Ein Drittel mehr blinde Menschen bis zum Jahr 2030
Neue Berechnungen der Augenärzte
Im Jahr 2030 wird es in Deutschland ein Drittel mehr blinde Menschen und hochgradig Sehbehinderte geben als heute. Das zeigen aktuelle Berechnungen von Dr. Christine Knauer und Prof. Dr. Norbert Pfeiffer von der Universitäts-Augenklinik in Mainz. Darum steht das Thema „Ophthalmologie in der alternden Gesellschaft – Herausforderung und Chance“ im Mittelpunkt der 104. Jahrestagung der Deutschen Ophthalmologischen Gesellschaft (DOG), die vom 21.-24. September in Berlinstattfindet. Die Podiumsdiskussion „Forschung und Lehre in Zeiten knapper Kassen – Die Zukunft der wissenschaftlichen Augenheilkunde“ am Donnerstag, den 21. September 2006 um 16.30 Uhr ist Teil der Eröffnungsveranstaltung der DOG-Jahrestagung. DOG-Präsident ist Prof. Norbert Pfeiffer, Direktor der Mainzer Universitäts-Augenklinik.
Moderiert von Gundula Gause (ZDF heute-journal) diskutieren bei der Podiumsdiskussion Prof. Dr. Jürgen Zöllner, Wissenschaftsminister und stellvertretender Ministerpräsident von Rheinland-Pfalz, Mainz, Dr. Frank Ulrich Montgomery, 1.Vorsitzender des Marburger Bundes, Hamburg, Rainer Brüderle, stellvertretender Vorsitzender der FDP-Bundestagsfraktion, Berlin, Rüdiger Strehl, Vorsitzender des Verbandes der Universitätsklinika Deutschlands, Tübingen, Prof. Dr. Eberhart Zrenner, Mitglied des Wissenschaftsrates, Tübingen und Prof. Dr. Norbert Pfeiffer, DOG-Präsident und Direktor der Mainzer Universitäts-Augenklinik.
Im Jahr 2030 wird es in Deutschland ein Drittel mehr blinde Menschen und hochgradig Sehbehinderte geben als heute, mindestens 178000. Das zeigen aktuelle Berechnungen von Dr. Christine Knauer und Prof. Dr. Norbert Pfeiffer von der Universitäts-Augenklinik in Mainz. Die Prognose der beiden Wissenschaftler belegt außerdem, dass die Zahl der Neuerblindungen bis zum Jahr 2030 um 60 Prozent steigen wird. „Die demographische Entwicklung lässt altersabhängige Augenerkrankungen unausweichlich steigen“, erklärt Professor Pfeiffer, Präsident der Deutschen Ophthalmologischen Gesellschaft (DOG) und Direktor der Mainzer Universitäts-Augenklinik. Dazu gehören etwa degenerative Netzhauterkrankungen wie die Makuladegeneration, das Glaukom („grüner Star“) und Linsentrübungen („Katarakt“ oder „grauer Star“).
Derzeit leben in Deutschland rund 145 000 Blinde und eine halbe Million Sehbehinderte. „Bei diesen Angaben handelt es sich jedoch um Untergrenzen“, betont Pfeiffer, „da die gesetzlichen Definitionen für Blindheit und Sehbehinderung in Deutschland sehr viel strenger und enger gefasst sind als in anderen Ländern.“
Diese Entwicklung gibt daher das Hauptthema der 104. Jahrestagung der Deutschen Ophthalmologischen Gesellschaft vor, die vom 21.-24. September 2006 in Berlin stattfinden wird: „Ophthalmologie in der alternden Gesellschaft - Herausforderung und Chance“. Neben den rein medizinischen Aspekten werden die rund 4000 Teilnehmer daher auch über Sozioökonomik und Krankheitskosten, Screening von Alterskrankheiten, Prävention und altersangepasste Therapie diskutieren.
Kontakt:
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Fon: 08157 93 97-0, Fax: 08157 93 97-97, E-Mail: presse@dog.org
Präsident der DOG
Prof. Dr. med. Norbert Pfeiffer
Direktor der Universitäts-Augenklinik Mainz, Langenbeckstraße 1, 55131 Mainz
Telefon: 06131 17 70 85, Telefax: 06131 17 66 20, E-mail: praesident@dog.org
Pressestelle des Universitätsklinikums Mainz
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E-Mail: presse@vorstand.klinik.uni-mainz.de
Die Universitätsmedizin der Johannes Gutenberg-Universität Mainz ist die einzige medizinische Einrichtung der Supramaximalversorgung in Rheinland-Pfalz und ein international anerkannter Wissenschaftsstandort. Sie umfasst mehr als 60 Kliniken, Institute und Abteilungen, die fächerübergreifend zusammenarbeiten und jährlich rund 403.000 Menschen stationär und ambulant versorgen. Hochspezialisierte Patientenversorgung, Forschung und Lehre bilden in der Universitätsmedizin Mainz eine untrennbare Einheit. Rund 3.700 Studierende der Medizin und Zahnmedizin sowie rund 590 Fachkräfte in den verschiedensten Gesundheitsfachberufen, kaufmännischen und technischen Berufen werden hier ausgebildet. Mit rund 9.000 Mitarbeitenden ist die Universitätsmedizin Mainz zudem einer der größten Arbeitgeber der Region und ein wichtiger Wachstums- und Innovationsmotor. Weitere Informationen im Internet unter www.unimedizin-mainz.de
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