Bessere Koordination erwünscht
Erstes europäisches Meeting zur Harmonisierung der Studiengänge in den Gesundheitswissenschaften in Mainz
Seit gestern findet in Mainz das erste europäische Meeting zur Harmonisierung der Studiengänge in den Gesundheitswissenschaften statt. Rund 20 Vertreter einzelner Institutionen aus fast allen europäischen Ländern treffen sich zum ersten Mal, um gemeinsam über die Entwicklung der Ausbildung in den Gesundheitswissenschaften zu diskutieren. Eingeladen hat die im Rahmen der europäischen Integration gegründete Arbeitsgruppe PHETICE (Public Health Education and Training in the Context of Enlarging Europe). Organisiert wird das Meeting von dem Mainzer Institut für Medizinische Biometrie, Epidemiologie und Informatik (IMBEI) unter der Leitung von Prof. Maria Blettner. Das IMBEI ist als einziges deutsches Institut in der Arbeitsgruppe vertreten. Der wichtigste Punkt auf der Tagesordnung wird die Vorstellung der aktuellen Situation der Gesundheitswissenschaften in dem jeweiligen europäischen Mitgliedsstaat sein. Anschließend soll eine inhaltliche Diskussion den Grundstein für eine fruchtbare Zusammenarbeit legen.
Anlass für das Meeting gibt das breite Spektrum an unterschiedlichen Fächern in den Gesundheitswissenschaften, wie Health Management, Health Promotion und Gesundheitsökonomie, die an zahlreichen Fachhochschulen und Universitäten in Deutschland und in anderen europäischen Ländern gelehrt werden. Übergeordnet verfolgen die Gesundheitswissenschaften oder englisch „Public Health“ dabei einen interdisziplinären und empirischen Ansatz. „In einem immer stärker zusammen wachsenden Europa ist es daher dringend an der Zeit einen Überblick über die Studieninhalte und Studienabschlüsse der einzelnen Fächer der Gesundheitswissenschaften in den europäischen Mitgliedstaaten zu gewinnen“, so die zuständige Organisatorin der Veranstaltung in Mainz, Prof. Blettner.
Die erst vor einem Jahr im Rahmen der europäischen Integration gegründete Arbeitsgruppe PHETICE (Public Health Education and Training in the Context of Enlarging Europe) will innerhalb von 2 Jahren eine Bestandsaufnahme über die aktuelle Situation der Lehre in den Gesundheitswissenschaften in den Mitgliedstaaten erstellen und die Erkenntnisse in einer allgemein zugänglichen Datenbank zusammenfassen. Ziel ist es, nach Analyse der bestehenden Studienstrukturen und Lehrmethoden, allgemein gültige Qualitätskriterien für die Studiengänge im Bereich von Public Health zu erstellen und gleichzeitig die Studieninhalte in den bestehenden Studienprogrammen eines jeden Mitgliedstaates zu harmonisieren.
Die Universitätsmedizin der Johannes Gutenberg-Universität Mainz ist die einzige medizinische Einrichtung der Supramaximalversorgung in Rheinland-Pfalz und ein international anerkannter Wissenschaftsstandort. Sie umfasst mehr als 60 Kliniken, Institute und Abteilungen, die fächerübergreifend zusammenarbeiten und jährlich rund 403.000 Menschen stationär und ambulant versorgen. Hochspezialisierte Patientenversorgung, Forschung und Lehre bilden in der Universitätsmedizin Mainz eine untrennbare Einheit. Rund 3.700 Studierende der Medizin und Zahnmedizin sowie rund 590 Fachkräfte in den verschiedensten Gesundheitsfachberufen, kaufmännischen und technischen Berufen werden hier ausgebildet. Mit rund 9.000 Mitarbeitenden ist die Universitätsmedizin Mainz zudem einer der größten Arbeitgeber der Region und ein wichtiger Wachstums- und Innovationsmotor. Weitere Informationen im Internet unter www.unimedizin-mainz.de
[Stand: 2024]
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