skalpell sein Ziel"
    Pressemitteilung in der FAZ vom 08.11.2016 über unseren neuen Simulator für roboter-assistierte Chirurgie
  • SAT.1 TV-Beitrag zu unserem neuen Simulator für roboter-assistierte Chirurgie Chirurgennachwuchs an der OP-Konsole Über den folgenden Link können Sie sich gerne den TV-Beitrag "Chirurgennachwuchs an der OP-Konsole" im SAT.1 Regionalmagazin Rheinland-Pfalz über unseren neuen Simulator für roboter-assistierte Chirurgie als Lehrplattform an der Universitätsmedizin Mainz ansehen. http://www.1730live.de/chirurgennachwuchs-an-der-op-konsole/
  • Neuer Simulator für roboter-assistierte Chirurgie als Lehrplattform an der Universitätsmedizin Mainz Die Universitätsmedizin der Johannes Gutenberg-Universität Mainz bietet ab dem Wintersemester 2016/2017 ihren Humanmedizin-Studierenden ein ganz besonderes Lehrangebot: Einen auf Virtual Reality basierenden Simulator von roboter-assistierten Eingriffen. Damit kann der medizinische Nachwuchs im Rahmen des chirurgischen Praktikums in einer virtuellen OP seine chirurgischen Fertigkeiten entwickeln und üben. Wie Piloten mit einem Flugsimulator können wir Chirurgen nun roboter-assistierte Techniken vorher üben und damit unsere technischen Fähigkeiten perfektionieren, bevor wir am Patienten operieren. Das ist die Zukunft!Pressemitteilung
  • Neuer Facharzt für Kinderchirurgie Herr Dr. Ahmad Alsweed hat am 05.10.2016 die rheinland-pfälzische Facharztprüfung für Kinderchirurgie bestanden. Wir gratulieren Herrn Dr. Alsweed ganz herzlich zur bestandenen Facharztprüfung. Das gesamte Team der Kinderchirurgie
  • Mainz-Tele-Surgery (MATS)
    Die Kinderchirurgie Mainz hat unter der Federführung von Oberarzt Herrn Dr. Jan Gödeke ein ausgezeichnetes Telemediziniches System aufgebaut. Patienten und Familien können sich bei uns entscheiden, ob sie telemedizinisch oder persönlich ihre postoperative Verlaufskontrollen durchführen lassen möchten. Wir betreuen damit derzeit sogar Patienten aus China, die hier in Mainz operiert wurden, im Verlauf weiter. Im Aufbau ist außerdem das System der kinderchirurgischen Telekonsultation für unsere niedergelassenen Kollegen.
  • Verbrennungssprechstunde ab dem 01.09.2016
    Unsere Verbrennungssprechstunde wird ab dem 01.09.2016 jeden 1. + 3. Donnerstag im Monat von 13:00 Uhr bis 16:00 Uhr stattfinden.
  • Spitzenmedizin zum Anfassen - Tag der offenen Tür der Universitätsmedizin Mainz
    Hier bringen wir unseren zukünftigen kinderchirurgischen Kollegen/innen das Laparoskopieren an der Maus bei.
    Quelle: Mainzer Wochenblatt 20.07.2016
  • Erste ERASMUS Gastprofessur in der Kinderchirurgie zwischen Mainz und Samsun (Türkei)
    Prof. Burak Tander aus Samsun/Türkei wird als unser erster ERASMUS Gastprofessor vom 17.05.2016 bis 18.05.2016 Vorträge in der Klinik für Kinderchirurgie der Universitätsmedizin Mainz über Minimal invasive Methods for Gastostomy, Corrosive Injuries and their management, Management of Hydatid Disease in children, Gastrooesophageal Reflux und Fundoplication halten. Personal information about Prof. Burak Tander
  • "Viel Ablenkung für kleine Patienten" -KINDERCHIRURGIE Zwei Behandlungsräume sind neu gestaltet / Moderne Geräte erleichtern Untersuchungen

Die Klinik und Polikklinik für Kinderchirurgie der Universitätsmedizin hat ihre Räume für die ambulante Behandlung umgestaltet. Dafür wurden zwei Räume im Erdgeschoss des Gebäudes 109 miteinander verbunden. Am Freitagnachmittag wurden diese unter dem Motto „Neue Räume für neue Aufgaben“ offiziell eingeweiht.

