Auszeichnung: Augenklinik und Poliklinik ist Referenzzentrum für Kleinstschnitt-Kataraktchirugie
Mainz nun eines von fünf Referenzzentren deutschlandweit – Augenärzte zu Hospitationen willkommen
Mit der Übergabe der Urkunde ist es offiziell: die Augenklinik und Poliklinik der Universitätsmedizin der Johannes Gutenberg-Universität Mainz ist nun Referenzzentrum für Kleinschnitt-Kataraktchirurgie und damit eines von nur insgesamt fünf solcher Zentren deutschlandweit! Hier wird den Patienten nicht nur ein neues und innovatives Verfahren der Staroperation angeboten, auch können andere operativ tätige Augenärzte, die diese Methode im Rahmen einer Hospitation erlernen und Erfahrungen austauschen möchten das Referenzzentrum besuchen. Dies ist auch für die Patienten mit vielen Vorteilen verbunden. Bisher konnten schon einige hundert dieser Operationen in Mainz mit sehr guten Ergebnissen und einer hohen Patientenzufriedenheit durchgeführt werden.
Unter dem Begriff Grauer Star (Katarakt) werden Augenkrankheiten zusammengefasst, die durch eine Trübung der Augenlinse gekennzeichnet sind. Hierbei handelt es sich um die weltweit häufigste Erblindungsursache - wobei diese in 90 Prozent der Fällen altersbedingt ist. Selten entsteht ein Katarakt nach Augenverletzungen oder Strahleneinwirkung, als Medikamentennebenwirkung, bei Diabetes oder ist nach einer vorgeburtlichen Infektion, wie Röteln, angeboren. Als Symptome gelten langsam zunehmende Sehstörungen und starke Blendungserscheinungen. In fortgeschrittenem Stadium sehen die Betroffenen meist wie durch ein Milchglas. Die häufigste Therapie ist die Operation in örtlicher Betäubung.
Liegt die Schnittgröße bei einer solchen Operation heute bei etwa 1,8 Millimetern, so waren es vor 15 Jahren noch etwa sechs Millimeter. Die Patienten profitieren davon erheblich: eine schnellere Wundheilung, ein reduziertes Infektionsrisiko, und eine höhere Sicherheit. Darüber hinaus wird durch die kleinere Schnittgröße eine geringere Hornhautverkrümmung ausgelöst.Den Status eines "Referenzzentrums für Kleinstschnitt-Kataraktchirurgie" erhielt die Mainzer Augenklinik und Poliklinik bereits am 18. Februar 2009 von der Bausch & Lomb GmbH, Berlin, dem führenden Hersteller von Geräten und Linsen für so geringe Schnittgrößen. Die Aufgabe des Zentrums besteht nun darin, Kataraktchirurgen beim Erlernen und Perfektionieren dieser Kleinstschnitt-Techniken zu unterstützen. Die Methode an sich wird in Mainz jedoch bereits seit Frühjahr 2008 angewandt. Bisher konnten so über 350 Patienten erfolgreich behandelt werden.
Die Verleihung dieser Auszeichnung freut den Direktor der Augenklinik und Poliklinik, Prof. Dr. Norbert Pfeiffer, sehr: „Wir sind stolz zu den fünf Referenzzentren in Deutschland zu gehören. Dies zeigt uns, dass wir hier in Mainz Medizin auf Spitzenniveau leisten! Gleichzeitig ist es eine gute Motivation für weitere Projekte!“
Weitere Informationen:
Caroline Bahnemann, Pressestelle,
Tel. 06131 / 17-7424, Fax 06131 / 17-3496,
E-Mail: presse@ukmainz.de
Die Universitätsmedizin der Johannes Gutenberg-Universität Mainz ist die einzige medizinische Einrichtung der Supramaximalversorgung in Rheinland-Pfalz und ein international anerkannter Wissenschaftsstandort. Sie umfasst mehr als 60 Kliniken, Institute und Abteilungen, die fächerübergreifend zusammenarbeiten und jährlich rund 403.000 Menschen stationär und ambulant versorgen. Hochspezialisierte Patientenversorgung, Forschung und Lehre bilden in der Universitätsmedizin Mainz eine untrennbare Einheit. Rund 3.700 Studierende der Medizin und Zahnmedizin sowie rund 590 Fachkräfte in den verschiedensten Gesundheitsfachberufen, kaufmännischen und technischen Berufen werden hier ausgebildet. Mit rund 9.000 Mitarbeitenden ist die Universitätsmedizin Mainz zudem einer der größten Arbeitgeber der Region und ein wichtiger Wachstums- und Innovationsmotor. Weitere Informationen im Internet unter www.unimedizin-mainz.de
[Stand: 2024]
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