Impuls für die neurowissenschaftliche Spitzenforschung
Universitätsmedizin Mainz und Fachbereich Medizin der Johann Wolfgang Goethe-Universität Frankfurt kooperieren auf dem Feld der Neurowissenschaften
Die Universitätsmedizin der Johannes Gutenberg-Universität Mainz (JGU) und der Fachbereich Medizin der Johann Wolfgang Goethe-Universität Frankfurt am Main (GU) haben eine Zusammenarbeit mit dem Ziel vereinbart, den beiderseitigen Forschungsschwerpunkt Neurowissenschaften auszubauen. Die Kooperation soll die internationale Wettbewerbsfähigkeit in Forschung und Lehre auf dem Gebiet der Neurowissenschaften stärken, wissenschaftliche Exzellenz fördern und der Verbundforschung den Weg ebnen. Im Fokus der Neurowissenschaften stehen Erkrankungen wie Multiple Sklerose, Alzheimer, Morbus Parkinson oder Schlaganfälle.
„Der Verbundforschung gehört die Zukunft. Gerade bei den komplexen Fragestellungen der Neurowissenschaften an der Schnittstelle von Medizin und Biologie hat der interdisziplinäre Ansatz große Aussichten auf Erfolg. Deshalb ist diese Kooperation, in der gemeinsame Forschungsprojekte intendiert sind, für beide Universitäten durchaus richtungweisend“, sagt der Wissenschaftliche Vorstand der Universitätsmedizin Mainz, Univ.-Prof. Dr. Dr. Reinhard Urban. „Mit der Kooperation stellen wir die Weichen für eine länderübergreifende Spitzenforschung. Wir legen damit den Grundstein für gebündelte Forschungsexzellenz. Beide Kooperationspartner werden von der Zusammenarbeit profitieren“, ist der Medizinische Vorstand und Vorstandsvorsitzende der Universitätsmedizin Mainz, Univ.-Prof. Dr. Guido Adler, überzeugt.
Künftige Verbundforschungsprojekte wollen die beiden Kooperationspartner über die neurowissenschaftliche Plattform „Rhine-Main-Neuroscience-Network (rmn²) koordinieren. Es handelt sich dabei um eine gemeinsam von JGU und GU in 2010 eingerichtete Forschungsplattform, in die künftig auch außeruniversitäre Forschungsinstitute eingebunden sein sollen. „Die strategische Kooperation nicht nur zwischen universitären Forschungsstandorten, sondern unter Einbeziehung auch außeruniversitärer Forschungseinrichtungen wird zukünftig die Rhein-Main-Region im Wettbewerb mit anderen Regionen nachhaltig stärken“, unterstreicht der Dekan des Fachbereichs Medizin der GU, Univ.-Prof. Dr. Josef Pfeilschifter.
Das große Plus der neuen Kooperation ist vor allem, dass Forschergruppen beider Universitäten Zugang zu Forschungsgeräten des jeweils anderen Kooperationspartners erhalten. „Gerade für Fortschritte auf dem Gebiet der Neurowissenschaften ist der Einsatz von sehr teuren Großgeräten immens wichtig. Mit einem Magnetresonanztomographen (MRT) lassen sich beispielsweise aufwendige Querschnittaufnahmen des menschlichen Gehirns machen. Diese Schnittbilder sind ein zentraler Baustein für das Verständnis der Prozesse im Gehirn und somit der Schlüssel zur Erforschung neurologischer und psychiatrischer Erkrankungen“, so Prof. Urban. „Damit haben wir auch Zugang zu vollkommen neuen therapeutischen Strategien zur Behandlung der eminent wichtigen neurologischen Erkrankungen“, ergänzt Prof. Pfeilschifter.
Deutlich soll auch die Lehre von der neuen Zusammenarbeit profitieren: So wollen die Kooperationspartner ihre graduale und postgraduale Ausbildung auf dem Gebiet der Neurowissenschaften aufeinander ausrichten. In diesem Zusammenhang sollen die gemeinsame Vergabe akademischer Grade sowie der Austausch von Studierenden und Dozenten ermöglicht werden. Des Weiteren wollen sich die Universitätsmedizin Mainz und der Fachbereich Medizin der GU bei der Berufung von Professorinnen und Professoren abstimmen.
Pressemitteilung (PDF 53,5 KB)
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Pressekontakt
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Über die Universitätsmedizin der Johannes Gutenberg-Universität Mainz
Die Universitätsmedizin der Johannes Gutenberg-Universität Mainz ist die einzige Einrichtung dieser Art in Rheinland-Pfalz. Mehr als 60 Kliniken, Institute und Abteilungen sowie zwei Einrichtungen der medizinischen Zentralversorgung – die Apotheke und die Transfusionszentrale – gehören zur Universitätsmedizin Mainz. Mit der Krankenversorgung untrennbar verbunden sind Forschung und Lehre. Rund 3.500 Studierende der Medizin und Zahnmedizin werden in Mainz kontinuierlich ausgebildet. Weitere Informationen im Internet unter www.unimedizin-mainz.de
Die Universitätsmedizin der Johannes Gutenberg-Universität Mainz ist die einzige medizinische Einrichtung der Supramaximalversorgung in Rheinland-Pfalz und ein international anerkannter Wissenschaftsstandort. Sie umfasst mehr als 60 Kliniken, Institute und Abteilungen, die fächerübergreifend zusammenarbeiten und jährlich rund 403.000 Menschen stationär und ambulant versorgen. Hochspezialisierte Patientenversorgung, Forschung und Lehre bilden in der Universitätsmedizin Mainz eine untrennbare Einheit. Rund 3.700 Studierende der Medizin und Zahnmedizin sowie rund 590 Fachkräfte in den verschiedensten Gesundheitsfachberufen, kaufmännischen und technischen Berufen werden hier ausgebildet. Mit rund 9.000 Mitarbeitenden ist die Universitätsmedizin Mainz zudem einer der größten Arbeitgeber der Region und ein wichtiger Wachstums- und Innovationsmotor. Weitere Informationen im Internet unter www.unimedizin-mainz.de
[Stand: 2024]
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