Hochmoderner Neubau der Kardiologie nimmt Betrieb auf

Erster Patient im neuen Gebäude begrüßt

Die Kardiologie an der Universitätsmedizin Mainz hat ein neues Gebäude bezogen und in Betrieb genommen. In dem Neubau mit der Nummer 401K ist die Rhythmologie untergebracht. Das ist der Teilbereich innerhalb der Kardiologie, der sich mit allen Formen von Herzrhythmusstörungen beschäftigt. Herzstück des neuen Gebäudes sind drei hochmoderne Herzkatheterlabore – die höchsten technischen und hygienischen Ansprüchen genügen und teils mit einer im Erdgeschoss angesiedelten kardiologischen Praxis gemeinsam betrieben werden. Heute wurde der erste Patient begrüßt. Am 1. November 2015 wurde aus der II. Medizinischen Klinik und Poliklinik der Universitätsmedizin Mainz das Zentrum für Kardiologie. Unter diesem gemeinsamen Dach wurden zwei Bereiche etabliert – die Kardiologie I unter Leitung von Univ.-Prof. Dr. Thomas Münzel und die Kardiologie II unter Leitung von Univ.-Prof. Dr. Thomas Rostock. Die Kardiologie I umfasst die allgemeine und interventionenelle Kardiologie, die Angiologie und die internistische Intensivmedizin, die Kardiologie II die so genannte Rhythmologie, die alle Formen von Herzrhythmusstörungen behandelt. Die häufigste und klinisch bedeutsamste Herzrhythmusstörung ist das Vorhofflimmern. In Deutschland leiden daran fast 1,8 Millionen Menschen – aufgrund der alternden Gesellschaft ist die Tendenz von Jahr zu Jahr steigend. „Insofern ist es strategisch richtig, die Rhythmologie weiter zu stärken“, betont Prof. Dr. Babette Simon, Vorstandsvorsitzende und Medizinischer Vorstand der Universitätsmedizin Mainz. „Dazu gehört auch die Schaffung optimaler räumlicher Bedingungen. Ich freue mich, dass wir unsere Kardiologie in diesem Sinne durch den Neubau erweitern und diesen jetzt in Betrieb nehmen können. Diese Ausweitung ist sicher eine sehr gute Investition in die Zukunft.“ Gemeinsam mit den beiden Direktoren der Kardiologie I und II, Professor Münzel und Professor Rostock, begrüßte sie heute mit Lutz Warlich den ersten Patienten, der in dem neuen Gebäude behandelt wurde. Während die Kardiologie I weiterhin im Gebäude 605 zu finden ist, hat die Kardiologie II in den letzten Wochen ihr neues Gebäude bezogen. Der viergeschossige Neubau ist klar strukturiert: Im Erdgeschoss ist die kardiologische Praxis CardioAkut eingezogen, die bislang im Gebäude 605 neben der Brustschmerzeinheit (CPU) ihre Räume hatte. Im ersten Stock befinden sich Büros sowie verschiedene Untersuchungs- und Behandlungsräume für die Funktionsdiagnostik, wie beispielsweise EKG, Ultraschall oder Blutentnahmen. Im wahrsten und übertragenen Sinne das Herzstück des neuen Gebäudes ist das zweite Obergeschoss mit zwei hochmodernen elektrophysiologischen Herzkatheterlaboren. Eines davon ist als Hybrid-OP ausgestattet und genügt höchsten technischen und hygienischen Anforderungen. „Patienten mit Herzrhythmusstörungen untersuchen und behandeln wir mit einer speziellen Form der Herzkatheteruntersuchung – der elektrophysiologischen Untersuchung“, berichtet Thomas Rostock. „Ziel ist es, Näheres über die Art der Rhythmusstörung zu erfahren und diese idealerweise auch gleich durch elektrische Impulse zu behandeln. Hierzu bieten unsere neuen Herzkatheterlabore beste Voraussetzungen.“ Im dritten Obergeschoss schließlich ist eine Station mit 19 Betten untergebracht. „Der Clou ist, das wir alle unsere Patienten mit einer telemetrischen Überwachung ausstatten können“, so Professor Rostock. „Das bedeutet, dass sie trotz Überwachung der Vitalparameter, wie dies nach elektrophysiologischen Eingriffen nötig ist, mobil und nicht an eine statische Monitorüberwachung angeschlossen sind. Die Patienten können sich frei bewegen, ohne auf das Monitoring Rücksicht nehmen zu müssen.