„Bilder von Geisteskranken von Théodore Géricault“
Medizinische Gesellschaft Mainz lädt zum Themenabend am Mittwoch, 01. Juli 2015, um 19.15 Uhr ein
Der Themenabend „Bilder von Geisteskranken von Théodore Géricault“ nimmt Interessierte mit auf eine Entdeckungsreise durch das Werk des Malers Théodore Géricault (1791 – 1824). Sein berühmtestes Werk ist wahrscheinlich das „Floß der Medusa“. Es ist auch Sinnbild der Niederlage Napoleons. Militärischen Glanz und Heroisches lässt es in vollem Umfang vermissen. Stattdessen verleiht es den Schattenseiten kriegerischer Auseinandersetzungen Ausdruck und bringt psychische Qual und Leid zum Ausdruck. Gericault zeichnete in seinem Spätwerk Kranke und Leichen. Es entstanden makabre „Portraits“ abgeschlagener Köpfe und grausige Stillleben. Experte und Referent des Abends ist Professor Dr. Gregor Wedekind vom Institut für Kunstgeschichte Mainz, ein profunder Kenner des Werks Géricaults. Professor Dr. Andreas Fellgiebel, Leiter des Forschungsschwerpunktes „Normales Altern, Nerodegeneration, Demenz“ der Neurodegenerationsforschung der Universitätsmedizin Mainz, wird die Veranstaltung moderieren. Der Themenabend findet statt am Mittwoch, 01. Juli 2015, um 19.15 Uhr im Hörsaal Chirurgie (Gebäude 505H) der Universitätsmedizin Mainz (Langenbeckstraße 1, 55131 Mainz). Interessierte sind herzlich eingeladen. Der Eintritt ist frei.
Das Spätwerk des Romantikers und Realisten Géricault war vor allem auf einen ganz zentralen Themenkomplex fokussiert: Die menschlichen Abgründe. Der in Rouen geborene Künstler spitzte das Alltagsleben auf existenzielle Punkte zu. In seinem Werk findet sich beispielsweise das Gemälde eines heimkehrenden Soldaten. Dessen Mimik und gesamte Haltung zeugt nicht etwa vom Glanz der Schlacht oder vom Ruhm des Kriegers, sondern vom Grauen des Krieges und der Niederlage. So waren es nicht Herrscher oder Fürsten, die ihn interessierten, sondern einfache Menschen, deren Schicksalsschläge er gekonnt und authentisch in Szene setzte.
Professor Wedekind hat 2011 die erste Ausstellung Deutschlands zu Géricault in der Frankfurter Schirn kuratiert. Deren Titel „Leben und Tod“ betrifft uns alle. Und so ist überaus klar: Sein Werk ist von bleibender Faszination.
Als Vertreter der Presse sind Sie herzlich zu diesem Abend eingeladen!
Wir bitten um redaktionellen Terminhinweis und -ankündigung im Veranstaltungskalender!
Kontakt
Univ.-Prof. Dr. med. Theodor Junginger, Vorsitzender der Medizinischen Gesellschaft Mainz e.V.
Telefon: 06131 17-4168, Fax: 06131 17-5516, E-Mail: junginger@uni-mainz.de
Die Medizinische Gesellschaft Mainz e.V.
Die Medizinische Gesellschaft Mainz e.V. ist ein Verein zur Förderung und Verbreitung medizinwissenschaftlicher Erkenntnisse. Nicht nur Ärzte, sondern auch interessierte Bürgerinnen und Bürger sollen über aktuelle medizinische Themen durch Vorträge informiert werden. Mehr Infos zu den Veranstaltungen und das Programm der Gesellschaft finden Sie im Internet unter: www.mg-mainz.de/aktuelles.html
Die Universitätsmedizin der Johannes Gutenberg-Universität Mainz ist die einzige medizinische Einrichtung der Supramaximalversorgung in Rheinland-Pfalz und ein international anerkannter Wissenschaftsstandort. Sie umfasst mehr als 60 Kliniken, Institute und Abteilungen, die fächerübergreifend zusammenarbeiten und jährlich rund 403.000 Menschen stationär und ambulant versorgen. Hochspezialisierte Patientenversorgung, Forschung und Lehre bilden in der Universitätsmedizin Mainz eine untrennbare Einheit. Rund 3.700 Studierende der Medizin und Zahnmedizin sowie rund 590 Fachkräfte in den verschiedensten Gesundheitsfachberufen, kaufmännischen und technischen Berufen werden hier ausgebildet. Mit rund 9.000 Mitarbeitenden ist die Universitätsmedizin Mainz zudem einer der größten Arbeitgeber der Region und ein wichtiger Wachstums- und Innovationsmotor. Weitere Informationen im Internet unter www.unimedizin-mainz.de
[Stand: 2024]
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