Konstruktiv, realistisch und kompromissbereit
Vorsitzende des Personalrats der Universitätsmedizin Mainz in den Ruhestand verabschiedet
Nach 37 Jahren beim Mainzer Universitätsklinikum beziehungsweise der Universitätsmedizin – davon mehr als 20 Jahre als Personalratsvorsitzende – wurde heute in einer Feierstunde Elisabeth Zeller in den Ruhestand verabschiedet. Der Medizinische Vorstand Professor Dr. Norbert Pfeiffer, die Aufsichtsratsvorsitzende Doris Ahnen, der Kaufmännische Vorstand Norbert Finke, der Leiter des Zentrums Kinder- und Jugendmedizin Professor Dr. Fred Zepp, Waltraud Friedrich als neue Personalratsvorsitzende und der Pflegevorstand Dagmar Kaiser würdigten Zellers große Verdienste, die sie sich als Vertreterin der Mitarbeiterinteressen erworben habe und beschrieben sie zusammenfassend als konstruktiv, realistisch und kompromissbereit. „Damit beginnt ein neuer Lebensabschnitt für mich“, erklärt die 60-Jährige. Besondere Pläne für ihren Ruhestand habe sie allerdings nicht. Sie möchte einfach alles auf sich zukommen lassen sowie sich um ihren Garten kümmern.
„Wir konnten Elisabeth Zeller als eine hoch engagierte Personalrätin erleben, die in allen Situationen den Sinn für das Machbare und das Betriebsnotwendige nicht aus den Augen verloren hat“, begrüßte der Medizinische Vorstand der Universitätsmedizin Mainz, Professor Dr. Norbert Pfeiffer, die zahlreichen Gäste im Hörsaal der Chirurgie. So sei ihr Engagement und ihre Leistung in vielerlei Hinsicht vorbildlich gewesen: Ob zunächst als Kinderkrankenschwester in der Intensivpflege des Frühgeborenenhaus, wo sie die Entwicklung in der pädiatrischen Intensivmedizin mitgestaltet habe und nicht davor zurückgeschreckt sei, auch schwierige Themen mitzutragen und umzusetzen. Auch später als Vorsitzende des Personalrats habe sie die „Geburt“ der Universitätsmedizin Mainz entscheidend mitgeprägt. „Mit ihrer engagierten, realistischen und souveränen Art war sie dabei immer ein verlässlicher und aufgeschlossener Gesprächspartner für den Vorstand der Universitätsmedizin Mainz“, betonte Professor Dr. Norbert Pfeiffer.
„Frau Zeller hat es vermocht, ihr ausgesprochen tatkräftiges Engagement für die Belegschaft in Einklang zu bringen mit dem Reformprozess des Klinikums und der Universitätsmedizin, den sie von Anfang bis zum heutigen Tag mit großem Sachverstand und guten Ideen mitgestaltet hat. Neben den betriebswirtschaftlichen Gesichtspunkten lag ihr das eigentliche Ziel, nämlich die qualitative Verbesserung der Krankenversorgung, der Forschung und Lehre dabei immer besonders am Herzen“, stellte Wissenschaftsministerin und Aufsichtsratsvorsitzende Doris Ahnen heraus.
