Lupus im Fokus
Diagnose – Therapie – Forschung: Aktuelle Information zu einem komplexen Krankheitsbild
Am 2. Dezember 2013 stellen der Schwerpunkt Rheumatologie der I. Medizinischen Klinik und Poliklinik der Universitätsmedizin Mainz und das ACURA Rheumazentrum Rheinland-Pfalz die komplexe Erkrankung Lupus in den Fokus.
Gemeinsam bieten die beiden Kliniken aktuelle Informationen für Patienten, Ärzte und Wissenschaftler zu diesem komplexen Krankheitsbild.
Wir laden Sie herzlich ein zum
Pressegespräch
am Montag, 02. Dezember um 15.30 Uhr
im Geb. 605, EG, „Konferenzraum II. Med.“ (R0360) der Universitätsmedizin Mainz, Langenbeckstr.1, 55131 Mainz
bei dem die Lupus-Spezialisten aus Strassbourg und
Mainz den 500sten Lupuspatienten feiern wollen,
der an dem Forschungsprojekt „Lupusbiobank Oberrhein“ teilnimmt.
Das von der EU geförderte Projekt hat es sich zum Ziel gesetzt, innerhalb von drei Jahren 3000 Patienten zu charakterisieren. Hierbei sollen innerhalb des klinisch so variabel verlaufenden Krankheitsbildes Untergruppen identifiziert werden, um gezielte, nebenwirkungsärmere Therapieansätze zu entwickeln.
Darüber hinaus bitten wir um redaktionellen Terminhinweis und Terminankündigung des
Arzt-Patienten-Seminars „Systemischer Lupus“,
am Montag, 02. Dezember von 18.30 bis 20.30 Uhr
im Hörsaal der Hautklinik, Geb. 401 der Universitätsmedizin Mainz,
Langenbeckstr.1, 55131 Mainz
Das kostenfreie Arzt-Patienten-Seminar hat folgendes Programm:
· Aktuelle Informationen für Lupus-Patienten und ihre behandelnden Ärzte.
· Interessierte erhalten bei der Veranstaltung Einblicke in den Stand der klinischen Forschung und zu alternativen Therapieansätzen das Krankheitsbild systemischer Lupus erythematodes betreffend. Im Fokus sind auch die modernsten immunologischen Lupus-Therapeutika wie Epratuzumab, Belimumab, Atacicept und andere.
· In weiteren Programmpunkten führt Josef Röger in die Musiktherapie ein, die unter anderem beim Lupus Anwendung findet, und die betroffene Patientin Ayana Yaris stellt ihr Buch „Die Ballerina und der Wolf“ vor. Dabei handelt es sich um eine Schicksalsgeschichte mit autobiographischen Zügen, die auf der diesjährigen Frankfurter Buchmesse vorgestellt wurde.
Zur Erkrankung Lupus:
Aktive Forschung für neue Behandlungsoptionen bei Lupus
Gemeinsam erforschen der Schwerpunkt Rheumatologie der I. Medizinischen Klinik und Poliklinik der Universitätsmedizin Mainz und das ACURA Rheumazentrum Rheinland-Pfalz unter der gemeinsamen ärztlichen Leitung von Prof. Dr. med.Andreas Schwarting die Grundlagen und neue Therapiekonzepte dieser schillernden Autoimmunerkrankung, die vor allem junge Frauen zwischen dem 15. und 35. Lebensjahr befällt.
Professor Pasquali aus Strassbourg wird zusammen mit Professor Schwarting das erfolgreich gestartete LupusBiobank Projekt Oberrhein darstellen, an dem mittlerweile zwischen Basel und Mainz alle größeren links- und rechtsrheinischen Zentren teilnehmen (s.Abbildung).
An diesem Erfolg waren Strassbourg und Mainz als Partner maßgeblich beteiligt (siehe Abbildung), denn beide Kliniken gehören zu den führenden Zentren in Frankreich und Deutschland, die sich auf diese Erkrankung spezialisiert haben. Sie betreuen europaweit eine der größten Gruppen von Lupus-Patienten.
In der jüngsten Zeit waren sie auch maßgeblich an der Zulassungsstudie des seit über 50 Jahren ersten neuen Lupus-Medikamentes beteiligt.
Das Projekt LBBR ist ein konkretes Beispiel für grenzüber-
schreitende Innovation, insbesondere durch die Bündelung von Ressourcen, Wissen und Ausrüstung im Bereich der klinischen Forschung.
Lupus erythematodes – eine komplexe Erkrankung des Immunsystems
In Deutschland sind rund 40.000 Menschen vom Lupus erythematodes betroffen – weltweit schätzt man die Zahl auf mindestens fünf Millionen Menschen. Das Krankheitsbild ist komplex und variabel: Da unterschiedliche Organe von den Attacken des eigenen Immunsystems betroffen sein können, sind die klinischen Symptome so individuell verschieden und „bunt“, dass man beim Lupus erythematodes vom „medizinischen Chamäleon“ spricht. Es dauert daher häufig lange, bis die Krankheit erkannt wird. Zu den Frühsymptomen gehören unspezifische Beschwerden wie Schwäche, Müdigkeit oder Leistungsknick. Der betroffene Künstler Herr Ekkehard Braun hat dies plastisch für unsere Lupusambulanz dargestellt (s.o.).
Kontakt
Prof. Dr. med. Andreas Schwarting
Leiter des Schwerpunktes Rheumatologie und Klinische Immunologie
I. Medizinische Klinik und Poliklinik
Universitätsmedizin Mainz
E-Mail: schwarting@uni-mainz.de
Sr. Anna Hazenbiller
Telefon 06131 17-7128
Fax 06131 17-3492
E-Mail: anna.hazenbiller@unimedizin-mainz.de
Pressekontakt
Oliver Kreft
Stabsstelle Kommunikation und Presse Universitätsmedizin Mainz
Telefon 06131 17-7424
Fax 06131 17-3496
E-Mail: pr@unimedizin-mainz.de
Über die Universitätsmedizin der Johannes Gutenberg-Universität Mainz
Die Universitätsmedizin der Johannes Gutenberg-Universität Mainz ist die einzige Einrichtung dieser Art in Rheinland-Pfalz. Mehr als 60 Kliniken, Institute und Abteilungen gehören zur Universitätsmedizin Mainz. Mit der Krankenversorgung untrennbar verbunden sind Forschung und Lehre. Rund 3.500 Studierende der Medizin und Zahnmedizin werden in Mainz kontinuierlich ausgebildet. Weitere Informationen im Internet unter www.unimedizin-mainz.de
Die Universitätsmedizin der Johannes Gutenberg-Universität Mainz ist die einzige medizinische Einrichtung der Supramaximalversorgung in Rheinland-Pfalz und ein international anerkannter Wissenschaftsstandort. Sie umfasst mehr als 60 Kliniken, Institute und Abteilungen, die fächerübergreifend zusammenarbeiten und jährlich rund 403.000 Menschen stationär und ambulant versorgen. Hochspezialisierte Patientenversorgung, Forschung und Lehre bilden in der Universitätsmedizin Mainz eine untrennbare Einheit. Rund 3.700 Studierende der Medizin und Zahnmedizin sowie rund 590 Fachkräfte in den verschiedensten Gesundheitsfachberufen, kaufmännischen und technischen Berufen werden hier ausgebildet. Mit rund 9.000 Mitarbeitenden ist die Universitätsmedizin Mainz zudem einer der größten Arbeitgeber der Region und ein wichtiger Wachstums- und Innovationsmotor. Weitere Informationen im Internet unter www.unimedizin-mainz.de
[Stand: 2024]
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