Mainzer Mediziner erhält Preis der Deutschen Gesellschaft für Sprach- und Stimmheilkunde
(Mainz, 1. April 2009) Der Mainzer Mediziner Dr. Patrick Klüsener erhielt im Rahmen des 76. Kongresses der Deutschen Gesellschaft für Sprach- und Stimmheilkunde (DGSS) am 27. März 2009 den Nachwuchsförderpreis der DGSS, der von dem Hörgeräte-Hersteller Phonak gestiftet wird und mit 1000 Schweizer Franken dotiert ist.
Schwerhörige Kinder haben oft Probleme, Sprache zu erlernen. Sprachentwicklungs-störungen treten aber auch bei Kindern auf, bei denen keine Ursache erkennbar ist – dies nennt man spezifische Sprachentwicklungsstörung. Im Rahmen seiner jetzt ausgezeichneten Doktorarbeit am Fachbereich Medizin verglich Patrick Klüsener erstmals Kinder mit schweren spezifischen Sprachentwicklungsstörungen mit solchen, die gleichzeitig unter einer Schwerhörigkeit litten. Das Ergebnis: Obwohl die schwerhörigen Kinder mit ihren Hörgeräten Sprache im akustischen Sinne gut verstehen konnten, hatten sie besonders Probleme, den Sinn des Gesagten zu verstehen, aber im Verhältnis zu den nicht schwerhörigen Kindern weniger Probleme bei der Aussprache. Das Ergebnis zeigt, dass die Aussprachestörung bei Kindern mit spezifischen Sprachentwicklungsstörungen wesentlicher Teil der Störung ist und nicht unabhängig von Störungen auf anderen linguistischen Ebenen, etwa dem Wortschatz oder der Grammatik, zu sehen ist. Damit trägt dieses Ergebnis grundlegend zum Wissen über Sprachentwicklungsstörungen bei.
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Prof. Dr. med. Annerose Keilmann
Leiterin des Schwerpunkts Kommunikationsstörungen HNO Klinik
der Universitätsmedizin der Johannes Gutenberg-Universität Mainz
Landesärztin für hör-, stimm- und sprachbehinderte Menschen Rheinland-Pfalz
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