Mit Licht neurologische Krankheiten heilen

93. Jahrestagung der Deutschen Physiologischen Gesellschaft (DPG) vom 13. bis 15. März 2014 in Mainz zeigt neue biomedizinische Trends auf

Was sich visionär anhört, haben Physiologen längst in die Tat umgesetzt: Mit Licht Nervenzellen im Gehirn oder Herzen steuern. Möglich ist das an genetisch modifizierten Zellen, in deren Zellmembran Kanalproteine eingebaut werden, die durch Licht selektiv angesteuert werden können. Der Nutzen dieser Entdeckung aus dem noch jungen Forschungsgebiet der Optogenetik ist vielversprechend, da diese Technologie großes Potential für zukünftige biomedizinische Anwendungen bietet. So lassen sich möglicherweise neurologische Störungen wie Epilepsie oder Parkinson, aber möglicherweise auch bestimmte Herzerkrankungen auf dieser Basis behandeln. Zu den Höhepunkten der Tagung zählt der Vortrag von Prof. Denis Noble, Präsident der International Union of Physiological Sciences, der Dachgesellschaft aller physiologischen Gesellschaften. Prof. Noble, Ko-Direktor der Computational Physiology an der Oxford University, wird am Donnerstag, den 13. März um 13:30 Uhr im Hörsaal RW1 im Haus Recht und Wirtschaft (Jakob-Welder-Weg 9) über das Thema „What can physiology learn from systems biology and evolutionary biology“ sprechen. Noble zählt zu den Pionieren der Systembiologie, einem Zweig der Biowissenschaften der versucht, biologische Organismen in ihrer Gesamtheit zu begreifen. Ziel ist es, zu einem breiten Verständnis der regulatorischen Prozesse über alle Ebenen, vom Genom über das Proteom zu den Organellen bis hin zum Verhalten und zur Biomechanik des Gesamtorganismus zu gelangen. Über Berichterstattung würden wir uns freuen. Für die Öffentlichkeit wird Prof. Christian Pape aus Münster am Freitag, den 14. März, um 18 Uhr im Hörsaal N1 (Muschel) einen Vortrag zum Thema "Wenn Furcht zu Angst wird - Schutzreaktion oder Erkrankung?" halten. Zu diesem kostenlosen Vortrag ist die Öffentlichkeit herzlich eingeladen. Prof. Heiko Luhmann, Direktor des Instituts für Physiologie der Universitätsmedizin Mainz und derzeitiger Präsident der Deutschen Physiologischen Gesellschaft, erwartet mehr als 700 Physiologen aus dem In- und Ausland zu dieser Tagung. Wir bitten um redaktionellen Terminhinweis und freuen uns, Sie als Vertreterinnen und Vertreter der Medien bei der DPG-Jahrestagung begrüßen zu dürfen. Bildmaterial Schematische Darstellung der Licht-gesteuerten Kontrolle von Nervenzellen im Gehirn. Die grün markierten Zellen enthalten in der Zellmembran ein Protein, das durch blaues Licht angesteuert werden kann. In Abhängigkeit des Proteins, können Nervenzellen so erregt oder gehemmt werden.    Kontakt und Information
Univ.-Prof. Dr. Heiko Luhmann
Direktor des Instituts für Physiologie
Universitätsmedizin Mainz
physiologie.uni-mainz.de/physio/luhmann/index.htm
Tel. 06131  29 26070
E-Mail: luhmann@uni-mainz.de Pressekontakt
Oliver Kreft
Stabsstelle Kommunikation und Presse
Universitätsmedizin Mainz
Tel. 06131  17-7424
Fax 06131  17-3496
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Die Universitätsmedizin der Johannes Gutenberg-Universität Mainz ist die einzige Einrichtung dieser Art in Rheinland-Pfalz. Mehr als 60 Kliniken, Institute und Abteilungen sowie zwei Einrichtungen der medizinischen Zentralversorgung – die Apotheke und die Transfusionszentrale – gehören zur Universitätsmedizin Mainz. Mit der Krankenversorgung untrennbar verbunden sind Forschung und Lehre. Rund 3.500 Studierende der Medizin und Zahnmedizin werden in Mainz kontinuierlich ausgebildet. Weitere Informationen im Internet unter www.unimedizin-mainz.de

Über die Universitätsmedizin der Johannes Gutenberg-Universität Mainz
Die Universitätsmedizin der Johannes Gutenberg-Universität Mainz ist die einzige medizinische Einrichtung der Supramaximalversorgung in Rheinland-Pfalz und ein international anerkannter Wissenschaftsstandort. Sie umfasst mehr als 60 Kliniken, Institute und Abteilungen, die fächerübergreifend zusammenarbeiten und jährlich rund 403.000 Menschen stationär und ambulant versorgen. Hochspezialisierte Patientenversorgung, Forschung und Lehre bilden in der Universitätsmedizin Mainz eine untrennbare Einheit. Rund 3.700 Studierende der Medizin und Zahnmedizin sowie rund 590 Fachkräfte in den verschiedensten Gesundheitsfachberufen, kaufmännischen und technischen Berufen werden hier ausgebildet. Mit rund 9.000 Mitarbeitenden ist die Universitätsmedizin Mainz zudem einer der größten Arbeitgeber der Region und ein wichtiger Wachstums- und Innovationsmotor. Weitere Informationen im Internet unter www.unimedizin-mainz.de
[Stand: 2024]

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