„Licht und Schatten der Entwicklungshilfe“

Medizinische Gesellschaft Mainz lädt zum Themenabend am Mittwoch, 18. März 2015, um 19.15 Uhr ein

Entwicklungshilfe habe beispielsweise den Kontinent Afrika zum unselbständigen Almosenempfänger degradiert, so lautete in der Vergangenheit eine zentrale These deutscher Nachrichtenmagazine wie Die ZEIT oder Der Spiegel. Was ist dran an dieser Einschätzung? Dieser und anderer Fragen rund um das Thema Entwicklungshilfe geht die Medizinische Gesellschaft Mainz in ihrer Veranstaltung „Licht und Schatten der Entwicklungshilfe“ am Mittwoch, 18. März 2015, ab 19.15 Uhr, nach. Veranstaltungsort ist der Hörsaal Chirurgie (Gebäude 505H) der Universitätsmedizin Mainz (Langenbeckstraße 1, 55131 Mainz). Interessierte sind herzlich eingeladen. Der Eintritt ist frei. Bei der Veranstaltung wird unter anderem der Bereichsleiter Afrika der Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ), Andreas Proksch, über Trends in der Entwicklungshilfe seit der Jahrtausendwende sprechen, eine kritische Analyse und einen Ausblick auf die künftige Arbeit der GIZ geben. Die GIZ ist ein Dienstleister, der die Bundesregierung bei der internationalen Zusammenarbeit unterstützt. Der GIZ geht es nicht mehr um „Entwicklungshilfe“, sondern um „Entwicklungszusammenarbeit“. Über die zunehmende Verquickung der Entwicklungshilfe mit den Finanzmärkten referiert Dr. Philip Mader, wissenschaftlicher Mitarbeiter der Professur für Allgemeine Soziologie in Basel, am Beispiel von Mikrokrediten. Seine These, die er in einer preisgekrönten Dissertation begründet hat, lautet: Mikrokredite dienen nicht der Armutslinderung, sondern dienen globalen Unternehmen dazu, neue Absatzmärkte zu erschließen. Entwicklungshilfe einmal anders hat Prof. Dr. med. Dr. rer nat. Preussner, Oberarzt an der Augenklinik der Universitätsmedizin Mainz, geleistet. Er rief vor zehn Jahren eine Kooperation zwischen der Augenklinik Mainz und den Augenkliniken der Presbyterian Church in Cameroun (PCC) ins Leben. Über diese Kooperation wird Dr. Preussner bei der Veranstaltung sprechen. Die Kooperation hat einerseits zum Ziel die Ausbildung der Kameruner Kollegen und die technische Infrastruktur in den Kameruner Augenkliniken zu verbessern. Andererseits geht es darum, Behandlungsmöglichkeiten speziell von afrikanischen Augenerkrankungen zu entwickeln wie der Glaukomtherapie, der Glaukomdiagnostik und der Hornhauttherapie. Moderator der Veranstaltung ist Prof. Dr. Gerhard Kruip, Professor für Christliche Anthropologie und Sozialethik an der Johannes Gutenberg-Universität Mainz. Die Veranstaltung wird zusammen mit der Akademie für Ärztliche Fortbildung Rheinland Pfalz und der Friedrich Naumann Stiftung durchgeführt. Als Vertreter der Presse sind Sie herzlich zu diesem Abend eingeladen! Wir bitten um redaktionellen Terminhinweis und -ankündigung im Veranstaltungskalender! Kontakt
Univ.-Prof. Dr. med. Theodor Junginger, Vorsitzender der Medizinischen Gesellschaft Mainz e.V.
Telefon: 06131 17-4168, Fax: 06131 17-5516, E-Mail: junginger@uni-mainz.de Die Medizinische Gesellschaft Mainz e.V.
Die Medizinische Gesellschaft Mainz e.V. ist ein Verein zur Förderung und Verbreitung medizinwissenschaftlicher Erkenntnisse. Nicht nur Ärzte, sondern auch interessierte Bürgerinnen und Bürger sollen über aktuelle medizinische Themen durch Vorträge informiert werden. Mehr Infos zu den Veranstaltungen und das Programm der Gesellschaft finden Sie im Internet unter: www.mg-mainz.de/aktuelles.html

Über die Universitätsmedizin der Johannes Gutenberg-Universität Mainz
Die Universitätsmedizin der Johannes Gutenberg-Universität Mainz ist die einzige medizinische Einrichtung der Supramaximalversorgung in Rheinland-Pfalz und ein international anerkannter Wissenschaftsstandort. Sie umfasst mehr als 60 Kliniken, Institute und Abteilungen, die fächerübergreifend zusammenarbeiten und jährlich rund 403.000 Menschen stationär und ambulant versorgen. Hochspezialisierte Patientenversorgung, Forschung und Lehre bilden in der Universitätsmedizin Mainz eine untrennbare Einheit. Rund 3.700 Studierende der Medizin und Zahnmedizin sowie rund 590 Fachkräfte in den verschiedensten Gesundheitsfachberufen, kaufmännischen und technischen Berufen werden hier ausgebildet. Mit rund 9.000 Mitarbeitenden ist die Universitätsmedizin Mainz zudem einer der größten Arbeitgeber der Region und ein wichtiger Wachstums- und Innovationsmotor. Weitere Informationen im Internet unter www.unimedizin-mainz.de
[Stand: 2024]

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