Gut für Herz und Kreislauf
Dritter Vortragsabend der Reihe „Medizin: Faszination Forschung“ gibt am 21. April Einblick in aktuelle Forschungsprojekte zu oxidativem Stress
Bei dem dritten Vortragsabend der Reihe „Medizin: Faszination Forschung“ am Mittwoch, 21. April 2010, dreht sich ab 19.15 Uhr alles um den oxidativen Stress. Diese aggressiven Sauerstoffverbindungen verursachen viele gravierende Krankheiten beim Menschen wie Herz-Kreislauf-Erkrankungen, chronische Entzündungen und Krebs. Wissenschaftler des Instituts für Pharmakologie der Universitätsmedizin Mainz sind auf der Suche nach einer therapeutischen Strategie, wie sich oxidativer Stress künftig eindämmen lässt. Bei der gemeinsamen Veranstaltung der Universitätsmedizin Mainz, der Medizinischen Gesellschaft und der Mainzer Rhein-Zeitung berichten Univ.-Prof. Dr. Ulrich Förstermann, Dr. Andrea Pautz, Dr. Sven Horke und Priv.-Doz. Dr. Huige Li aus ihren Forschungsgebieten. Geplant sind vier Vorträge mit jeweils 15 Minuten. Anschließend ist Zeit für Fragen. Der kostenlose Vortragsabend findet im Hörsaal der Chirurgie (Geb. 505H), Universitätsmedizin Mainz, Langenbeckstraße 1, 55131 Mainz, statt. Der Weg ist ausgeschildert. Alle Interessierten sind herzlich willkommen! In der Einführung erklärt Univ.-Prof. Dr. Ulrich Förstermann, Direktor des Instituts für Pharmakologie, wann oxidativer Stress eintritt und wieso die vermehrte Bildung dieser aggressiven Sauerstoffverbindungen den Körper schädigen kann. Dr. Andrea Pautz erforscht chronische Entzündungen als neue Risikofaktoren für die Entstehung von Arteriosklerose. Sie beantwortet anschließend die Frage, wie sich neue entzündungshemmende Naturstoffe als Alternative zu den bisher in der Rheumatherapie verwendeten Medikamenten erweisen könnten. Untersuchungen am Institut für Pharmakologie haben gezeigt, dass das humane Enzym Paraoxonase-2 (PON2) die Bildung oxidativen Stresses an Zellen reduziert. Beim Vortrag von Dr. Sven Horke werden die Vorlesungsgäste erfahren, dass PON2 vaskuläre Zellen schützt und so der Atherosklerose entgegen wirkt. Diese positive Wirkung nutzen jedoch auch Tumorzellen, um ihr Überleben zu sichern. Daher könnte eine Vermehrung dieses Proteins kardiovaskulären Erkrankungen entgegenwirken, wohingegen die Verminderung des PON2-Proteins eine sinnvolle Therapieergänzung bei bestimmten Tumoren darstellen könnte. Abschließend geht Priv.-Doz. Dr. Huige Li der Frage nach, wie sich oxidativer Stress im Herz-Kreislaufsystem bekämpfen lässt. Die Mainzer Pharmakologen sind hier auf der Suche nach einem pharmakologisch aktivierbaren molekularen Schalter, der so zum Schlüssel eines neues Therapieprinzips werden könnte. Die Vortragsreihe „Medizin: Faszination Forschung“ ist ein gemeinsames Projekt der Universitätsmedizin Mainz und der Medizinischen Gesellschaft. Mit diesem Forum möchten sie der Bevölkerung zeigen, was Medizin und medizinische Forschung alles leisten kann. Interessierte können noch bis Juni an zwei weiteren Abenden verschiedene Mediziner live erleben und Einblicke in aktuelle medizinische Forschungsprojekte der Universitätsmedizin gewinnen. „Medizin: Faszination Forschung“ wird in Kooperation mit der Mainzer Rhein-Zeitung durchgeführt. Weitere Termine:
- 19.05.2010: Für ein offenes Ohr – Forschung an der Hals-, Nasen- und Ohrenklinik
- 16.06.2010: Für ein heiles Gehirn – Interdisziplinäre Forschung zu Hirndurchblutungsstörungen
- Pressemitteilung (PDF 57,5 KB)
Univ.-Prof. Dr. med. Theodor Junginger
Vorsitzender der Medizinische Gesellschaft Mainz e.V.
Telefon: 06131 17-4168, Fax: 06131 17-5516
E-Mail: junginger@uni-mainz.de Über die Universitätsmedizin der Johannes Gutenberg-Universität Mainz
Die Universitätsmedizin der Johannes Gutenberg-Universität Mainz ist die einzige Einrichtung dieser Art in Rheinland-Pfalz. Mehr als 50 Kliniken, Institute und Abteilungen sowie zwei Einrichtungen der medizinischen Zentralversorgung – die Apotheke und die Transfusionszentrale – gehören zur Universitätsmedizin Mainz. Mit der Krankenversorgung untrennbar verbunden sind Forschung und Lehre. Rund 3.500 Studierende der Medizin und Zahnmedizin werden in Mainz kontinuierlich ausgebildet. Weitere Informationen finden Sie im Internet unter www.unimedizin-mainz.de
Die Universitätsmedizin der Johannes Gutenberg-Universität Mainz ist die einzige medizinische Einrichtung der Supramaximalversorgung in Rheinland-Pfalz und ein international anerkannter Wissenschaftsstandort. Sie umfasst mehr als 60 Kliniken, Institute und Abteilungen, die fächerübergreifend zusammenarbeiten und jährlich rund 403.000 Menschen stationär und ambulant versorgen. Hochspezialisierte Patientenversorgung, Forschung und Lehre bilden in der Universitätsmedizin Mainz eine untrennbare Einheit. Rund 3.700 Studierende der Medizin und Zahnmedizin sowie rund 590 Fachkräfte in den verschiedensten Gesundheitsfachberufen, kaufmännischen und technischen Berufen werden hier ausgebildet. Mit rund 9.000 Mitarbeitenden ist die Universitätsmedizin Mainz zudem einer der größten Arbeitgeber der Region und ein wichtiger Wachstums- und Innovationsmotor. Weitere Informationen im Internet unter www.unimedizin-mainz.de
[Stand: 2024]
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