„Alles im Fluß – Lebensader Blutgefäße“
Sommersemester der gemeinsamen Vortragsreihe „Medizin: Faszination Forschung” der Universitätsmedizin Mainz und der Medizinischen Gesellschaft Mainz endet am 18. Juni
Frei nach der Formel „panta rhei - Alles fließt“ steht der nächste Abend von „Medizin: Faszination Forschung” am 18. Juni unter dem Motto "Alles im Fluß – Lebensader Blutgefäße". Die Vortragsreihe der Universitätsmedizin Mainz und der Medizinischen Gesellschaft widmet sich zum Abschluss des Semesters der außerordentlichen Bedeutung der Blutgefäße für unsere Organ- und Körperfunktionen. Referent ist Univ.-Prof. Dr. Moritz A. Konerding, stellv. Direktor des Instituts für funktionelle und klinische Anatomie der Universitätsmedizin Mainz. Moderiert wir die Veranstaltung von Univ.-Prof. Dr. Christine Espinola-Klein, Leiterin der Abteilung Angiologie der II. Medizinischen Klinik und Poliklinik. Die Besucher der gemeinsamen Vortragsreihe „Medizin: Faszination Forschung” können Mainzer Spitzenforscherinnen und -forscher hautnah erleben sowie aktuelle Trends im persönlichen Gespräch diskutieren. Was dabei im Fokus ihrer Arbeit steht, stellen die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler jeweils mittwochs ab 19.15 Uhr im Hörsaal der Chirurgie (Gebäude 505H, Universitätsmedizin Mainz, Langenbeckstr. 1, 55131 Mainz) vor. Alle Interessierten sind herzlich willkommen. Der Eintritt ist frei.
Blutgefäße sind für den Körper unverzichtbar. Praktisch alle Gewebe nutzen sie, um Nährstoffe und Sauerstoff zu transportieren und auszutauschen. Die Bedeutung intakter Herzkranzarterien für das Herz oder die Auswirkungen von Gefäßverkalkungen auf die Gehirndurchblutung ist weithin bekannt. Weniger verbreitet ist das Wissen über die besondere Bedeutung des Gefäßsystems für normale Wachstumsvorgänge und für eine Vielzahl unterschiedlichster Krankheitsbilder.
Bösartige Karzinome können beispielsweise nur dann wachsen, wenn sie ein eigenes Gefäßsystem bilden. Auch Metastasen wachsen wie Tumoren nur dann über eine Größe von ca. einem Millimeter hinaus, wenn ein eigenes Gefäßnetzwerk ausgebildet wird, das den Ernährungserfordernissen der Krebszellen entspricht. Auf der Basis von molekularbiologischen Erkenntnissen zu diesen Vorgängen haben Wissenschaftler die sogenannte anti-angiogene Therapie entwickelt. Diese zielt darauf ab, die Gefäßneubildung oder Angiogenese zu unterbinden: ohne Blutgefäße keine ausreichende Ernährung. Bei einigen Tumorarten wie dem Dickdarm- oder Brustkrebs wird dies bereits erfolgreich therapeutisch eingesetzt.
Bei entzündlichen Erkrankungen spielen die Blutgefäße ebenfalls eine große Rolle: ohne die Beteiligung des Gefäßsystems - besonders den kleinsten Blutgefäßen, der sogenannten terminalen Strombahn - ist keine Entzündungsreaktion möglich. Chronische Entzündungen führen zu erheblichen Veränderungen der Gefäßmuster.
Darüber hinaus sind die Blutgefäße unabdingbare Voraussetzung bei der Wundheilung und Gewebeerneuerung: ohne Gefäßreaktion keine Heilung. Bei der Behandlung chronischer Wunden wird mittlerweile versucht, die Heilung durch Förderung der Blutgefäßneubildung zu verbessern.
Die Arbeitsgruppe von Prof. Konerding befasst sich seit Jahren mit der Struktur und Architektur von Gefäßsystemen; ihre Arbeiten mit einer Partnergruppe im Brigham and Womens' Hospital der Harvard Medical School in Boston werden unter anderem vom National Institute of Health gefördert und genießen große Aufmerksamkeit.
Wir bitten um redaktionellen Terminhinweis und Terminankündigung im Veranstaltungskalender!
Als Vertreter der Presse sind Sie herzlich willkommen.
Die Veranstaltungen finden Sie auch auf unserem YouTube-Kanal:
www.youtube.com/UnimedizinMainz
Vorschau „Faszination Forschung“ Wintersemester 2014/2015:
22.10.2014
Roboterchirurgie
19.11.2014
Atmen am Strohhalm: Asthma und COPD
Asthma: Wege zu einer maßgeschneiderten Therapie
COPD: Wie wird eine chronische Erkrankung erträglich?
Was geht, wenn nichts mehr geht – Lungentransplantation
Kontakt:
Univ.-Prof. Dr. med. Theodor Junginger e. m.,
Vorsitzender der Medizinische Gesellschaft Mainz e.V.
Telefon: 06131 17-4168, Fax: 06131 17-5516,
E-Mail: junginger@uni-mainz.de
Pressekontakt: Universitätsmedizin Mainz
Barbara Reinke,
Stabsstelle Kommunikation und Presse, Universitätsmedizin Mainz,
Telefon: 06131 17-7428, Fax: 06131 17-3496,
E-Mail: pr@unimedizin-mainz.de
Über die Universitätsmedizin der Johannes Gutenberg-Universität Mainz
Die Universitätsmedizin der Johannes Gutenberg-Universität Mainz ist die einzige medizinische Einrichtung der Supramaximalversorgung in Rheinland-Pfalz und ein international anerkannter Wissenschaftsstandort. Sie umfasst mehr als 60 Kliniken, Institute und Abteilungen, die fächerübergreifend zusammenarbeiten. Hochspezialisierte Patientenversorgung, Forschung und Lehre bilden in der Universitätsmedizin Mainz eine untrennbare Einheit. Rund 3.500 Studierende der Medizin und Zahnmedizin werden in Mainz ausgebildet. Mit rund 7.500 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern ist die Universitätsmedizin zudem einer der größten Arbeitgeber der Region und ein wichtiger Wachstums- und Innovationsmotor. Weitere Informationen im Internet unter www.unimedizin-mainz.de
Die Universitätsmedizin der Johannes Gutenberg-Universität Mainz ist die einzige medizinische Einrichtung der Supramaximalversorgung in Rheinland-Pfalz und ein international anerkannter Wissenschaftsstandort. Sie umfasst mehr als 60 Kliniken, Institute und Abteilungen, die fächerübergreifend zusammenarbeiten und jährlich rund 403.000 Menschen stationär und ambulant versorgen. Hochspezialisierte Patientenversorgung, Forschung und Lehre bilden in der Universitätsmedizin Mainz eine untrennbare Einheit. Rund 3.700 Studierende der Medizin und Zahnmedizin sowie rund 590 Fachkräfte in den verschiedensten Gesundheitsfachberufen, kaufmännischen und technischen Berufen werden hier ausgebildet. Mit rund 9.000 Mitarbeitenden ist die Universitätsmedizin Mainz zudem einer der größten Arbeitgeber der Region und ein wichtiger Wachstums- und Innovationsmotor. Weitere Informationen im Internet unter www.unimedizin-mainz.de
[Stand: 2024]
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