Zuvor wurden alle Kinder, ob Notfall oder ambulante Patienten, in einem etwa 14 Quadratmeter großen Raum behandelt. Nun stehen zwei etwa 20 Quadratmeter große Räume zur Verfügung, die es den sechs Fachärzten ermöglichen, Vorbereitungen in einem Zimmer zu treffen, während direkt nebenan behandelt wird. Auch kleinere Operationen, die keine Narkose benötigen, können hier durchgeführt werden. Viele neue technische Geräte sollen den Chirurgen die Arbeit erleichtern und den kleinen Patienten und ihren Familien die Behandlung so angenehm wie möglich machen.

So dient ein neuer Monitor nicht nur dazu, den Patienten ihre Befunde zu veranschaulichen, sondern kann auch genutzt werden, um den Kindern mit Videos die Wartezeit kurzweiliger zu gestalten. Ein Scanner erlaubt es, Befunde innerhalb kürzester Zeit elektronisch zu übermitteln. Über ein neues, eigenes Ultraschallgerät freut sich der Leiter der Kinderchirurgie, Professor Oliver Muensterer, besonders.

Mit dem gesamten kinderchirurgischen Team im Rücken zerschnitt Muensterer das rote Band zum neu gestalteten Raum E 333. Dieser wird jetzt von den Mitarbeitern nur als „grüner Raum“ bezeichnet. Denn seine Wände und Decken schmücken Malereien der Künstlerin Caroline Friederike Bachmann aus Offenbach, die überwiegend in Grün gehalten sind. Auch die Medizinschränke sind grün. Im Nachbarzimmer hat sich Caroline Friederike Bachmann eine Fantasiewelt aus blauen Schnörkeleien einfallen lassen. Sieben Jahre zuvor hat sie schon einmal für die Kinderchirurgie gearbeitet und damals die Station im zweiten Stock verschönert.

Mit Malereien gestaltet

Die Kinder und ihre Familien sollen durch die Malereien abgelenkt und in eine andere Welt entführt werden. „Wir wollten kein brutales Krankenhauszimmer gestalten“, sagte Dr. Stephan Rohleder. Der Oberarzt war maßgeblich bei der Ideenfindung und Planung der neuen Räume beteiligt. Seine Erfahrung ist, dass insbesondere die Malereien die Kinder auf andere Gedanken bringen. Auch die Eltern steigen darauf ein und spielen mit ihren Kindern „Ich sehe was, was du nicht siehst“, beobachtet er. „So sind die Kinder abgelenkt von dem, was kommt, das ist positiv“, sagte Stephan Rohleder.

Finanziert wurde das Projekt, das seit eineinhalb Jahren läuft, unter anderem von Spendengeldern des Vereins Sterntaler. Das Logo des Vereins, ein Mädchen, das mit seinem Kleid Sterne auffängt, findet sich deswegen auf einer Wand wieder. Auch die Else-Kröner-Fresenius-Stiftung, die medizinische Projekte fördert, und Samsung haben gespendet. Für die Zukunft wünschen sich die Chirurgen ein kinderoperatives Zentrum, in dem alle Bereiche zusammenlaufen. Außerdem soll der Wartebereich aufgehübscht werden. „Das war jetzt der erste Schritt, wie es weitergeht, muss man sehen“, sagt Dr. Jan Gödeke.

Projekt „Tunnelflieger“

Auf der Agenda steht auch der unterirdische Gang zum OP-Trakt, der mit dem Projekt „Tunnelflieger“ kindgerecht gestaltet werden soll.

Quelle: Allgemeine Zeitung vom 09.04.2016

  • Unterstützung bei Karriereplanung
    UNIMEDIZIN Mentoring-Programm will Anteil von qualifizierten Frauen in Führungspositionen erhöhen

Das Edith Heischkel-Mentoring-Programm für Frauen an der Unimedizin geht in eine neue Runde – die neunte mittlerweile. Seit 2007 betreuen 15 erfahrene Mentoren und Mentorinnen für ein Jahr 15 Mentees, dieses Jahr sind darunter acht Medizinerinnen, fünf Frauen mit naturwissenschaftlicher Ausbildung und zwei Psychologinnen. Bei der Auftakt- und Abschlussveranstaltung in der Frauenklinik, wurde das Mentoring-Programm vorgestellt, das von den Gleichstellungsbeauftragten, dem Ausschuss für Chancengleichheit des Fachbereichs Medizin und dem Frauenbüro der JGU initiiert wurde.

