Auswirkung von Nanopartikeln auf den Menschen

Mit Schülerprojekt im urologischen Labor der Universitätsmedizin Mainz bei Wettbewerb „Jugend forscht“ erfolgreich

Den Sonderpreis Umwelttechnik beim Landeswettbewerb „Jugend forscht 2011“ und einen 3. Platz im Fachgebiet Biologie auf Landesebene erlangte am Freitag, 08. April 2011, die Schülerin Anne Baumgärtner von der IGS Ingelheim. Zuvor hatte sie bereits den ersten Platz im Fachgebiet Biologie beim Regionalwettbewerb Bingen von „Jugend forscht“ belegt. Im Rahmen ihres Projekts „Der (Nano)Wolf im Schafspelz“ erforschte sie an der Universitätsmedizin Mainz die Wirkung bestimmter Nanopartikel auf gesunde Nierenzellen und Nierentumorzellen. Menschen kommen in unterschiedlichsten Situationen mit Nanopartikeln in Kontakt. Nanopartikel wie beispielsweise solche aus Eisenoxid oder Zinkoxid kommen unter anderem in Sonnencremes, Farben oder Lacken vor. Zirkoniumoxid findet in der Medizin in Zahnimplantaten und künstlichen Gelenken Verwendung. Anne Baumgärtner untersuchte an Zellen, inwieweit Eisenoxid-, Zinkoxid- oder Zirkoniumoxid-Nanopartikel das Wachstum gesunder Zellen anregen oder möglicherweise hemmen. „Im Fall der Ergebnisse von Anne Baumgärtner hat Zinkoxid das Wachstum aller Zellen gehemmt. Bei gesunden Nierenzellen von Erwachsenen ist das unkritisch, da dieses Organ sich nicht regeneriert. In der Embyonalentwicklung und bei Kindern hingegen ist es zumindest bedenklich. Noch bedenklicher ist allerdings, dass Eisenoxid-Nanopartikel das Wachstum gesunder Nierenzellen anregen und sie dadurch möglicherweise Nierenkrebs auslösen“, fasst die Laborleiterin der urologischen Klinik an der Universitätsmedizin, Privatdozentin Dr. Walburgis Brenner, zusammen. Die Forscherin betreute das Projekt der Schülerin im Labor. „Ein hohes Maß an Selbständigkeit und die Bereitschaft, sich in eine vielschichtige Forschungsthematik hineinzuarbeiten zeichnen Anne Baumgärtner aus. Die übrigen Mitarbeiter haben sie als gleichberechtigtes Mitglied meiner Arbeitsgruppe angenommen“, so Privatdozentin Dr. Brenner. Laut Überzeugung der Laborleiterin hat die Schülerin aufgrund ihrer Fähigkeiten ideale Voraussetzungen für eine naturwissenschaftliche Karriere. „Begabungen zu fördern, ist von jeher eine der Kernintentionen des Wettbewerbs ‚Jugend forscht‘. Das ist wichtig, denn Wissenschaftseinrichtungen wie die Universitätsmedizin profitieren davon, dass Schüler ihr Talent für die Wissenschaft bereits früh erkennen und sich für ein entsprechendes Studium entscheiden“, so der Wissenschaftliche Vorstand der Universitätsmedizin, Univ.-Prof. Dr. Dr. Reinhard Urban. Kontakt und Information:
Oliver Kreft, Ressort Forschung und Lehre, Telefon 06131 17-9716, Fax 06131 17- 17-9967, E-Mail: kreft@um-mainz.de Pressekontakt:
Dr. Renée Dillinger-Reiter, Stabsstelle Kommunikation und Presse Universitätsmedizin Mainz,
Telefon 06131  17-7424, Fax 06131  17-3496, E-Mail: pr@unimedizin-mainz.de Über die Universitätsmedizin der Johannes Gutenberg-Universität Mainz
Die Universitätsmedizin der Johannes Gutenberg-Universität Mainz ist die einzige Einrichtung dieser Art in Rheinland-Pfalz. Mehr als 60 Kliniken, Institute und Abteilungen sowie zwei Einrichtungen der medizinischen Zentralversorgung – die Apotheke und die Transfusionszentrale – gehören zur Universitätsmedizin Mainz. Mit der Krankenversorgung untrennbar verbunden sind Forschung und Lehre. Rund 3.500 Studierende der Medizin und Zahnmedizin werden in Mainz kontinuierlich ausgebildet. Weitere Informationen im Internet unter www.unimedizin-mainz.de

Über die Universitätsmedizin der Johannes Gutenberg-Universität Mainz
Die Universitätsmedizin der Johannes Gutenberg-Universität Mainz ist die einzige medizinische Einrichtung der Supramaximalversorgung in Rheinland-Pfalz und ein international anerkannter Wissenschaftsstandort. Sie umfasst mehr als 60 Kliniken, Institute und Abteilungen, die fächerübergreifend zusammenarbeiten und jährlich rund 403.000 Menschen stationär und ambulant versorgen. Hochspezialisierte Patientenversorgung, Forschung und Lehre bilden in der Universitätsmedizin Mainz eine untrennbare Einheit. Rund 3.700 Studierende der Medizin und Zahnmedizin sowie rund 590 Fachkräfte in den verschiedensten Gesundheitsfachberufen, kaufmännischen und technischen Berufen werden hier ausgebildet. Mit rund 9.000 Mitarbeitenden ist die Universitätsmedizin Mainz zudem einer der größten Arbeitgeber der Region und ein wichtiger Wachstums- und Innovationsmotor. Weitere Informationen im Internet unter www.unimedizin-mainz.de
[Stand: 2024]

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