Gut für Herz und Seele
Zweiter Vortragsabend der Reihe „Medizin: Faszination Forschung“ – Wissenschaftler geben am 24. Februar Einblick in die Gutenberg-Herzstudie
Im Mittelpunkt des zweiten Vortragsabend in der Reihe „Medizin: Faszination Forschung“ am 24. Februar 2010 ab 19.15 Uhr steht die Gutenberg-Herz-Studie. Rund 17.000 Frauen und Männer aus Mainz und dem Kreis Mainz-Bingen werden im Rahmen dieser klinischen Langzeitstudie untersucht, um mehr über Risikofaktoren für Herz-Kreislauf-Erkrankungen im Rhein-Main-Gebiet zu erfahren. Vier Mainzer Wissenschaftler aus der Kardiologie, Laboratoriumsmedizin, Augenheilkunde und Psychosomatik berichten bei der gemeinsamen Veranstaltung der Universitätsmedizin Mainz, der Medizinischen Gesellschaft und der Mainzer Rheinzeitung aus ihren Forschungsgebieten. Geplant sind vier Vorträge mit jeweils 15 Minuten. Anschließend ist Zeit für Fragen. Der Vortragsabend findet im Hörsaal der Chirurgie (Geb. 505H), Universitätsmedizin Mainz, Langenbeckstraße 1, statt. Der Eintritt ist frei. Alle Interessierten sind herzlich willkommen! Prof. Dr. Karl Lackner, Direktor des Instituts für Klinische Chemie und Laboratoriumsmedizin, wird in die Thematik einführen und referiert über die Prävention von Herz-Kreislauf-Erkrankungen, insbesondere des Herzinfarkts. Um das Risiko eines Herzinfarkts abschätzen zu können, unterscheidet man Patienten mit niedrigem, mittlerem und hohem Risiko. Das Problem ist, dass gerade bei Patienten mit niedrigem Risiko unerwartet viele Herzinfarkte auftreten. Durch Erfassung eine Vielzahl von Parametern, zu denen auch die Lebensgewohnheiten, Belastungen, aber auch genetische Untersuchungen gehören, soll ein Profil erstellt werden, das eine Vorhersage für einen späteren Herzinfarkt und entsprechende Vorbeugung erlaubt. Als Leiter der Gutenberg-Herz-Studie erklärt Prof. Dr. Stefan Blankenberg, welche umfassenden Untersuchungen auf dem Gebiet von Herz-Kreislauf-Erkrankungen in Mainz durchgeführt und wie daraus gewonnene Erkenntnisse in die Prävention dieser Erkrankungen übertragen werden können. Auch erlaubt er einen Blick hinter die Kulissen dieser Studie, die mit etwa 17.000 Teilnehmern zu einer der größten weltweit gehört. Prof. Dr. Norbert Pfeiffer, Direktor der Augenklinik und Poliklinik, erforscht in der Gutenberg-Herzstudie, ob Gefäßveränderungen am Augenhintergrund vollständig parallel gehen mit denen im übrigen Körper, insbesondere auch in den Herzkranzgefäßen. Für die Beantwortung dieser Fragestellung eignet sich speziell das Auge, da es die einzige Stelle im menschlichen Körper ist, an dem man Blutgefässe direkt beobachten kann. Tatsächlich spiegelt es den Gefäßstatus des übrigen Körpers wieder. Prof. Dr. Manfred E. Beutel, Direktor der Klinik und Poliklinik für Psychosomatische Medizin und Psychotherapie, untersucht in der interdisziplinären Studie den wechselseitigen Zusammenhang zwischen Depression, Angst, Persönlichkeit und koronarer Herzerkrankung. Dabei gehen die Wissenschaftler insbesondere den Fragen nach, welche Mechanismen (bspw. Gesundheitsverhalten, physiologische Stressreaktionen) das Risiko von Depression auf das Herz-Kreislaufsystem erklären, und wie Herz-Kreislauf-Erkrankungen Depressionen auslösen. Auch geht es darum herauszufinden, welche gemeinsamen genetischen und umweltbezogenen Ursachen es für Depressionen und Herzerkrankungen gibt und wie depressive Herzkranke optimal versorgt werden können. Die Moderation der Veranstaltung übernehmen Prof. Dr. Thomas Münzel, Direktor der II. Medizinischen Klinik und Poliklinik der Universitätsmedizin Mainz, und Redaktionschef der Mainzer Rhein-Zeitung, Thomas K. Slotwinski. Die Vortragsreihe „Medizin: Faszination Forschung“ ist ein gemeinsames Projekt der Universitätsmedizin Mainz und der Medizinischen Gesellschaft. Mit diesem Forum möchten sie der Bevölkerung zeigen, was die Medizin und medizinische Forschung alles einen leisten kann. Interessierte können noch bis Juni an drei weiteren Abenden verschiedene Mediziner live erleben und Einblicke in aktuelle medizinische Forschungsprojekte der Universitätsmedizin gewinnen. „Medizin: Faszination Forschung“ wird in Kooperation mit der Mainzer Rhein Zeitung durchgeführt. Weitere Termine:
- 21.04.2010: Gut für Herz und Kreislauf – Forschung am Pharmakologischen Institut
- 19.05.2010: Für ein offenes Ohr – Forschung an der Hals-, Nasen- und Ohrenklinik
- 16.06.2010: Für ein heiles Gehirn – Interdisziplinäre Forschung zu Hirndurchblutungsstörungen
Univ.-Prof. Dr. med. Theodor Junginger e. m.
Vorsitzender der Medizinische Gesellschaft Mainz e.V.
Telefon: 06131 17-4168, Fax: 06131 17-5516
E-Mail: junginger@uni-mainz.de Über die Universitätsmedizin der Johannes Gutenberg-Universität MainzDie Universitätsmedizin der Johannes Gutenberg-Universität Mainz ist die einzige Einrichtung dieser Art in Rheinland-Pfalz. Mehr als 50 Kliniken, Institute und Abteilungen sowie zwei Einrichtungen der medizinischen Zentralversorgung – die Apotheke und die Transfusionszentrale – gehören zur Universitätsmedizin Mainz. Mit der Krankenversorgung untrennbar verbunden sind Forschung und Lehre. Rund 3.500 Studierende der Medizin und Zahnmedizin werden in Mainz kontinuierlich ausgebildet. Weitere Informationen finden Sie im Internet unter www.unimedizin-mainz.de
Die Universitätsmedizin der Johannes Gutenberg-Universität Mainz ist die einzige medizinische Einrichtung der Supramaximalversorgung in Rheinland-Pfalz und ein international anerkannter Wissenschaftsstandort. Sie umfasst mehr als 60 Kliniken, Institute und Abteilungen, die fächerübergreifend zusammenarbeiten und jährlich rund 403.000 Menschen stationär und ambulant versorgen. Hochspezialisierte Patientenversorgung, Forschung und Lehre bilden in der Universitätsmedizin Mainz eine untrennbare Einheit. Rund 3.700 Studierende der Medizin und Zahnmedizin sowie rund 590 Fachkräfte in den verschiedensten Gesundheitsfachberufen, kaufmännischen und technischen Berufen werden hier ausgebildet. Mit rund 9.000 Mitarbeitenden ist die Universitätsmedizin Mainz zudem einer der größten Arbeitgeber der Region und ein wichtiger Wachstums- und Innovationsmotor. Weitere Informationen im Internet unter www.unimedizin-mainz.de
[Stand: 2024]
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