„Obwohl der Anteil an Frauen im naturwissenschaftlichen und ärztlichen Bereich hoch ist, sind kaum Frauen in Führungspositionen“, berichtet Staatssekretär Professor Thomas Deufel. Das Ziel des Programms ist es, mehr hochqualifizierte Frauen durch spezielle Förderung und Unterstützung in wissenschaftliche und ärztliche Führungspositionen zu bringen. „Mentoring ist eines der vielversprechendesten Instrumente der Organisations- und Personalentwicklung und hilft uns dabei, das Potenzial unserer jungen Mitarbeiterinnen nutzbar zu machen“, betont Professor Stephan Letzel, Prodekan für Studium und Lehre.

Das Programm basiert auf drei Säulen: Dem Eins-zu-Eins-Mentoring, das bei der individuellen Karriereplanung unterstützt, dazu Workshops, die etwa bei der Vereinbarkeit von Beruf und Familie helfen, und auf Treffen, die Netzwerken und Austausch fördern sollen. „Jede der Säulen hat ihre Berechtigung, besonders die Workshops helfen, die persönlichen Fähigkeiten zu fördern und das Wissen im Alltag praktisch anzuwenden“, berichtet Dr. Anja Fruth, Oberärztin an der Frauenklinik, die gerade als Mentee das Programm abgeschlossen hat.

Auch die Sprecherin des Programms, Professorin Monika Daubländer, ist von den Ergebnissen überzeugt: „Unsere Erwartungen wurden zum Teil sogar übertroffen.“ Tina Zimmermann, Diplom Biochemikerin und Absolventin des Programms, erzählt am Ende ihres Erfahrungsberichts: „In ferner Zukunft möchte ich dem Programm etwas zurückgeben und selbst als Mentorin teilnehmen.“

Wir freuen uns sehr für Frau Dr. Anne-Sophie Holler, dass Sie ein Stipendium des Edith Heischkel-Mentoring-Programms erhalten hat und gratulieren ihr hierzu herzlich. Das Team der Kinderchirurgie.

Quelle: Allgemeine Zeitung vom 22.03.2016

  • In Erinnerung an den kleinen Anouar
    Quelle: Tuisa e.V. - www.tuisa.de
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Kinderchirurgie auf der Rheinland-Pfalz Ausstellung 2016 - Projekt "Tunnelflieger"

  • Projekt Tunnelflieger
    Der Kinderchirurgie der Universitätsmedizin Mainz und dem Fachbereich Gestaltung der Hochschule Mainz (Masterstudiengang Kommunikation im Raum in Zusammenarbeit mit unserem Förderverein Sterntaler e.V.) Seit Oktober 2014 wird die Kinderchirurgie von Herrn Prof. Dr. Oliver Muensterer geleitet. Ein besonderes Anliegen für uns ist es, neben einer optimalen medizinischen Versorgung Kindern und Jugendlichen den Aufenthalt in der Klinik so angenehm und kindgerecht wie möglich zu gestalten. Gemeinsam mit der Hochschule Mainz erarbeiteten wir ein Konzept zur Umgestaltung des unterirdischen Verbindungsganges, der die Bedürfnisse der Kinder und Jugendlichen, wie auch der Mitarbeiter erfüllt und sich von einem reinen Zweckbau hin zu einem räumlichen Miteinander entwickelt. Das Projekt wird in der Woche vom 12. März bis 20. März bei der Rheinland-Pfalz Ausstellung vorgestellt. Wir freuen uns über Ihren Besuch und auf den Dialog mit Ihnen.(Ort: Gelände der Messe Mainz, Halle: EWR Halle) Mehr Informationen zu unserem Projekt "Tunnelflieger" finden Sie hier.
  • Rosenmontag in der Kinderchirurgie

2015

  • Neuer Facharzt für Kinderchirurgie
    Herr Dr. Jan Gödeke hat am 14.01.2015 die rheinland-pfälzische Facharztprüfung für Kinderchirurgie bestanden.

  • Erste Roboter-assistierte Operation an der kinderchirurgischen Klinik

    Am 15.01.2015 wurde in unserer Klinik in Zusammenarbeit mit Herrn Univ.-Prof. Dr. C. Hampel von der Klinik für Urologie der erste Roboter-assistierte Eingriff an einem Kind an der Universitätsmedizin Mainz durchgeführt. Herr Univ.-Prof. Dr. Muensterer hat bereits in New York derartige Operationen durchgeführt, nachdem er dort ein umfangreiches Zertifizierungsprogramm auf der daVinci Roboterplattform absolvierte. Wir freuen uns, Patienten mit komplexen Indikationen nun auch hier in Mainz Roboterchirurgie anbieten zu können.

