DFG fördert Forschungsprojekt des Centrums für Thrombose und Hämostase (CTH) an der Universitätsmedizin Mainz
Sepsis und akuter Lungenschaden stehen im Fokus
Die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) hat dem Leiter der Juniorgruppe für experimentelle Forschung im Bereich Thrombose und Hämostase am CTH, Dr. Markus Bosmann, umfangreiche Fördergelder bewilligt, um „Mechanismen der Immunregulation bei Sepsis und akutem Lungenschaden“ weiter zu erforschen. Das Hauptaugenmerk des aktuellen Forschungsvorhabens liegt auf der Bedeutung des Botenstoffes Interleukin-27. Dr. Bosmann arbeitet seit Mitte 2012 am CTH und wird die von ihm eingeworbenen rund 300.000 Euro mit einer Laufzeit von 36 Monaten für Personal- und Verbrauchsmittel verwenden. „Wir wollen der faszinierenden Frage nachgehen, welche molekularen Mechanismen die Freisetzung und Wirkungen von Interleukin-27 beeinflussen“, erläutert Dr. Bosmann. „Wir sind sehr glücklich, dass uns die DFG dabei unterstützen wird.“
In den letzten Jahren wurde zunehmend klarer, dass die Krankheitsbilder der Sepsis und des akuten Lungenschadens mit zunehmender Häufigkeit in der Bevölkerung auftreten. Beide Erkrankungen können als gegenseitige Komplikationen bei denselben Patienten vorkommen. Allerdings sind selbst mit der modernen Medizin die Behandlungsmöglichkeiten begrenzt. „Mit unserer Forschung wollen wir die Grundlagen dafür schaffen, damit in Zukunft zielgerichtete und wirksame Therapien entwickelt und angewendet werden können“, so Dr. Bosmann weiter.
Für das CTH ist die erfolgreiche Drittmitteleinwerbung auch ein wichtiges Indiz, dass das interdisziplinäre Konzept des CTH erste sichtbare Früchte trägt. „Dr. Bosmann arbeitet im von der DFG bewilligten Projekt eng mit der III. Medizinischen Klinik (Direktor Univ.-Prof. Dr. Theobald) zusammen, die als eine der zentralen Einrichtungen des CTH wichtige Impulse für einen dynamischen Ausbau unserer translationalen Forschung aktiviert“, freut sich Magnus M. Gees, Verwaltungsdirektor des CTH und erklärt: „Die nun verfügbaren Mittel werden es Dr. Bosmann ermöglichen, seine Gruppe nachhaltig zu verstärken und so dazu beitragen, dass das CTH sein Forschungsprofil erfolgreich erweitert.“
Dr. Bosmann ist Mitte 2012 aus den USA nach Mainz ans CTH gewechselt und arbeitet neben dem DFG-Projekt schwerpunktmäßig an Themen zu den Interaktionen der Blutgerinnung mit Entzündungsmechanismen ebenfalls mit Bezug zu den Krankheitsbildern Sepsis und akuter Lungenschaden.
Kontakt
Dr. Markus Bosmann, Leiter der Juniorgruppe „Experimentelle Forschung in T&H“, Telefon 06131 17-8277, E-Mail: markus.bosmann@unimedizin-mainz.de
Magnus M. Gees, Verwaltungsdirektor CTH, Universitätsmedizin Mainz,
Telefon 06131 17-6250, Fax 06131 17-3456, E-Mail: magnus.gees@unimedizin-mainz.de, Internet: www.cth-mainz.de
Pressekontakt
Barbara Reinke, Stabsstelle Kommunikation und Presse, Universitätsmedizin Mainz,
Telefon 06131 17-7428, Fax 06131 17-3496, E-Mail: pr@unimedizin-mainz.de
Über das CTH
Das Centrum für Thrombose und Hämostase (CTH) wird als Modellzentrum zur verbesserten Integration von Ausbildung, Forschung und Patientenversorgung unter einem translationalen Fokus vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) im Rahmen des nationalen Programm „Integrierte Forschungs- und Behandlungszentren (IFB)“ gefördert. Im CTH-Konzept wird die Schnittstelle zwischen Patientenbehandlung und Forschung neu definiert und so die Voraussetzung für Innovationen in der Gesundheitsversorgung geschaffen. Die Umsetzung von Erkenntnissen aus der Grundlagenforschung in die klinische Anwendung und umgekehrt ist dabei der Schlüssel zum Erfolg. Umgekehrt sollen klinische Beobachtungen als Anregung und Rückkoppelung direkt in die Grundlagenforschung einfließen.
Über die Universitätsmedizin der Johannes Gutenberg-Universität Mainz
Die Universitätsmedizin der Johannes Gutenberg-Universität Mainz ist die einzige Einrichtung dieser Art in Rheinland-Pfalz. Mehr als 60 Kliniken, Institute und Abteilungen gehören zur Universitätsmedizin Mainz. Mit der Krankenversorgung untrennbar verbunden sind Forschung und Lehre. Rund 3.500 Studierende der Medizin und Zahnmedizin werden in Mainz kontinuierlich ausgebildet. Weitere Informationen im Internet unter www.unimedizin-mainz.de
Die Universitätsmedizin der Johannes Gutenberg-Universität Mainz ist die einzige medizinische Einrichtung der Supramaximalversorgung in Rheinland-Pfalz und ein international anerkannter Wissenschaftsstandort. Sie umfasst mehr als 60 Kliniken, Institute und Abteilungen, die fächerübergreifend zusammenarbeiten und jährlich rund 403.000 Menschen stationär und ambulant versorgen. Hochspezialisierte Patientenversorgung, Forschung und Lehre bilden in der Universitätsmedizin Mainz eine untrennbare Einheit. Rund 3.700 Studierende der Medizin und Zahnmedizin sowie rund 590 Fachkräfte in den verschiedensten Gesundheitsfachberufen, kaufmännischen und technischen Berufen werden hier ausgebildet. Mit rund 9.000 Mitarbeitenden ist die Universitätsmedizin Mainz zudem einer der größten Arbeitgeber der Region und ein wichtiger Wachstums- und Innovationsmotor. Weitere Informationen im Internet unter www.unimedizin-mainz.de
[Stand: 2024]
Abonnieren Sie unsere RSS-Feeds
Aktuelle Meldungen:
www.unimedizin-mainz.de/rss
Aktuelle Stellenanangebote:
www.unimedizin-mainz.de/rss_jobs/rss.xml