„Brennpunkt Alter: Wie die Forschung reift – Von der Ortho-Pädie zur Ortho-Geriatrie?“

Vortragsreihe „Medizin: Faszination Forschung” der Universitätsmedizin Mainz und der Medizinischen Gesellschaft Mainz startet am 15. April ins Sommersemester 2015

Der demografische Wandel bedeutet auch für die medizinische Versorgung eine Herausforderung. Was er konkret für die Verbreitung von Fehlbildungen und Erkrankungen des Stütz- und Bewegungsapparates bedeutet und welche Behandlungsmöglichkeiten es insbesondere für ältere Bürger gibt, erläutert der Leiter Orthopädie und Rheumaorthopädie und Stellvertretende Direktor des Zentrums für Orthopädie und Unfallchirurgie (ZOU) der Universitätsmedizin Mainz, Univ.-Prof. Dr. Philipp Drees, am 15. April im Rahmen der Vortragsreihe „Medizin: Faszination Forschung”. Moderator des Abends ist Prof. Dr. Alexander Hoffman, leitender Oberarzt am ZOU. Die Besucher von „Medizin: Faszination Forschung” können Mainzer Spitzenforscherinnen und -forscher hautnah erleben und zudem aktuelle Trends im persönlichen Gespräch diskutieren. Die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler stellen in der gemeinsamen Vortragsreihe der Universitätsmedizin Mainz und der Medizinischen Gesellschaft die Schwerpunkte ihrer Forschung vor. Die Veranstaltungen der Vortragsreihe „Medizin: Faszination Forschung” finden statt jeweils mittwochs ab 19.15 Uhr im Hörsaal der Chirurgie (Gebäude 505H, Universitätsmedizin Mainz, Langenbeckstr. 1, 55131 Mainz). Alle Interessierten sind herzlich willkommen. Der Eintritt ist frei. Sinnbild der Orthopädie und internationales Emblem der Fachdisziplin ist seit 1741 ein krummes Bäumchen, das zwecks Aufrichtung an einen kräftigen Pfahl angebunden ist. Es geht auf Nicolas Andry de Boisregard (1658-1742) zurück. Der Pariser Kinderarzt setzte damals die beiden griechischen Wörter „Orthos“ für  „Ungestalt“ und „Pädion“ für „Kind“ zusammen und prägte damit den Begriff „Orthopädie“. Die Aufgabe des Orthopäden verglich er mit jener eines Gärtners, der ebenfalls Fehlstellungen korrigiert. Während bei Andry die orthopädische Behandlung von Kindern im Fokus stand, beschäftigt sich die moderne Orthopädie mittlerweile schwerpunktmäßig mit akuten und degenerativen Erkrankungen des Bewegungsapparats des alten Menschen. Diese Patientengruppe wird aufgrund der steigenden Lebenserwartung immer größer, denn mit jeder Dekade des Lebensalters nimmt auch die Gefahr von Verletzungen durch Sturz zu. Zudem haben ältere Menschen erheblich mehr Verschleißerscheinungen an Skelett und Gelenken und sind zunehmend gebrechlich. Darüber hinaus weisen sie nicht selten kognitive Einschränkungen auf. Die Patienten sind insgesamt weniger belastbar. Die Forschung in der Orthopädie versucht diesen Aspekten Rechnung zu tragen, indem sie beispielsweise minimal-invasive Operationsmethoden und spezielle Prothesen für einen Gelenkersatz entwickelt hat. Ziel ist es, durch möglichst wenig invasive Maßnahmen die Gehfähigkeit und den Gebrauch der Extremitäten wieder herzustellen. Dazu gehört auch eine intensive Frührehabilitation, damit der Patient nach einem Unfall oder einer Operation wieder rasch in seine gewohnte Umgebung integriert werden kann. Der Referent des Abends, Prof. Drees, stellt in seinem Vortrag am 15. April Forschungsergebnisse zur Orthopädie im Alter und Behandlungsmöglichkeiten älterer Patienten bei Unfällen und degenerativen Gelenkerkrankungen dar. Als Vertreter der Presse sind Sie herzlich willkommen. Die Veranstaltungen finden Sie auch auf unserem YouTube-Kanal: www.youtube.com/UnimedizinMainz Weitere Themen von „Faszination Forschung“ im Sommersemester 2015:

  • 20.05.2015
  • Leben fast ohne Hämoglobin – vorübergehend bei Zeugen Jehovas Leben ohne Atmung – vorübergehend beim Atemstillstand
  • 17.06.2015
  • Aktueller Stand in der Behandlung Schlund- und Kehlkopfkarzinomen
Kontakt:
Univ.-Prof. Dr. med. Theodor Junginger e. m.,
Vorsitzender der Medizinische Gesellschaft Mainz e.V.
Telefon: 06131 17-4168, Fax: 06131 17-5516, E-Mail: junginger@uni-mainz.de Pressekontakt
Barbara Reinke,
Stabsstelle Kommunikation und Presse, Universitätsmedizin Mainz,
Telefon: 06131 17-7428, Fax: 06131 17-3496,
E-Mail: pr@unimedizin-mainz.de Über die Universitätsmedizin der Johannes Gutenberg-Universität Mainz
Die Universitätsmedizin der Johannes Gutenberg-Universität Mainz ist die einzige medizinische Einrichtung der Supramaximalversorgung in Rheinland-Pfalz und ein international anerkannter Wissenschaftsstandort. Sie umfasst mehr als 60 Kliniken, Institute und Abteilungen, die fächerübergreifend zusammenarbeiten. Hochspezialisierte Patientenversorgung, Forschung und Lehre bilden in der Universitätsmedizin Mainz eine untrennbare Einheit. Rund 3.300 Studierende der Medizin und Zahnmedizin werden in Mainz ausgebildet. Mit rund 7.500 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern ist die Universitätsmedizin zudem einer der größten Arbeitgeber der Region und ein wichtiger Wachstums- und Innovationsmotor. Weitere Informationen im Internet unter www.unimedizin-mainz.de   

Über die Universitätsmedizin der Johannes Gutenberg-Universität Mainz
Die Universitätsmedizin der Johannes Gutenberg-Universität Mainz ist die einzige medizinische Einrichtung der Supramaximalversorgung in Rheinland-Pfalz und ein international anerkannter Wissenschaftsstandort. Sie umfasst mehr als 60 Kliniken, Institute und Abteilungen, die fächerübergreifend zusammenarbeiten und jährlich rund 403.000 Menschen stationär und ambulant versorgen. Hochspezialisierte Patientenversorgung, Forschung und Lehre bilden in der Universitätsmedizin Mainz eine untrennbare Einheit. Rund 3.700 Studierende der Medizin und Zahnmedizin sowie rund 590 Fachkräfte in den verschiedensten Gesundheitsfachberufen, kaufmännischen und technischen Berufen werden hier ausgebildet. Mit rund 9.000 Mitarbeitenden ist die Universitätsmedizin Mainz zudem einer der größten Arbeitgeber der Region und ein wichtiger Wachstums- und Innovationsmotor. Weitere Informationen im Internet unter www.unimedizin-mainz.de
[Stand: 2024]

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