  • Prof. Muensterer zu Gast bei kulturellem Jahresauftakt der ZIRP
    Auf ein Neues - Der kulturelle Jahresauftakt der ZIRP

    Zum Jahresauftakt stellt die Zukunftsinitiative Rheinland-Pfalz Persönlichkeiten vor, die in Rheinland-Pfalz eine neue Berufung gefunden haben:

    Markus Müller, Intendant des Mainzer Staatstheaters, Prof. Dr. Oliver Muensterer, Direktor der Kinderchirurgie der Universitätsmedizin Mainz, und Prof. Thomas Schadt, Künstlerischer Leiter der Nibelungen-Festspiele 2015.

Anastasiia
Quelle: Allgemeine Zeitung
  • Anastasiia aus der Ukraine, die in Mainz behandelt wird, kann wieder ein bisschen laufen

Anastasiia drückt sich am Laufwagen hoch, ihre Arme zittern, ihr Gesicht verzieht sich vor Anstrengung. Aber sie schafft es: Sie steht. Und dann macht sie zwei Schritte. Vor zwei Monaten war das noch undenkbar. Als Anastasiia im Dezember schwer verletzt in die Mainzer Unimedizin kam, waren sogar manche Ärzte skeptisch, ob sie jemals wieder gesund würde. Aber das Team von Professor Oliver Muensterer, Direktor der Klinik und Poliklinik für Kinderchirurgie, hat das neunjährige Mädchen aus der Ukraine erfolgreich behandelt. "Dass sie jetzt läuft, ist sagenhaft und grenzt an ein Wunder", sagt Muensterer.

Ein Lastwagen hatte Anastasiia in ihrer Heimatstadt Kiew Anfang 2014 überfahren. Sie erlitt ein Schädel-Hirn-Trauma, Verbrennungen der Haut, schwerste Verletzungen innerer Organe und Knochenbrüche unter anderem im Beckenbereich. Zunächst behandelten sie Ärzte der Kinderklinik in Kiew. Doch dort hatte sie kaum eine Chance zu überleben. Professor Hansjürgen Doss, Mainzer und Honorarkonsul der Ukraine, erzählt von einem Besuch in Kiew. Der Kiewer Chefarzt habe ihn an Anastasiias Bett geführt und gesagt: "Wenn du sie nicht mitnimmst, wird sie sterben." Doss: "Ich konnte doch nicht einfach das Mädchen sterben lassen." Also setzte er alle Hebel in Bewegung und ließ Anastasiia zur weiteren Behandlung nach Mainz bringen.

"Anastasiia hatte sieben Monate lang im Bett gelegen und dabei alle Beweglichkeit verloren", sagt Dr. Martin Schwind, Oberarzt der Kinderchirurgie. Die Beweglichkeit galt es, mit Physiotherapie und Unterstützung von Ärzten und der mitgereisten Mutter und Oma, wiederherzustellen. "Seit Anastasiia erkannt hat, dass sie laufen kann, macht sie von Tag zu Tag Fortschritte", freut sich Schwind. Er hat ihr die Aufgabe gegeben, jeden Tag fünfmal von der Tür ihres Zimmers bis zum Fenster zu laufen. Übung sei sehr wichtig, damit sie nicht zurückfällt, so Schwind. Daher würden die Ärzte Anastasiia nach der Behandlung in Mainz am liebsten in eine deutsche Reha-Klinik überweisen. Doch Anastasiia wünscht sich, zu ihrem Vater und den Geschwistern in die Heimat zurückzukehren. Deshalb versucht Doss nun, ihr eine gute Weiterbehandlung in der Ukraine zu sichern. Dazu traf er sich am Donnerstag mit Vitali Klitschko, dem Bürgermeister von Kiew, um einen guten Physiotherapeuten für Anastasiia aufzutreiben. Auch über eine Kooperation zwischen der Kiewer und der Mainzer Kinderklinik wollten sie laut Doss sprechen.

