„Kathedralen bauen“ - Was kann die Medizin daraus lernen?
Einladung zur öffentlichen Antrittsvorlesung von Univ.-Prof. Dr. Oliver Muensterer am 23. Juli
Interdisziplinär denken und handeln, voneinander lernen, Brücken schlagen von der Forschung zur Patientenversorgung und umgekehrt – das zeichnet moderne Medizin aus. Das auch andere Branchen für die Medizin lehrreich sein können, dass zeigt Univ.-Prof. Dr. Oliver Muensterer in seiner Antrittsvorlesung „Kathedralen bauen“ auf. Der Experte auf dem Gebiet der minimal-invasiven Chirurgie ist seit dem 01. Oktober 2014 Direktor der Klinik und Poliklinik für Kinderchirurgie der Universitätsmedizin Mainz. In seinem Vortrag geht es um den Bau der mittelalterlichen Kathedralen in Europa und was die heutige Medizin daraus lernen kann. Zu den Gästen und Festrednern gehören auch seine Mentoren und renommierten Kinderchirurgen Prof. Keith Georgeson (Providence Pediatric Surgery Center, Spokane/Washington/USA), Prof. John Foker (University of Minnesota, Minneapolis/USA) und Prof. Steven Rothenberg (Rocky Mountain Hospital for Children, Denver/Colorado/USA). Die öffentliche Antrittsvorlesung findet statt am 23. Juli um 18.15 Uhr im Hörsaal Chirurgie (Gebäude 505H, Langenbeckstr.1, 55131 Mainz). Alle Interessierten sind herzlich willkommen. Der Eintritt ist frei.
Univ.-Prof. Dr. Oliver Muensterer deckt das ganze Spektrum der Kinderchirurgie ab und auch seine wissenschaftlichen Interessen sind breit gefächert. Die endochirurgische Ausrichtung der Klinik fortführen, die Möglichkeiten des minimal-invasiven Ansatzes für die Patientenversorgung weiter ausbauen, gute Patientenversorgung, nachhaltige Ausbildung und relevante Forschung miteinander vereinen, neue Ideen einführen und Bestehendes weiterentwickeln – dafür steht der neue Direktor der Klinik und Poliklinik für Kinderchirurgie der Universitätsmedizin Mainz. Vor rund 10 Monaten ist er von New York nach Mainz gewechselt und hat es nicht bereut: „Das ist der Job meines Lebens! Ich habe mich nach kurzer Zeit hier integriert, angenommen und angekommen gefühlt. Das kinderchirurgische Team ist kompetent und engagiert. Es macht mir jeden Tag Spaß zur Arbeit zu kommen. Der Vorstand ist überaus verständnisvoll und unterstützend.“
Die Mainzer Kinderchirurgie hat sich unter seiner Leitung deutschlandweit einen besonders guten Ruf bei der Behandlung von schwierigen Fällen der Ösophagusatresie (angeborene Unterbrechung der Speiseröhre) erworben. Darüber hinaus sind bereits erste neue, interdisziplinäre Forschungsprojekte gestartet, beispielsweise zur OP-Technik für die Tumorchirurgie bei Kindern und im Bereich der Multiphotonenmikroskopie zur Diagnostik beim Morbus Hirschsprung. Bei dieser Krankheit fehlen von Geburt an bestimmte Nervenzellen, die für die muskuläre Beweglichkeit des Dickdarms zuständig sind und eine für den Weitertransport des Darminhalts erforderliche Weitstellung des Darmes ermöglichen.