Der Kaufmännische Vorstand Norbert Finke hob in seinem Grußwort hervor, dass gerade auch die letzten Jahre der Amtszeit von Elisabeth Zeller „von einer Fülle betrieblicher Veränderungen und Einschnitte“ gekennzeichnet gewesen seien. Insbesondere bei dem Wechsel der Rechtsform hin zur Universitätsmedizin Mainz als Körperschaft des öffentlichen Rechts habe sich Zeller mit ihrer zuverlässigen, ausgleichenden und besonnenen Art eingebracht. „Gerade auch vor dem Hintergrund der Sparzwänge und Veränderungen war ihre Arbeit nicht einfach und erforderte viel Fingerspitzengefühl. Sie besitzen diese Fähigkeiten“, sagte Norbert Finke. „Wir können stolz sein, dass wir es als Vorstand und Personalrat gemeinsam in so kurzer Zeit geschafft haben, eine strategische Neuorientierung herbeizuführen und eine gangbare Basis für eine wirtschaftliche Stabilität der Universitätsmedizin herzustellen.“
Professor Dr. Fred Zepp, Leiter des Zentrums Kinder- und Jugendmedizin, verwies in seiner Ansprache auf Zellers langjährige Erfahrung in der Kinder- und Jugendmedizin insbesondere im intensivmedizinischen Bereich. „Diese intensive Einbindung in kritische Lebenssituationen hat ihr Einfühlungsvermögen gestärkt und war sicherlich eine gute Vorbereitung auf die wichtige Aufgabe als Personalratsvorsitzende.“
Waltraud Friedrich, Vorsitzende des neugewählten Personalsrats, dankte ihrer langjährigen Weggefährtin für jederzeit offene Ohren. Auch ihren Überblick in stürmischen Zeiten sowie ihre besonnene Art Probleme anzugehen wusste sie zu schätzen.
Zellers Rolle als echte Vertreterin der Mitarbeiterinteressen, „die zugleich als besonnene Vermittlerin, bei Problemen immer den Kompromiss gesucht“ habe, unterstrich Dagmar Kaiser, Pflegevorstand der Universitätsmedizin Mainz. „Dabei gelang es ihr im Gegenzug auch bei den Mitarbeitern Gehör für die getroffenen Entscheidungen zu finden.“
Zur Person:
Elisabeth Zeller wurde am 14. Juni 1949 in der Kerzell bei Fulda geboren. Sie absolvierte eine Ausbildung zur Kinderkrankenschwester, die sie 1970 abschloss. Von 1970 bis Ende 1971 arbeitete sie als am Städtischen Krankenhaus Fulda und an der Universitätskinderklinik Erlangen. Im Januar 1972 begann sie als Kinderkrankenschwester in der Intensivpflege von Frühgeborenen und Risikoneugeborenen in der Kinderklinik (heute Zentrum für Kinder- und Jugendmedizin) des Universitätsklinikums Mainz. 1984 wurde sie erstmals in den Personalrat gewählt. Seither ist sie Mitglied in diesem Gremium und stand dem Personalrat als Vorsitzende vor. In dieser Funktion hat sie die damalige Universitätsklinik unter anderem bei zwei Änderungen der Rechtsform begleitet. Besonders bei der Zusammenführung des Fachbereichs Medizin und des früheren Universitätsklinikums sowie der daraus hervorgehenden Entstehung der Universitätsmedizin Mainz als Körperschaft des öffentlichen Rechts zum 1. Januar diesen Jahres hat Elisabeth Zeller als Personalratsvorsitzende maßgeblich mitgewirkt und Sorge für die Absicherung der Mitarbeiter getragen.
Die Universitätsmedizin der Johannes Gutenberg-Universität Mainz ist die einzige medizinische Einrichtung der Supramaximalversorgung in Rheinland-Pfalz und ein international anerkannter Wissenschaftsstandort. Sie umfasst mehr als 60 Kliniken, Institute und Abteilungen, die fächerübergreifend zusammenarbeiten und jährlich rund 403.000 Menschen stationär und ambulant versorgen. Hochspezialisierte Patientenversorgung, Forschung und Lehre bilden in der Universitätsmedizin Mainz eine untrennbare Einheit. Rund 3.700 Studierende der Medizin und Zahnmedizin sowie rund 590 Fachkräfte in den verschiedensten Gesundheitsfachberufen, kaufmännischen und technischen Berufen werden hier ausgebildet. Mit rund 9.000 Mitarbeitenden ist die Universitätsmedizin Mainz zudem einer der größten Arbeitgeber der Region und ein wichtiger Wachstums- und Innovationsmotor. Weitere Informationen im Internet unter www.unimedizin-mainz.de
[Stand: 2024]
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