Visual Universitätsmedizin Mainz

Barrieren bei der Laienreanimation – Die Sicht des Einsatzpersonals (BaLaRea – SE)

Jährlich kommt es in Deutschland zu ca. 50.000 Herz-Kreislaufstillständen. Aber lediglich in 39% der Fälle erfolgt vor dem Eintreffen des Rettungsdienstes eine Reanimation durch anwesende Laien. Dabei stellt die Zeit bis zur Durchführung von Reanimationsmaßnahmen den entscheidenden Einflussfaktor auf die Überlebensprognose der Betroffenen dar. Unklar ist, welche situativen und strukturellen Faktoren Laien von einer Reanimation abhalten.

Bisher gibt es für den deutschsprachigen Raum lediglich Vermutungen darüber, warum der Anteil der Reanimationen, die vor Eintreffen des Rettungsdienstes begonnen werden, so gering ist. Ohne Wissen über die Gründe ist aber auch nicht klar, welche Maßnahmen dies steigern könnten. Doch erst, wenn potentiell hemmende Faktoren bekannt sind, können entsprechende Interventionen entwickelt werden, die die Reanimations- und letztlich die Überlebensquote steigern können. In unserer Studie „BaLaRea-SE“ wollen wir herausfinden, welche Faktoren aus Sicht des Einsatzpersonals Einfluss auf die niedrige Quote der Laienreanimation haben.

Hierfür werden mehrere Gruppendiskussionen mit jeweils 5 bis 7 Personen aus dem Kreis des Einsatzpersonals geführt. Die Dauer der Gruppendiskussion wird schätzungsweise etwa 90-120 Minuten betragen. Je nach aktueller Situation können die Diskussionen online oder bei uns am Institut für Medizinische Biometrie, Epidemiologie und Informatik (IMBEI) stattfinden.

 

Ziel der Studie:

Mit dieser Studie sollen die Faktoren erfasst werden, die aus Sicht des Einsatzpersonals (beispielsweise Leitstellendisponenten, Notfallsanitäter, Rettungssanitäter, Rettungsassistenten oder Notärzte) Laien davon abhalten, vor dem Eintreffen des Rettungsdienstes mit Reanimationsmaßnahmen zu beginnen.

Auf Basis der durch diese Studie gewonnenen Informationen, soll in einer Folgestudie die Sicht (potenzieller) Laienhelfer eruiert werden. Diese planen wir mit Hilfe qualitativer Interviews und einem quantitativen Fragebogen zu erheben. Um dafür einen möglichst passgenauen Fragebogen entwickeln zu können, sind die Erkenntnisse der hier vorgestellten Studie „BaLaRea – SE“ essenziell.

Sollten Sie Interesse an der Teilnahme an einer (online) Gruppendiskussion haben oder weitere Informationen wünschen, wenden Sie sich gerne an uns:

Britta Büchler:   E-Mail:  brbuechl@uni-mainz.de   Telefon: 06131 – 17 6853

 

Ihr BaLaRea – SE Projekt Team