Aufsichtsrat der Universitätsmedizin greift Sorgen der Studierenden auf
Der Aufsichtsrat der Universitätsmedizin hat sich in seiner Sitzung am vergangenen Freitag mit der Kritik der Studierenden an dem System der leistungsorientierten Mittelvergabe befasst und sich damit einverstanden erklärt, dass sein Ergänzungswunsch vom Sommer zunächst nicht umgesetzt wird. Zunächst sollen die Erfahrungen mit der im Jahr 2009 im Konsens zwischen Fachbereichsrat, Vorstand und Aufsichtsrat begonnen Umsetzung der neuen leistungsorientierten Mittelvergabe abgewartet werden. Diese solle auch im Jahr 2010 weitergeführt werden. Auf der Grundlage der dann gewonnenen Erfahrung und eines entsprechenden Berichts des Vorstands werde der Aufsichtsrat erneut beraten. Dieses Vorgehen sei auch vom Vorstand ausdrücklich begrüßt worden. Dies teilte die Aufsichtsratsvorsitzende, Wissenschaftsministerin Doris Ahnen heute mit. Sinn und Zweck der leistungsorientierten Mittelvergabe war und ist die Sicherung der Qualität in Lehre und Forschung gleichermaßen. Die stärker leistungsorientierte Mittelvergabe ist Bestandteil der strategischen Weiterentwicklung der Universitätsmedizin. Nach dem erfreulichen Verlauf des finanziellen Konsolidierungsprozesses der Universitätsmedizin sei eine zukunftsträchtige Aufstellung in Lehre, Forschung und Krankenversorgung nun die zentrale Herausforderung. Dies hatte auch der Wissenschaftsrat bei seiner Begutachtung im vergangenen Jahr deutlich gemacht. Auch auf diesem Weg kommt die Universitätsmedizin Schritt für Schritt voran. Eine solide Finanzierung und eine gute strategische Aufstellung sollen die Universitätsmedizin auf höchstem Niveau in öffentlicher Verantwortung sichern. Das muss das gemeinsame Ziel aller Beteiligten sein. Mit der Einführung der leistungsorientierten Mittelvergabe (LOM) seien keinerlei finanzielle Einbußen an der Zuwendung des Landes in Höhe von über 80 Millionen Euro verbunden. Die Kritik der Studierenden und des Fachbereichsrats hatte sich lediglich auf eine vom Aufsichtsrat gewünschte ergänzende Verteilungskomponente in Höhe von 2,3 Millionen Euro bezogen, die nun zurückgestellt werden soll. „In einer für die Universitätsmedizin so wichtigen Zeit soll die Weiterentwicklung der Universitätsmedizin nicht mit vermeidbaren Konflikten belastet, vielmehr das gemeinsame Engagement aller Beteiligten weiter gestärkt werden“, so Aufsichtsratsvorsitzende Doris Ahnen. Zu dem weiteren Kritikpunkt der Studierenden bezüglich der Kosten im Praktischen Jahr (PJ) hat der Aufsichtsrat einen Bericht des wissenschaftlichen Vorstands entgegengenommen, dass die jüngst mit den Lehrkrankenhäusern vereinbarte Deckelung aufgehoben werden soll. Zusätzliche Kosten, die während des PJ durch Unterbringung, zusätzliche Fahrtkosten, Essen oder auch spezielle Kleidung usw. entstehen, sollen von den entsprechenden Krankenhäusern vollständig ersetzt werden können.
- Pressemitteilung (PDF 32,1 KB)
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Die Universitätsmedizin der Johannes Gutenberg-Universität Mainz ist die einzige medizinische Einrichtung der Supramaximalversorgung in Rheinland-Pfalz und ein international anerkannter Wissenschaftsstandort. Sie umfasst mehr als 60 Kliniken, Institute und Abteilungen, die fächerübergreifend zusammenarbeiten und jährlich rund 403.000 Menschen stationär und ambulant versorgen. Hochspezialisierte Patientenversorgung, Forschung und Lehre bilden in der Universitätsmedizin Mainz eine untrennbare Einheit. Rund 3.700 Studierende der Medizin und Zahnmedizin sowie rund 590 Fachkräfte in den verschiedensten Gesundheitsfachberufen, kaufmännischen und technischen Berufen werden hier ausgebildet. Mit rund 9.000 Mitarbeitenden ist die Universitätsmedizin Mainz zudem einer der größten Arbeitgeber der Region und ein wichtiger Wachstums- und Innovationsmotor. Weitere Informationen im Internet unter www.unimedizin-mainz.de
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