Informationsveranstaltung zum Welt-Lupus-Tag

Öffentliche Veranstaltung für Betroffene und Interessierte am Mittwoch, 10. Mai 2006 im Favorite Parkhotel

Wenn sich das Immunsystem gegen den eigenen Körper richtet, ist dieser schnell überlistet – so wie bei Patienten, die unter der Erkrankung Lupus erythematodes leiden. Hier zerstören Antikörper – also die Werkzeuge des Immunsystems – die gesunden Zellen des eigenen Körpers, statt sich gegen Viren oder Bakterien zu wenden.

Der Lupus erythematodes ist eine chronisch-entzündliche Autoimmunerkrankung, die schubweise verläuft und zu lebenslangen Behinderungen führen oder sogar lebensbedrohlich sein kann. Dennoch ist sie nicht sehr bekannt. Aus Anlass des jährlich am 10. Mai stattfindenden Welt-Lupus-Tages laden die I. Medizinische Klinik des Universitätsklinikums Mainz und die Lupus erythematodes Selbsthilfegruppe daher ein zu einer

Informationsveranstaltung „Lupus Erythematodes – Neues aus Praxis und Forschung ! “
am 10. Mai 2006, ab 19 Uhr
im Favorite Parkhotel
Mainz Karl Weiser Straße 1, 55131 Mainz

Die Besucher erwarten Vorträge etwa zu den Themen „Therapie zwischen Zellen und Antikörpern“ und „Kognitive Störungen – also Störungen der Hirnfunktion – und ihre Erkennung durch neue bildgebende Verfahren“. Im Anschluss bleibt genügend Zeit für Diskussionen mit den Referenten und Vertretern der Lupus- Selbsthilfegruppe. Hier können Betroffene und Interessierte all ihre Fragen los werden.

Das Krankheitsbild „Lupus erythematodes“ ist komplex und variabel: Unspezifische Beschwerden wie Schwäche, Müdigkeit oder Leistungsknick gehören zu den Frühsymptomen. Da unterschiedliche Organe von den Attacken des eigenen Immunsystems betroffen sein können, sind die klinischen Symptome so bunt, dass man beim Lupus erythematodes vom „medizinischen Chamäleon“ spricht. So dauert es häufig lange, bis die Krankheit erkannt wird.

In Deutschland sind rund 40.000 Menschen vom Lupus erythematodes betroffen – weltweit schätzt man mindestens 5 Millionen Menschen. Es gibt nur wenige Zentren, die sich auf diese Erkrankung spezialisiert haben, darunter die 1. Medizinische Klinik des Universitätsklinikums Mainz. In der dortigen Poliklinik finden Betroffene in der Lupus-Sprechstunde Spezialisten für diese Erkrankung. Dort werden auch die Grundlagen der Krankheit unter der Leitung von Hochschuldozent Dr. Andreas Schwarting erforscht und Therapiekonzepte entwickelt. Die wissenschaftliche Arbeit wird von der Deutschen Forschungsgemeinschaft unterstützt.

Zu der Informationsveranstaltung zum Welt-Lupus-Tag sind interessierte Bürgerinnen und Bürger herzlich eingeladen. Da die Platzkapazitäten beschränkt sind, werden interessierte Teilnehmer gebeten, sich in jedem Fall in der 1. Medizinischen Klinik anzumelden (Tel. 06131 – 17 7128).

Über die Universitätsmedizin der Johannes Gutenberg-Universität Mainz
Die Universitätsmedizin der Johannes Gutenberg-Universität Mainz ist die einzige medizinische Einrichtung der Supramaximalversorgung in Rheinland-Pfalz und ein international anerkannter Wissenschaftsstandort. Sie umfasst mehr als 60 Kliniken, Institute und Abteilungen, die fächerübergreifend zusammenarbeiten und jährlich rund 403.000 Menschen stationär und ambulant versorgen. Hochspezialisierte Patientenversorgung, Forschung und Lehre bilden in der Universitätsmedizin Mainz eine untrennbare Einheit. Rund 3.700 Studierende der Medizin und Zahnmedizin sowie rund 590 Fachkräfte in den verschiedensten Gesundheitsfachberufen, kaufmännischen und technischen Berufen werden hier ausgebildet. Mit rund 9.000 Mitarbeitenden ist die Universitätsmedizin Mainz zudem einer der größten Arbeitgeber der Region und ein wichtiger Wachstums- und Innovationsmotor. Weitere Informationen im Internet unter www.unimedizin-mainz.de
[Stand: 2024]

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