Ein Mitarbeiter der Universitätsmedizin Mainz an Tuberkulose erkrankt

Kein Grund zur Sorge – sensible Beobachtung und ärztliche Untersuchung der direkten Kontaktpersonen eingeleitet

An der Universitätsmedizin Mainz ist ein Mitarbeiter an offener Tuberkulose (Tb) erkrankt. Der Infektionsweg ist ungeklärt. Grund zur Sorge besteht allerdings nicht, da das Ansteckungsrisiko gering und eine erkannte Tuberkulose im Allgemeinen gut heilbar ist. Um eine etwaige Ausbreitung der meldepflichtigen Krankheit jedoch zu verhindern, arbeitet die Universitätsmedizin Mainz eng mit dem Gesundheitsamt des Landkreises Mainz-Bingen zusammen. Alle Personen, die mit dem betroffenen Mitarbeiter direkten Kontakt hatten, wurden bereits über die weitere Vorgehens- und Verhaltensweise informiert. Tuberkulose ist eine durch Bakterien verursachte Erkrankung, die zwar weltweit zu den häufigsten Infektionskrankheiten gehört, jedoch in Deutschland nur noch 5000 bis 6000 Erkrankte pro Jahr zählt. Eine Ansteckung erfolgt mittels Tröpfchenübertragung, so dass diese nahezu an allen Orten möglich ist, wie beispielsweise beim Einkaufen, im Kino oder im Flugzeug. Meist befällt Tuberkulose die Lunge, es können aber auch andere Organe betroffen sein. Bei gesunden Menschen ist das Ansteckungsrisiko allerdings gering. Mittels Antibiotika-Therapie ist die Erkrankung heute im Allgemeinen gut heilbar. Von der für den Landkreis Mainz-Bingen und die Stadt Mainz zuständigen Meldebehörde, dem Gesundheitsamt Mainz-Bingen, werden im Jahr rund 20 bis 25 Fälle von Tuberkulose registriert. Gemeinsam mit dem Betroffenen werden die Kontaktpersonen im Rahmen einer Umgebungsuntersuchung des nahen Umfeldes des Betroffenen ermittelt, informiert und entweder im Gesundheitsamt oder vom Hausarzt ärztlich untersucht. Hierdurch soll die Infektionskette unterbrochen und eine Weiterverbreitung verhindert werden.  „Dank einer hervorragenden und regelmäßigen Betreuung der Mitarbeiter durch unsere Betriebsärztliche Dienststelle sind unentdeckte Infektionen sehr selten. In den vergangen zwölf Jahren sind nur vier Fälle von Tuberkulose bei Mitarbeitern der Universitätsmedizin Mainz aufgetreten. Im Bundesvergleich ist dies sogar unterdurchschnittlich“, erläutert Prof. Dr. Norbert Pfeiffer, Medizinischer Vorstand der Universitätsmedizin der Johannes Gutenberg-Universität Mainz. „Alle Betroffenen konnten durch die gute, interdisziplinäre Zusammenarbeit erfolgreich therapiert werden. Das wünschen wir uns natürlich auch für diesen Fall.“

Über die Universitätsmedizin der Johannes Gutenberg-Universität Mainz
Die Universitätsmedizin der Johannes Gutenberg-Universität Mainz ist die einzige medizinische Einrichtung der Supramaximalversorgung in Rheinland-Pfalz und ein international anerkannter Wissenschaftsstandort. Sie umfasst mehr als 60 Kliniken, Institute und Abteilungen, die fächerübergreifend zusammenarbeiten und jährlich rund 403.000 Menschen stationär und ambulant versorgen. Hochspezialisierte Patientenversorgung, Forschung und Lehre bilden in der Universitätsmedizin Mainz eine untrennbare Einheit. Rund 3.700 Studierende der Medizin und Zahnmedizin sowie rund 590 Fachkräfte in den verschiedensten Gesundheitsfachberufen, kaufmännischen und technischen Berufen werden hier ausgebildet. Mit rund 9.000 Mitarbeitenden ist die Universitätsmedizin Mainz zudem einer der größten Arbeitgeber der Region und ein wichtiger Wachstums- und Innovationsmotor. Weitere Informationen im Internet unter www.unimedizin-mainz.de
[Stand: 2024]

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