Kontaktlinsensprechstunde für jung und alt
Mainzer Augenklinik bietet fachkundige Untersuchung, Beratung und professionelle Anpassung von Kontaktlinsen aller Art
Irgendwann im Leben wird jeder mit der Notwendigkeit konfrontiert eine Sehhilfe wie eine Brille tragen zu müssen. Sei es, weil eine altersbedingte Veränderung oder eine Erkrankung der Augen vorliegt. Kontaktlinsen stellen dabei heute eine attraktive Alternative zur Brille dar. Auch das Informationsspektrum rund um die verschiedenen Möglichkeiten ist groß, aber für den Laien leider nicht immer verständlich bzw. nicht individuell auf seine Bedürfnisse ausgerichtet. Mehr als nur Informationen gibt es daher an der Augenklinik der Universitätsmedizin der Johannes Gutenberg-Universität Mainz in einer eigenen Kontaktlinsensprechstunde. Hier werden für Jung und Alt, neben einer fachkundigen medizinischen Untersuchung auch Beratungen angeboten und eine professionelle und individuelle Anpassung von Kontaktlinsen vorgenommen – nicht nur bei spezieller medizinischer Indikation.
Allein in Deutschland benötigen knapp 40,4 Millionen Erwachsene und 1,5 Millionen Kinder eine Brille mit korrigierten Gläsern – das ist mehr als jeder zweite Bundesbürger. Eine attraktive Alternative zu einer Brille stellen dabei die Kontaktlinsen dar - und dies nicht nur bei normaler Fehlsichtigkeit, wie Kurz-, Weit- oder Alterssichtigkeit. Auch bei Erkrankungen, wie Keratoconus (krankhafte Verdünnung der Hornhaut), irregulärer Hornhautverkrümmung oder nach Verletzungen kommen Spezialkontaktlinsen zum Einsatz. Bei Neugeborenen mit grauem Star, der operiert werden muss, können sie sogar das Mittel der Wahl sein.
Diese bieten gegenüber der Brille auch viele Vorteile, beispielsweise können Hornhautverkrümmungen besser korrigiert werden, der Träger behält sein natürliches Aussehen, sie beschlagen nicht bei starkem Temperaturwechseln und das Sehfeld bleibt unbeeinträchtigt. Auch spielen der Tragekomfort und die einfache Handhabung der Linsen eine sehr große Rolle. Eine Linse ist zwischen 8,0 und 14 mm im Durchmesser groß und kann aus einer Art Kunststoff oder aus Silikon-Hydrogel-Material bestehen. Man kann dabei zwischen harten bzw. hartflexiblen und den weichen Kontaktlinsen unterscheiden. Darüber hinaus gibt es zahlreiche Untergruppen, die sich je nach Ober- und Rückflächenbeschaffenheit, individueller Krümmung und Färbung (Iris-Print-Kontaktlinsen) unterscheiden lassen. Die Entscheidung für eine Kontaktlinse ist aber nicht allein von der Materialart abhängig. Sie richtet sich im Wesentlichen nach den Voraussetzungen und den individuellen Bedürfnissen des Kunden/der Patienten.
Was die individuellen Bedürfnisse und Voraussetzungen für eine optimale Kontaktlinse sind, damit beschäftigt sich die Kontaktlinsensprechstunde der Augenklinik der Universitätsmedizin der Johannes Gutenberg-Universität Mainz. Sie bietet bereits seit 1982 diese spezielle Sprechstunde an, die von der Expertin für diesen Bereich, Dr. Susanne Marx-Gross, geleitet wird.
Neben den gängigen Untersuchungsmethoden, wie der Messung der Sehschärfe und des Augeninnendrucks stehen in der Mainzer Sprechstunde modernste Geräte, wie beispielsweise eine Pentacam und einen Keratograph zur Verfügung mit deren Hilfe sich eine Art topographische Karte der Hornhaut darstellen lässt, aus der sich wiederum die genaue Form ergibt.
Die Beratung und die professionelle Anpassung der Linsen aller Art erfolgt in Zusammenarbeit mit einer Augenoptikermeisterin. Hierfür steht eine Auswahl von rund 1.000 Linsen verschiedenster Formen, Materialien und Stärken bereit, die vor einer Bestellung für ca. 30-60 min. von dem Patient/dem Kunden testweise zu tragen sind, um evtl. Komplikationen oder Unverträglichkeiten bereits im Vorfeld auszuschließen.
Sollte alles in Ordnung sein, erfolgt die Bestellung der Kontaktlinse, die dann bei einem zweiten Termin eingesetzt wird. Hierbei gibt es für den Patienten/den Kunden dann auch eine genaue Einweisung für den Umgang und der Pflege der Linse. Je nach Veränderung oder Erkrankung der Augen erfolgt dann in etwa 6-monatigem Rhythmus eine Nachkontrolle von Sitz und Passform.
„Wir freuen uns in unserer Augenklinik eine solche Sprechstunde anbieten zu können, die das breite medizinischen Leistungsspektrum der Klinik ergänzt und darüber hinaus durch das Serviceangebot auch für gesunde Menschen ein interessantes Angebot darstellt“, erläutern der Direktor der Augenklinik, Prof. Dr. Norbert Pfeiffer, und die Leiterin der Sprechstunde, Dr. Susanne Marx-Groß, unisono.
Pressemitteilung (PDF 45,5 KB)
Kontakt
Dr. Susanne Marx-Groß
Augenklinik und Poliklinik
Universitätsmedizin der Johannes Gutenberg-Universität Mainz
Kontaktlinsensprechstunde (Anmeldung): Telefon: 06131 17-2529
E-Mail: efstathiou@augen.klinik.uni-mainz.de
Internet: www.unimedizin-mainz.de/augenklinik
Über die Universitätsmedizin der Johannes Gutenberg-Universität MainzDie Universitätsmedizin der Johannes Gutenberg-Universität Mainz ist die einzige Einrichtung dieser Art in Rheinland-Pfalz. Mehr als 50 Kliniken, Institute und Abteilungen sowie zwei Einrichtungen der medizinischen Zentralversorgung – die Apotheke und die Transfusionszentrale – gehören zur Universitätsmedizin Mainz. Mit der Krankenversorgung untrennbar verbunden sind Forschung und Lehre. Rund 3.500 Studierende der Medizin und Zahnmedizin werden in Mainz kontinuierlich ausgebildet. Weitere Informationen im Internet unter www.unimedizin-mainz.de
Die Universitätsmedizin der Johannes Gutenberg-Universität Mainz ist die einzige medizinische Einrichtung der Supramaximalversorgung in Rheinland-Pfalz und ein international anerkannter Wissenschaftsstandort. Sie umfasst mehr als 60 Kliniken, Institute und Abteilungen, die fächerübergreifend zusammenarbeiten und jährlich rund 403.000 Menschen stationär und ambulant versorgen. Hochspezialisierte Patientenversorgung, Forschung und Lehre bilden in der Universitätsmedizin Mainz eine untrennbare Einheit. Rund 3.700 Studierende der Medizin und Zahnmedizin sowie rund 590 Fachkräfte in den verschiedensten Gesundheitsfachberufen, kaufmännischen und technischen Berufen werden hier ausgebildet. Mit rund 9.000 Mitarbeitenden ist die Universitätsmedizin Mainz zudem einer der größten Arbeitgeber der Region und ein wichtiger Wachstums- und Innovationsmotor. Weitere Informationen im Internet unter www.unimedizin-mainz.de
[Stand: 2024]
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