„Medizin als Ware wie jede andere? – Das Dilemma zwischen Berufsethik und Kommerzlogik“
Medizinische Gesellschaft Mainz lädt zum Themenabend am Mittwoch, 04. März 2015, um 19.15 Uhr ein
Wie viel ist dem Einzelnen und der Gesellschaft die Gesundheit eines Menschen wert? Mit einem Abend zum Thema „Medizin als Ware wie jede andere? – Das Dilemma zwischen Berufsethik und Kommerzlogik“ setzt die Medizinische Gesellschaft Mainz am Mittwoch, 04. März 2015, ab 19.15 Uhr, ihre Vortragsreihe fort. Prof. Dr. phil. Friedhelm Hengsbach, Katholischen Akademie Rhein-Neckar in Ludwigshafen (Rhein), referiert über gesundheitliche Aspekte des Themas Kapitalismus und Gerechtigkeit. Moderiert wird die Veranstaltung von Prof. Dr. Wilfried A. Nix, Neurologe und Direktor der Akademie für ärztliche Fortbildung Rheinland-Pfalz. Veranstaltungsort ist der Hörsaal Chirurgie (Gebäude 505H) der Universitätsmedizin Mainz (Langenbeckstraße 1, 55131 Mainz). Interessierte sind herzlich eingeladen. Der Eintritt ist frei.
Zur Sicherung des Wunsches nach Gesundheit bedarf es hierzulande zweier Voraussetzungen: Einerseits Menschen, die sich ihrer eigenen Verantwortung für das Wohl Ihrer Körpers bewusst sind und folglich selber etwas für ihre Gesundheit tun, sowie anderseits ein leistungsfähiges Gesundheitssystem. Dabei ist allen Akteuren gemeinsam, dass in ihrem Handeln Interessenskonflikte insbesondere zwischen medizinischen und wirtschaftlichen Aspekten auftreten können. Ökonomen, Historiker, Politiker und Heilberufskammern diskutieren über den richtigen Weg, wie diese Entscheidungsfaktoren gewichtet werden sollten. Ebenfalls beteiligt an der Problemlösung sind heutzutage auch Ethiker, als der Fachdisziplin, die sich verstärkt der Frage widmen, was tendenziell als „gut“ bzw. als „schlecht“ zu bewerten ist.
Gesundheit ist nicht immer und für jedermann das höchste Gut. Wäre es so, müssten zahlreiche Menschen ihren Lebens- und Arbeitsstil radikal ändern. Tatsächlich reiht der aufgeklärte Zeitgenosse seine Gesundheit in eine Skala mehr oder weniger geschätzter Güter ein. Vielfach besteht ein Unwillen sich dem Urteil und den Interessen der „Götter in Weiß“ ausliefern. Zudem erzeugt die Neigung, sich der öffentlich bereitgestellten Gesundheitsgüter maßlos zu bedienen, eine Kostenexplosion, die nicht mehr kontrollierbar ist. Lässt sich das Dilemma auflösen, indem das Gesundheitswesen der Marktsteuerung und der betriebswirtschaftlichen Kalkulation unterworfen wird? Oder bleiben dadurch das Berufsethos der Beschäftigten und das Wohl der Patienten auf der Strecke? Diesen und anderen Fragen widmet sich das Mitglied des Jesuitenordens und Referent des aktuellen Themenabends, Prof. em. Dr. oec. Friedhelm Hengsbach, von der Katholischen Akademie Rhein-Neckar in Ludwigshafen (Rhein).
Als Vertreter der Presse sind Sie herzlich zu diesem Abend eingeladen! Wir bitten um redaktionellen Terminhinweis und -ankündigung im Veranstaltungskalender!
Kontakt
Univ.-Prof. Dr. med. Theodor Junginger,
Vorsitzender der Medizinischen Gesellschaft Mainz e.V.
Telefon: 06131 17-4168, Fax: 06131 17-5516,
E-Mail: junginger@uni-mainz.de
Die Medizinische Gesellschaft Mainz e.V.
Die Medizinische Gesellschaft Mainz e.V. ist ein Verein zur Förderung und Verbreitung medizinwissenschaftlicher Erkenntnisse. Nicht nur Ärzte, sondern auch interessierte Bürgerinnen und Bürger sollen über aktuelle medizinische Themen durch Vorträge informiert werden. Mehr Infos zu den Veranstaltungen und das Programm der Gesellschaft finden Sie im Internet unter: www.mg-mainz.de/aktuelles.html
Die Universitätsmedizin der Johannes Gutenberg-Universität Mainz ist die einzige medizinische Einrichtung der Supramaximalversorgung in Rheinland-Pfalz und ein international anerkannter Wissenschaftsstandort. Sie umfasst mehr als 60 Kliniken, Institute und Abteilungen, die fächerübergreifend zusammenarbeiten und jährlich rund 403.000 Menschen stationär und ambulant versorgen. Hochspezialisierte Patientenversorgung, Forschung und Lehre bilden in der Universitätsmedizin Mainz eine untrennbare Einheit. Rund 3.700 Studierende der Medizin und Zahnmedizin sowie rund 590 Fachkräfte in den verschiedensten Gesundheitsfachberufen, kaufmännischen und technischen Berufen werden hier ausgebildet. Mit rund 9.000 Mitarbeitenden ist die Universitätsmedizin Mainz zudem einer der größten Arbeitgeber der Region und ein wichtiger Wachstums- und Innovationsmotor. Weitere Informationen im Internet unter www.unimedizin-mainz.de
[Stand: 2024]
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