“ Die Atmosphäre im gesamten Gebäude ist licht und luftig, die einzelnen Bereiche sind sehr großzügig angelegt. Trotz des neuen Gebäudes bleiben die Wege zwischen Kardiologie I und II kurz – dank des Skywalks auf Höhe des zweiten Obergeschosses, der beide Gebäude auf Ebene der Herzkatheterlabore miteinander verbindet. So ist im Notfall ein schneller Transport der Patienten gewährleistet und auch für die Mitarbeiter ist dies eine komfortable Situation, die lange Wege im Freien vermeidet. „Die moderne Kardiologie wird immer umfassender, komplexer und spezieller. Das bilden wir mit unserer neuen Zentrumsstruktur und den Bereichen Kardiologie I und II in idealer Weise ab“, betont Professor Münzel. „Wichtig ist es, solche Trends der Zeit möglichst früh zu erkennen und eine Vorreiterrolle einzunehmen. Durch die strukturelle und räumliche Erweiterung der Kardiologie sind wir eines der größten Kardiozentren in Deutschland. Das umfassende medizinische Versorgungsangebot, das alle kardiologischen Disziplinen umfasst, zusammen mit den großzügigen Räumlichkeiten, die uns nun zur Verfügung stehen, macht die Kardiologie der Universitätsmedizin Mainz für Patienten noch attraktiver.“ Bildunterschrift
Gemeinsam mit den beiden Direktoren der Kardiologie I und II, Professor Münzel (l.) und Professor Rostock (r.) begrüßt die Vorstandsvorsitzende, Professor Babette Simon, mit Lutz Warlich den ersten Patienten, der in dem neuen Gebäude behandelt wurde.
Foto: Thomas Böhm, Universitätsmedizin Mainz Pressekontakt
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Telefon 06131 17-7428, Fax 06131 17-3496,
E-Mail: pr@unimedizin-mainz.de Über die Universitätsmedizin der Johannes Gutenberg-Universität Mainz
Die Universitätsmedizin der Johannes Gutenberg-Universität Mainz ist die einzige medizinische Einrichtung der Supramaximalversorgung in Rheinland-Pfalz und ein international anerkannter Wissenschaftsstandort. Sie umfasst mehr als 60 Kliniken, Institute und Abteilungen, die fächerübergreifend zusammenarbeiten. Hochspezialisierte Patientenversorgung, Forschung und Lehre bilden in der Universitätsmedizin Mainz eine untrennbare Einheit. Rund 3.300 Studierende der Medizin und Zahnmedizin werden in Mainz ausgebildet. Mit rund 7.500 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern ist die Universitätsmedizin zudem einer der größten Arbeitgeber der Region und ein wichtiger Wachstums- und Innovationsmotor. Weitere Informationen im Internet unter www.unimedizin-mainz.de

Über die Universitätsmedizin der Johannes Gutenberg-Universität Mainz
Die Universitätsmedizin der Johannes Gutenberg-Universität Mainz ist die einzige medizinische Einrichtung der Supramaximalversorgung in Rheinland-Pfalz und ein international anerkannter Wissenschaftsstandort. Sie umfasst mehr als 60 Kliniken, Institute und Abteilungen, die fächerübergreifend zusammenarbeiten und jährlich rund 403.000 Menschen stationär und ambulant versorgen. Hochspezialisierte Patientenversorgung, Forschung und Lehre bilden in der Universitätsmedizin Mainz eine untrennbare Einheit. Rund 3.700 Studierende der Medizin und Zahnmedizin sowie rund 590 Fachkräfte in den verschiedensten Gesundheitsfachberufen, kaufmännischen und technischen Berufen werden hier ausgebildet. Mit rund 9.000 Mitarbeitenden ist die Universitätsmedizin Mainz zudem einer der größten Arbeitgeber der Region und ein wichtiger Wachstums- und Innovationsmotor. Weitere Informationen im Internet unter www.unimedizin-mainz.de
[Stand: 2024]

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