Geldspenden von Privatpersonen und Vereinen und Sachspenden von Sanitätshäusern, Apotheken und Herstellern medizinischer Geräte machen Anastasiias Behandlung möglich. Auch die AZ hatte zum Spenden aufgerufen. 90 000 Euro veranschlagte die Uniklinik für die Behandlung. Wie hoch die Gesamtkosten am Ende sein werden, kann die Klinik zurzeit nicht sagen.

Am 2. Februar kehrt Anastasiia in die Ukraine zurück. Muensterer blickt positiv in die Zukunft: "Wir können davon ausgehen, dass sie ein lebenswertes Leben haben wird." Er hält es für möglich, dass das Mädchen in einigen Jahren zur weiteren Behandlung ihrer Hüfte, die falsch zusammengewachsen ist, wieder nach Mainz kommt.

  • Anastasiia kehrt zurück nach Kiew-HILFSAKTION Neunjährige fliegt nach Behandlung in die Heimat / Lob für Uni-Medizin und Spender

Die neunjährige Anastasiia, die in der Mainzer Universitätsmedizin seit Dezember behandelt wurde, ist gemeinsam mit ihrer Mutter wieder in ihr Heimatland zurückgeflogen.

Der ukrainische Honorarkonsul Prof. Hansjürgen Doss, auf dessen Initiative hin die Behandlung des im April 2014 bei einem Verkehrsunfall in der Ukraine schwer verletzten Mädchens in Mainz ermöglicht wurde, war sichtlich gerührt, als er Anastasiia am Frankfurter Flughafen verabschiedet hat. „Sie ist in einem besseren gesundheitlichen Zustand, als wir uns das erhofft hatten“, sagte Doss. Die Unimedizin mit dem Team um Professor Oliver Muensterer, Direktor der Klinik und Poliklinik für Kinderchirurgie, habe hervorragende Arbeit geleistet.

In Kiew muss das Mädchen natürlich weiterbetreut werden. Dazu habe er den Kiewer Bürgermeister Vitali Klitschko um Unterstützung gebeten. Außerdem geht Doss davon aus, dass in etwa anderthalb Jahren eine Nachbehandlung der Hüfte in Deutschland nötig sein wird.

Überwältigend sei die Spendenbereitschaft gewesen, mit der der Transport von Anastasiia von der Ukraine nach Deutschland und die Behandlung in Mainz finanziert wurde. „Es gab über 300 Spender“, berichtet Doss. „Die Finanzierung ist gesichert.“

Ein Lastwagen hatte Anastasiia in ihrer Heimatstadt Kiew überfahren. Sie erlitt ein Schädel-Hirn-Trauma, Verbrennungen der Haut, schwerste Verletzungen innerer Organe und Knochenbrüche unter anderem im Beckenbereich. Sieben Monate lange behandelten sie Ärzte der Kinderklinik in Kiew. Aufgrund des Kriegs in der Ukraine war aber nur eine eingeschränkte Betreuung des Mädchens möglich.

  • Arbeitsmarkt für deutsche Rückwanderer
    TV-Beitrag des ARD Mittagsmagazin vom 10.03.2015 u.a. mit Herrn Prof. Dr. Oliver Muensterer
Anastasiia zu Hause
  • Anastasiia macht Fortschritte zu Hause in Kiew
    Unsere Patientin Anastasiia, die über 3 Monate in der kinderchirurgischen Klinik an der Universitätsmedizin Mainz behandelt wurde, macht bei ihr zu Hause in Kiew gute Fortschritte. Sie kann jetzt frei stehen und ohne Rollator Schritte machen. Mit mittlerweile 33 kg ist sie auf dem Weg, ihr Normalgewicht zu erreichen, auch ohne künstliche Ernährung. Weiterhin sind wir auf Spenden angewiesen, um sie in der Zukunft erneut nach Mainz zu bringen und ihr Becken zu operieren. Spendenkonto bei der Mainzer Volksbank (MVG): Deutsch-Ukrainische Gesellschaft für Wirtschaft und Wissenschaft; Verwendungszweck „Hilfe für Anastasiia“; IBAN: DE49 5519 0000 0653 9900 10; BIC: MVBM DE 55
  • Gewinn des Research Grant Award 2015 (IPEG)
    Auf dem diesjährigen Kongress International Pediatric Endosurgery Group (2015) in Nashville, Tennessee war unsere Assistenzärztin Frau Lea Sibylle Waldron mit ihrem Projekt "Multiphoton microscopy as an alternative to intraoperative frozen section biospies for pediatric surgical oncologic diseases" vertreten. Wir freuen uns sehr für Frau Waldron, dass sie mit ihrem Projekt den diesjährigen Research Grant Award gewonnen hat und gratulieren ihr hierzu herzlich.



