„Kann Rationierung gerecht sein? Lösungen für eine faire Begrenzung von Gesundheitsleistungen“
Vierter Vortrag der Reihe „Gesundheit und Gerechtigkeit“ der Universitätsmedizin Mainz und der Medizinischen Gesellschaft Mainz am 26. Juni
„Kann Rationierung gerecht sein?“ fragt am 26. Juni Prof. Dr. jur. Stefan Huster, Inhaber des Lehrstuhls für Öffentliches Recht und Sozialrecht an der Ruhr-Universität Bochum und präsentiert „Lösungen für eine faire Begrenzung von Gesundheitsleistungen“. Sein Vortrag ist der vierte in der Reihe „Gesundheit und Gerechtigkeit“, die von der Universitätsmedizin Mainz gemeinsam mit der Medizinischen Gesellschaft Mainz, der Akademie für Ärztliche Fortbildung Rheinland- Pfalz und der Friedrich-Naumann-Stiftung für die Freiheit seit April bis Juli 2012 angeboten wird. Die Vortragsreihe widmet sich den ökonomischen, rechtlichen, politischen und ethischen Aspekten der Frage, wie im Gesundheitswesen die Finanzierungslasten gerecht verteilt und Kostenbegrenzungen so gestaltet können werden, dass niemand ungerechtfertigter Weise von Leistungen ausgeschlossen wird. Die Veranstaltungen finden jeweils dienstags ab 19.15 Uhr im Hörsaal der Chirurgie, Universitätsmedizin Mainz, Langenbeckstr. 1, 55131 Mainz, statt. Alle Interessierten sind herzlich willkommen. Der Eintritt ist frei.
Angesichts des medizinischen Fortschritts und der demographischen Entwicklung wird es in Zukunft weitere Begrenzungen von Gesundheitsleistungen brauchen, selbst dann, wenn man zunächst Kosteneinsparungen durch Rationalisierung anstrebt. Heute gibt es schon eine „implizite“ Rationierung, die aber intransparent und ungerecht ist. Doch welche Modelle einer „gerechten Rationierung“, der eine „Priorisierung“ vorausgehen muss, sind denkbar – und wie wären sie politisch durchsetzbar? – mit diesen Aspekten beschäftigt sich Professor Stefan Huster in seinem Vortrag. Entscheidend ist nicht, dass alle alles bekommen, sondern dass niemand von der Normal-/Standardversorgung ausgeschlossen wird - so die These von Prof. Huster. Er ist Inhaber des Lehrstuhls für Öffentliches Recht und Sozialrecht an der Ruhr-Universität Bochum. Seine Forschungsschwerpunkte sind unter anderem das Gesundheitsrecht und die Grundfragen der Verteilungsgerechtigkeit im Gesundheitswesen. Er ist Mitglied der DFG-Forschergruppe „Priorisierung in der Medizin“.
Weitere Termine:
17.07.2012 „Wo wollen wir hin? Zukunft des Gesundheitssystems in Deutschland“
Wir bitten um redaktionellen Terminhinweis und Terminankündigung im Veranstaltungskalender!
Kontakt
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Vorsitzender der Medizinische Gesellschaft Mainz e.V.
Telefon: 06131 17-4168, Fax: 06131 17-5516, E-Mail: junginger@uni-mainz.de
Pressekontakt
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Über die Universitätsmedizin der Johannes Gutenberg-Universität Mainz
Die Universitätsmedizin der Johannes Gutenberg-Universität Mainz ist die einzige Einrichtung dieser Art in Rheinland-Pfalz. Mehr als 60 Kliniken, Institute und Abteilungen gehören zur Universitätsmedizin Mainz. Mit der Krankenversorgung untrennbar verbunden sind Forschung und Lehre. Rund 3.500 Studierende der Medizin und Zahnmedizin werden in Mainz kontinuierlich ausgebildet. Weitere Informationen im Internet unter www.unimedizin-mainz.de
Die Universitätsmedizin der Johannes Gutenberg-Universität Mainz ist die einzige medizinische Einrichtung der Supramaximalversorgung in Rheinland-Pfalz und ein international anerkannter Wissenschaftsstandort. Sie umfasst mehr als 60 Kliniken, Institute und Abteilungen, die fächerübergreifend zusammenarbeiten und jährlich rund 403.000 Menschen stationär und ambulant versorgen. Hochspezialisierte Patientenversorgung, Forschung und Lehre bilden in der Universitätsmedizin Mainz eine untrennbare Einheit. Rund 3.700 Studierende der Medizin und Zahnmedizin sowie rund 590 Fachkräfte in den verschiedensten Gesundheitsfachberufen, kaufmännischen und technischen Berufen werden hier ausgebildet. Mit rund 9.000 Mitarbeitenden ist die Universitätsmedizin Mainz zudem einer der größten Arbeitgeber der Region und ein wichtiger Wachstums- und Innovationsmotor. Weitere Informationen im Internet unter www.unimedizin-mainz.de
[Stand: 2024]
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