„Biomedizin – Erkenntnisse aus der Tiefsee“
Gemeinsame Vortragsreihe „Medizin: Faszination Forschung” der Universitätsmedizin Mainz und der Medizinischen Gesellschaft Mainz setzt am 14. Dezember die vierte Runde fort
Wie spannend medizinische Forschung sein kann, zeigen am 14. Dezember 2011 wieder die Universitätsmedizin Mainz und die Medizinische Gesellschaft Mainz in Kooperation mit der Mainzer Rhein-Zeitung. Themen des Abends sind „Erkenntnisse aus der Tiefsee für die Biomedizin“ und „Marine Schwämme und ihre chemische Keule – auf der Suche nach neuen Medikamenten aus dem Meer“. Auch bei der vierten Auflage der gemeinsamen Vortragsreihe „Medizin: Faszination Forschung” können die Besucher Mainzer Spitzenforscherinnen und -forscher hautnah erleben sowie aktuelle Trends im persönlichen Gespräch diskutieren. Was dabei im Fokus ihrer Arbeit steht, stellen die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler jeweils mittwochs ab 19.15 Uhr im Hörsaal der Chirurgie (Universitätsmedizin Mainz, Langenbeckstr. 1, 55131 Mainz) vor. Alle Interessierten sind herzlich willkommen. Der Eintritt ist frei.
Den ersten Vortrag des Abends mit dem Titel „Erkenntnisse aus der Tiefsee für die Biomedizin“ hält Univ.-Prof. Dr. Werner E.G. Müller vom Institut für Physiologische Chemie der Universitätsmedizin Mainz. Er wird aufzeigen dass marine Organismen eine unerschöpfliche Quelle für neue Arzneistoffe und Biomaterialien darstellen. Erst in den letzten Jahren wurde es jedoch mit Hilfe der modernen Molekularbiologie möglich, diese Quelle nachhaltig und ohne Beeinträchtigung der Artenvielfalt und der Umwelt zu nutzen. Die hierauf aufbauende Marine Biotechnologie („Blaue Biotechnologie“) hat sich zu einer rasant wachsenden Zukunftstechnologie entwickelt. Dies wird an einigen Beispielen, wie dem viel versprechenden Biomaterial „Biosilica“, erläutert, das es ermöglicht, neuartige Ansätze zur Therapie und Prophylaxe von Knochenerkrankungen zu entwickeln.
Auch der zweite Referent des Abends, Prof. Dr. Franz Brümmer vom Biologischen Institut der Universität Stuttgart sagt: „Gerade Meeres bewohnende wirbellose Tiere produzieren eine Fülle von bioaktiven Substanzen.“ In seinem Vortrag „Marine Schwämme und ihre chemische Keule – auf der Suche nach neuen Medikamenten aus dem Meer“ zeigt er auf, dass in Schwämmen ganz besonders viele unterschiedlichste bioaktive Stoffe vorkommen. Die Wirkung reicht von Anti-Malaria, über Anti-Fouling bis hin zu Bekämpfung von Tumoren und Bakterien. Besonders entscheidend für eine erfolgreiche Wirkstoffsuche ist neben dem Auffinden der Tierart und des Wirkstoffes selbst, die verfügbare Menge an Wirkstoff für die notwendigen Untersuchungen. Häufig ist es notwendig die Organismen im Meer, in so genannten Aquakulturen zu vermehren, oder im Labor entsprechende Kulturen zu etablieren. Der Einsatz von biologischen Assays wie Leuchtbakterien in direkter Kombination mit chemischen Analyseverfahren ermöglicht eine schnelle und gleichzeitige Detektion der Wirkung verschiedenster Substanzen.
Die Moderation des Abends übernimmt Prof. Dr. Dr. H. C. Schröder (Institut für Physiologische Chemie - Abt. Angewandte Molekularbiologie der Universitätsmedizin Mainz).
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Über die Universitätsmedizin der Johannes Gutenberg-Universität Mainz
Die Universitätsmedizin der Johannes Gutenberg-Universität Mainz ist die einzige Einrichtung dieser Art in Rheinland-Pfalz. Mehr als 60 Kliniken, Institute und Abteilungen gehören zur Universitätsmedizin Mainz. Mit der Krankenversorgung untrennbar verbunden sind Forschung und Lehre. Rund 3.500 Studierende der Medizin und Zahnmedizin werden in Mainz kontinuierlich ausgebildet. Weitere Informationen im Internet unter www.unimedizin-mainz.de
Die Universitätsmedizin der Johannes Gutenberg-Universität Mainz ist die einzige medizinische Einrichtung der Supramaximalversorgung in Rheinland-Pfalz und ein international anerkannter Wissenschaftsstandort. Sie umfasst mehr als 60 Kliniken, Institute und Abteilungen, die fächerübergreifend zusammenarbeiten und jährlich rund 403.000 Menschen stationär und ambulant versorgen. Hochspezialisierte Patientenversorgung, Forschung und Lehre bilden in der Universitätsmedizin Mainz eine untrennbare Einheit. Rund 3.700 Studierende der Medizin und Zahnmedizin sowie rund 590 Fachkräfte in den verschiedensten Gesundheitsfachberufen, kaufmännischen und technischen Berufen werden hier ausgebildet. Mit rund 9.000 Mitarbeitenden ist die Universitätsmedizin Mainz zudem einer der größten Arbeitgeber der Region und ein wichtiger Wachstums- und Innovationsmotor. Weitere Informationen im Internet unter www.unimedizin-mainz.de
[Stand: 2024]
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