  • Kinderchirurgie Mitglied in der ARM-NET Studie
    Die Klinik für Kinderchirurgie der Universitätsmedizin Mainz wurde in die ARM-NET Studie aufgenommen. (ARM = ano-rektale Fehlbildungen). Das ARM-NET Konsortium ist eine Gruppe von Fachleuten, die Daten und ihr Wissen austauschen, um die klinische Versorgung und die Forschung bei angeborenen Missbildungen im ano-rektalen Bereich zu verbessern. Zu diesem Zweck erstellt das Konsortium eine Daten- und Biobank der ARM-Patienten, die als Basis für die Forschung dient. http://www.arm-net.eu/
  • Laternenumzug zu St. Martin an der Universitätsmedizin Mainz
    Auch in diesem Jahr hieß es wieder an der Universitätsmedizin: Abends, wenn die Nacht anbricht, zünden wir das Laternenlicht. Wir laufen die Straßen auf und nieder und singen dazu Laternenlieder.

 

 

  • Pressebeitrag in "Krümelchen" - PAFIS Symposium der Mainzer Kinderchirurgie

Am 25. und 26. Juli 2015 fand unser diesjähriges PAFIS Symposium in Mainz statt. Hierzu kamen weltbekannte Spezialisten, die zu den Themen gastroösophagealer Reflux, Achalasie, Ösophagusatresie und metabolische Chirurgie referierten und mit den Teilnehmern hierüber diskutieren konnten. In der Dezember Ausgabe des Krümelchen´s, welches die Organisation KEKS (KEKS Patienten - und Selbsthilfeorganisation für Kinder & Erwachsene mit kranker Speiseröhre) monatlich herausgibt, erschien zu unserem PAFIS Symposium ein Artikel, den Sie unter folgendem Link (Pdf , 1,6 MB) gerne downloaden können.


  • Anastasiia - Grüße aus Kiew
    Unsere Patientin Anastasiia aus Kiew, die über 3 Monate in der kinderchirurgischen Klinik an der Universitätsmedizin Mainz behandelt wurde, macht bei ihr zu Hause in Kiew weiterhin gute Fortschritte. Sie geht selbstständig in die Schule und es geht ihr gut.
  • Durch Musik Kraft schöpfen - „Comuna Classica“ spielt für kleine Patienten und ihre Familien
    Am 19.12.2015 fand das Weihnachtskonzert "Musikperlen zur Weihnachtszeit" mit dem Musikensemble „Comuna Classica“ in der Kinderchirurgie statt. Unter folgendem Link finden Sie hierzu die Berichterstattung in der Allgemeinen Zeitung. 

2014

  • 'Sterntaler' - Tätigkeitsbericht für das Jahr 2013 16.04.2014
  • Prof. Muensterer wird neuer Chef der Kinderchirurgie

    Am 1. Oktober 2014 hat Prof. Oliver Muensterer die Leitung der Kinderchirurgie an der Universitätsmedizin Mainz übernommen. Ausgebildet in Washington DC, Durham NC, München und in Birmingham, AL, arbeitete er zuletzt in am Weill Cornell Medical Collegen und am New York Medical College in New York. Sein klinischer Fokus liegt im Gebiet der minimalinvasiven Kinderchirurgie, speziell der single-incision Endochirurgie bei Kindern, die praktisch keine sichtbaren Narben nach Operationen hinterlässt. Sein Ziel ist es, innovative Methoden in Mainz einzuführen und weiterzuentwickeln, sowie die kinderchirurgische Forschung und Lehre auszubauen.

  • 6th International Pectus Symposium & Live Surgery Workshop 20.-22. November 2014
  • UNFALL Ukrainisches Mädchen wird in Uniklinik behandelt / Spendenaktion läuft
Anastasiia
Die kleine Anastasiia in ihrem Zimmer in der Kinderchirurgie
  • Hoffen auf neue Zukunft
    UNFALL Ukrainisches Mädchen wird in Uniklinik behandelt / Spendenaktion läuft

Wahrscheinlich war es ein ganz normaler Tag im April, eine ganz normale Straße. Ein fröhliches Mädchen, das diese Straße überquert, auf der ein Lastwagen fährt. Unzählige Male geht das täglich gut. Doch für Anastasiia, 9 Jahre, wurde diese eigentlich ganz normale Szenerie zum Albtraum. Sie wurde von einem Laster überrollt, erlitt dabei Verbrennungen, schwerste Verletzungen innerer Organe und mehrere Knochenbrüche.

