Bewegungsstörungen
Definition
Unter den Extrapyramidalen Erkrankungen oder Bewegungsstörungen fasst man eine Gruppe von Krankheiten zusammen, die mit einem Zuviel oder Zuwenig oder aber einem gestörten Bewegungsablauf einhergehen. Bekanntestes Beispiel einer Krankheit mit einem Bewegungsmangel ist das Parkinson Syndrom.Einteilung und Ausprägung
Das Parkinson Syndrom (PS) ist durch eine Verarmung und Verlangsamung von Bewegungsabläufen, durch eine Muskelsteifigkeit und evtl. durch ein Zittern der Hände gekennzeichnet. Im Alltag macht sich die Erkrankung durch Muskelverspannungen, durch eine Verschlechterung des Schriftbildes oder z.B. durch Schwierigkeiten beim Hantieren mit Messer und Gabel bemerkbar.Die Erkrankung tritt gehäuft ab dem 55. Lebensjahr auf, aber auch jüngere Patienten können erkranken.
Dem Erscheinungsbild können verschiedene Ursachen zugrunde liegen. Beim sogenannten idiopathischen Parkinson Syndrom (ca. 75% der PS) liegt ein Untergang von Nervenzellen im Mittelhirn zugrunde, die den Überträgerstoff Dopamin bilden. Dieser Mangel kann medikamentös ausgeglichen werden kann.
Die Diagnose wird in der Regel durch eine klinische Untersuchung gestellt.
Nicht selten ist eine Abgrenzung zu anderen neurodegenerativen und symptomatischen Erkrankungen (z.B. vaskulär bedingte PS, Multisystematrophie, Progressive Supranukleäre Blickparese, u.a.) erforderlich, bei denen es auch zu einem Parkinson-Syndromen kommt, die aber eine andere Prognose haben und auf eine Therapie u.U. schlechter ansprechen.
Wichtige Diagnostik
- Magnetresonanz- oder Kernspintomographie des Schädels.
- Positonenemissionstomographie (PET).
- Single Photonen Emissions Computertomographie (SPECT).
- Untersuchungen des autonomen Nervensystems