Zur Person
Prof. Dr. Oliver Muensterer (45) studierte an der Ludwig-Maximilians Universität München (LMU) und an der Universidad de Alicante (Spanien) von 1988 bis 1994 Humanmedizin. Ein Jahr später promovierte er in München zum Doktor der Humanmedizin. Die Habilitation für das Fach Kinderchirurgie erfolgte im Jahre 2006, ebenfalls an der LMU. Nach dem 2007 vollzogenen Wechsel an die Leipziger Fakultät und einer entsprechenden Umhabilitation verlagerte Prof. Muensterer seinen Forschungsstandort in die USA, wo er seit 2008 zunächst als Assistant Professor for Pediatric Surgery, später als Associate Professor for Pediatric Surgery tätig ist und seit 2013 schließlich als Director Surgical Research am New York Medical College fungiert. Der Fokus seiner Forschungsarbeit findet sich insbesondere in dem Bereich der minimal-invasiven Chirurgie sowie in der Entwicklung neuer innovativer Operationsverfahren. Prof. Muensterer ist auf seinen Spezialgebieten international äußerst renommiert und sichtbar. Er hat hochrangige Originalarbeiten als Erst- und Seniorautor sowie qualitativ hochwertige Schriften als Co-Autor publiziert. Neben seiner Funktion als Prüfer im European Board of Pediatric Surgery betreut er wissenschaftliche Nachwuchskräfte, ist Mitglied in wichtigen medizinischen Gesellschaften seines Faches, beispielsweise in der Deutschen Gesellschaft für Kinderchirurgie, und er ist als Gutachter für Fachzeitschriften wie beispielsweise das International Journal of Surgery, tätig. 2005 erhielt er den IPOKRATES Young lnvestigator Award. 2010 wurde er mit dem Kaul Pediatric Research Institute Award ausgezeichnet und 2013 für seine exzellenten ärztlichen Leistungen im Castle Conelly Medical ltd. Ranking unter den Top Doctors in New York City und Westchester County gelistet.
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Pressekontakt
Barbara Reinke,
Stabsstelle Kommunikation und Presse Universitätsmedizin Mainz,
Telefon 06131 17-7428, Fax 06131 17-3496,
E-Mail: pr@unimedizin-mainz.de
Über die Universitätsmedizin der Johannes Gutenberg-Universität Mainz
Die Universitätsmedizin der Johannes Gutenberg-Universität Mainz ist die einzige medizinische Einrichtung der Supramaximalversorgung in Rheinland-Pfalz und ein international anerkannter Wissenschaftsstandort. Sie umfasst mehr als 60 Kliniken, Institute und Abteilungen, die fächerübergreifend zusammenarbeiten. Hochspezialisierte Patientenversorgung, Forschung und Lehre bilden in der Universitätsmedizin Mainz eine untrennbare Einheit. Rund 3.300 Studierende der Medizin und Zahnmedizin werden in Mainz ausgebildet. Mit rund 7.500 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern ist die Universitätsmedizin zudem einer der größten Arbeitgeber der Region und ein wichtiger Wachstums- und Innovationsmotor. Weitere Informationen im Internet unter www.unimedizin-mainz.de
Die Universitätsmedizin der Johannes Gutenberg-Universität Mainz ist die einzige medizinische Einrichtung der Supramaximalversorgung in Rheinland-Pfalz und ein international anerkannter Wissenschaftsstandort. Sie umfasst mehr als 60 Kliniken, Institute und Abteilungen, die fächerübergreifend zusammenarbeiten und jährlich rund 403.000 Menschen stationär und ambulant versorgen. Hochspezialisierte Patientenversorgung, Forschung und Lehre bilden in der Universitätsmedizin Mainz eine untrennbare Einheit. Rund 3.700 Studierende der Medizin und Zahnmedizin sowie rund 590 Fachkräfte in den verschiedensten Gesundheitsfachberufen, kaufmännischen und technischen Berufen werden hier ausgebildet. Mit rund 9.000 Mitarbeitenden ist die Universitätsmedizin Mainz zudem einer der größten Arbeitgeber der Region und ein wichtiger Wachstums- und Innovationsmotor. Weitere Informationen im Internet unter www.unimedizin-mainz.de
[Stand: 2024]
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