Fingerspitzengefühl gefragt – Computer Kids gesucht
Studie soll Aufschluss über Fingerfertigkeiten geben
Minimal-invasive Eingriffe, im Volksmund auch Schlüssellochoperationen genannt, gehören heutzutage zum Standard in der modernen Medizin. Mit einer wissenschaftlichen Untersuchung will die Klinik und Poliklinik für Kinderchirurgie des Klinikums der Johannes Gutenberg-Universität Mainz jetzt herausfinden, wie man die dazu nötige Fingerfertigkeit am besten trainiert und ob beispielsweise Kinder mit Erfahrungen beim Computerspielen die minimal-invasive Technik schneller lernen als Kinder ohne diese Erfahrung. Die Klinik und Poliklinik für Kinderchirurgie des Klinikums der Johannes Gutenberg-Universität Mainz ist international bekannt für ihre Erfahrung mit der minimal-invasiven Chirurgie bei Kindern. So werden in Mainz jährlich rund 30 Prozent der operativen Eingriffe bei Kindern minimal-invasiv durchgeführt. „Es ist bis heute völlig unbekannt, in welchem Alter der Mensch die für die minimal-invasive Chirurgie beste motorische Eignung aufweist. Es kann gut sein, dass Ärzte zu dem Zeitpunkt, an dem sie das Operieren und speziell die minimal-invasive Chirurgie erlernen, eigentlich dafür schon zu alt sind und dass man Studierende schon ab dem ersten Jahr ihres Studiums die Chirurgie trainieren lassen sollte. Diese und weitere offene Fragen wollen wir mit dieser Studie beantworten“, erklärt der Leiter der Klinik und Poliklinik für Kinderchirurgie, Prof. Dr. Felix Schier. Die Kinderchirurgie sucht daher Kinder aller Altersgruppen, die Erfahrungen im Computerspielen haben und die einmal an einem Simulator fast echte minimal-invasive chirurgische Eingriffe durchführen wollen. Ähnlich wie bei richtigen Patienten können die Kinder schneiden und nähen. Jedes Kind wird etwa eineinhalb Stunden „operieren“. Eltern, deren Kinder Interesse haben an der Studie teilzunehmen, werden gebeten mit Dr. Jörg Beardi unter folgender E-Mail-Adresse einen Termin abzusprechen: beardi@unfall.klinik.uni-mainz.de.
Die Universitätsmedizin der Johannes Gutenberg-Universität Mainz ist die einzige medizinische Einrichtung der Supramaximalversorgung in Rheinland-Pfalz und ein international anerkannter Wissenschaftsstandort. Sie umfasst mehr als 60 Kliniken, Institute und Abteilungen, die fächerübergreifend zusammenarbeiten und jährlich rund 403.000 Menschen stationär und ambulant versorgen. Hochspezialisierte Patientenversorgung, Forschung und Lehre bilden in der Universitätsmedizin Mainz eine untrennbare Einheit. Rund 3.700 Studierende der Medizin und Zahnmedizin sowie rund 590 Fachkräfte in den verschiedensten Gesundheitsfachberufen, kaufmännischen und technischen Berufen werden hier ausgebildet. Mit rund 9.000 Mitarbeitenden ist die Universitätsmedizin Mainz zudem einer der größten Arbeitgeber der Region und ein wichtiger Wachstums- und Innovationsmotor. Weitere Informationen im Internet unter www.unimedizin-mainz.de
[Stand: 2024]
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