Mit Mutter, Oma und Ärztin

Die kleine Ukrainerin, auf deren Land die halbe Welt gerade blickt, hätte es unter normalen Umständen wohl nicht in die Zeitung geschafft. Doch im größten Unglück hilft manchmal der Zufall. Als Anastasiia mit schlechten Heilungsaussichten schon seit fast fünf Monaten in der Kinderklinik Okhmatdyt in Kiew lag, erfuhr Honorar-Konsul Prof. Hansjürgen Doss von ihrem Schicksal (die AZ berichtete). Aufgrund seines Engagements landete Anastasiia, begleitet von Mutter, Großmutter und einer Ärztin, am Montag auf dem Frankfurter Flughafen.

Ein Spezialtransporter brachte sie zunächst in die Flughafenklinik, von dort ging es jedoch schnell weiter nach Mainz. Gerade zwei Stunden nach der Landung wurde das Kind im Universitätsklinikum aufgenommen. „Der Transport ist problemlos verlaufen“, lautet das Fazit von Dr. Nadia Kisil, der begleitenden Ärztin, die Anastasiia schon in Kiew behandelte.

Noch ist die Finanzierung der Behandlung nicht geklärt, man habe bisher etwa ein Drittel der nötigen 80 000 Euro an Spenden eingesammelt, sagt der ehemalige Bundestagsabgeordnete Doss. Trotzdem: „Wir sind ihm sehr dankbar“, betont Kisil.

Neben Nadia Kisil stehen drei weitere Ärzte im Krankenzimmer, von dessen Fenster „Puh der Bär“ fröhlich auf den Gang blickt, und während die Mediziner das sehr dünne Mädchen in Empfang nehmen, steht ein Fernsehteam vor der Tür. Ihren genauen Behandlungsplan werden die Ärzte erst in den kommenden Tagen festlegen.

Zwei Monate in der Klinik?

Zwei Monate Klinikaufenthalt veranschlagt Prof. Oliver Muensterer. Ob Anastasiia wieder ganz gesund werden könnte? „Davon kann man nicht ausgehen“, sagt der Leiter der Kinderchirurgie, es sei mit bleibenden Schäden zu rechnen.

Die Neunjährige hat schwerste Verletzungen davongetragen. Ob sie je wieder richtig laufen oder Kinder bekommen kann? Ihre Aussichten sind sicherlich besser als in der Heimat. „Es ging nicht um das unmittelbare Überleben von Anastasiia“, sagt Kisil. Doch sie und ihre Kollegen seien mit ihrem Latein am Ende gewesen, nachdem die Heilung nicht wie gewünscht verlief.

Darum geht es auch Doss. „Wer ein Leben rettet, rettet die ganze Welt“, zitiert er aus dem Talmud. Damit das funktionieren kann, sind weitere Spenden nötig.

Schwerste Verletzungen

Muensterer ist hoffnungsvoll, dass die Chancen verhältnismäßig gutstehen. „Die Ärzte in Kiew haben alles getan, was sie unter den gegebenen Umständen tun konnten“, erklärt der Mediziner. In Mainz sei man jedoch erfahren in der Behandlung polytraumatischer Zustände – auch wenn die Kombination der Verletzungen in Verbindung mit der bereits langen Behandlungszeit einen Sonderfall darstelle. Als größte Herausforderung sieht er die nötige Rekonstruktion des Beckenbodens.

Ihren Mut hat Anastasiia jedenfalls noch nicht verloren. „Es geht ihr besser, als wir erwarten konnten“, sagt Muensterer. „Und sie lächelt“.

  • Dr. Jan Gödeke wird Oberarzt der Kinderchirurgie Seit dem 15. Juli 2014 arbeitet Dr. Jan Gödeke als Oberarzt an der Kinderchirurgie in Mainz. Er wurde in München und Ingolstadt ausgebildet, und absolvierte zuletzt sein Fellowship in Kinderchirurgie am Children's Hospital of Pittsburgh des UPMC in Pittsburgh PA. Er bringt ein breites Spektrum an klinischer und wissenschaftlicher Kompetenz in das kinderchirurgische Team ein.

  

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