Leukämien und Lymphome im Mittelpunkt der Jahrestagung des Tumorzentrums Rheinland-Pfalz

Aktueller Wissensstand bei bestimmten Krebserkrankungen kompetent vermittelt

„Ich wusste gar nicht, welche Spitzenmedizin hier in Mainz angeboten wird,“ stellte ein teilnehmendes Ärztepaar aus der Pfalz in der Pause der Jahrestagung des Tumorzentrums Rheinland-Pfalz erstaunt fest. Das Thema „Leukämien und Lymphome“ führte über 80 Ärztinnen und Ärzte aus ganz Rheinland-Pfalz in den Hörsaal der Universitätsfrauenklinik.

Mit einem Rückblick auf die Entwicklung der Knochenmarktransplantation in Rheinland- Pfalz und dem derzeitigen Stand der Therapieoptionen stellte Prof. Dr. Christoph H. Huber, Leiter der III. Medizinischen Klinik des Universitätsklinikums Mainz die Möglichkeiten der Stammzelltransplantation vor. Darüber hinaus konnte Prof. Huber auf ein exzellentes Team von Forschern in seiner Klinik verweisen, die Mainz zu einem weltweit beachteten Zentrum für die Erforschung neuer Therapieoptionen auf diesem Gebiet macht. Vor wenigen Monaten wurde hier die tausendste Stammzelltransplantation durchgeführt.

Neueste Therapieansätze zu einzelnen Erkrankungen wurden von seinen Mitarbeitern Dr. Joachim Beck und Dr. Georg Heß vorgestellt.

Nach den neuesten Studienergebnissen kann die Kombination verschiedener Chemotherapeutika bei bestimmten Krankheitsstufen des Non-Hodgkin-Lymphoms bis zu einer hundertprozentigen Heilungsrate führen. Diese neuesten Studien stellte der Leiter des Onkologischen Zentrums Ludwigshafen, Prof. Michael Uppenkamp, vor. Damit zeige sich einmal mehr der Wert von kontrollierten Multizenterstudien für die Patienten.

„Die Medizin stand schon immer im Spannungsfeld von Grundwerten, Möglichkeiten und Kosten“ war eine der Überschriften des Vortrages von Professor Dr. Norbert W. Paul, Leiter des Instituts für Geschichte, Theorie und Ethik in der Medizin der Universität Mainz. „Es sind nicht allein die Gene, die uns bestimmen!“ Die derzeit innovativsten Forschungen im medizinischen Bereich finden zum großen Teil auf molekularer Ebene statt. Das führt zu weit reichenden neuen Erkenntnissen und Therapiemöglichkeiten, deren Anwendungsformen immer wieder der kritischen Überprüfung bedürfen. Medizinische Ethik unterstützt dabei die Ärzte und Politiker bei ihren Entscheidungen.

In der abschließenden Zusammenfassung betonte der Moderator der Veranstaltung, Dr. Andreas Werner vom Tumorzentrum Rheinland-Pfalz, dass mit dieser Veranstaltung ein derzeit höchst aktueller Diskussionsprozess in der Ärzteschaft kompetent unterstützt worden sei. Der Applaus der Teilnehmerinnen und Teilnehmer gab ihm recht.

Weitere Informationen:
Dr. Andreas Werner, Tumorzentrum Rheinland-Pfalz, Tel. 06131 – 17 5327

Über die Universitätsmedizin der Johannes Gutenberg-Universität Mainz
Die Universitätsmedizin der Johannes Gutenberg-Universität Mainz ist die einzige medizinische Einrichtung der Supramaximalversorgung in Rheinland-Pfalz und ein international anerkannter Wissenschaftsstandort. Sie umfasst mehr als 60 Kliniken, Institute und Abteilungen, die fächerübergreifend zusammenarbeiten und jährlich rund 403.000 Menschen stationär und ambulant versorgen. Hochspezialisierte Patientenversorgung, Forschung und Lehre bilden in der Universitätsmedizin Mainz eine untrennbare Einheit. Rund 3.700 Studierende der Medizin und Zahnmedizin sowie rund 590 Fachkräfte in den verschiedensten Gesundheitsfachberufen, kaufmännischen und technischen Berufen werden hier ausgebildet. Mit rund 9.000 Mitarbeitenden ist die Universitätsmedizin Mainz zudem einer der größten Arbeitgeber der Region und ein wichtiger Wachstums- und Innovationsmotor. Weitere Informationen im Internet unter www.unimedizin-mainz.de
[Stand: 2024]

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