Nachtvorlesung 2.0: Erste Staffel 2026 startet!
23. und 30. April zum Thema „Autoimmunerkrankungen und Ernährung“
Die Universitätsmedizin Mainz lädt am 23. und 30. April ein zur Frühjahrsstaffel 2026 der beliebten Veranstaltungsreihe „Nachtvorlesung 2.0“. Expert:innen der Universitätsmedizin Mainz präsentieren aktuelle Erkenntnisse zu Autoimmunerkrankungen und Ernährung – für Laien verständlich und unterhaltsam aufbereitet. Die Staffel beginnt am 23. April 2026 mit einem Abend zum Thema „Ernährung und gestörte Immunreaktionen von Gelenken, Haut und Augen“. Die Referent:innen der Unimedizin informieren an diesem Donnerstag über anti-entzündliche Ernährung, rheumatologische Erkrankungen des angeborenen und des erworbenen Immunsystems, die Hauterkrankung Psoriasis und über Glaukom. Die Woche drauf, am 30. April 2026, trägt die „Nachtvorlesung 2.0“ den Titel „Autoimmunerkrankungen von Hirn, Leber und Darm“. Die Besucher:innen erfahren Wissenswertes über Multiple Sklerose, zur Leber sowie über Zöliakie und den Nutzen einer gezielten Ernährungstherapie. Die Nachtvorlesungen 2.0 finden jeweils ab 19.30 Uhr im großen Hörsaal der Chirurgie der Universitätsmedizin Mainz statt (Gebäude 505H, Langenbeckstraße 1, 55131 Mainz). Der Eintritt ist frei.
Univ.-Prof. Dr. Ralf Kiesslich, Vorstandsvorsitzender und Medizinischer Vorstand der Universitätsmedizin Mainz, wird in diesem Jahr drei Staffeln der Veranstaltungsreihe Nachtvorlesung 2.0 präsentieren und erklärt: „Ich freue mich sehr, dass wir mit diesem beliebten Veranstaltungsformat den Menschen die Vielfalt und Leistungsstärke unserer Universitätsmedizin näherbringen können. In diesem Jahr vermitteln wir den Besucher:innen im Frühjahr, Herbst und Winter Wissenswertes aus Forschung und Behandlung – und wir klären auf, was sie selber für ihre Gesundheit tun können.“
Die erste Staffel im Jahr 2026 umfasst zwei Termine, den 23. und 30. April, und widmet sich dem Thema Autoimmunerkrankungen und wie Ernährung diese beeinflussen können. Die Referent:innen werden die Bedeutung von Autoimmunkrankheiten und die Rolle des Immunsystems aufzeigen und für die Möglichkeiten einer gezielten Ernährungstherapie sensibilisieren.
Über Autoimmunerkrankungen - Was ist eine Autoimmunerkrankung?
Zu den Autoimmunerkrankungen zählt eine Vielzahl sehr unterschiedlicher Krankheiten mit vielen Erscheinungsformen. Zu den bekanntesten gehören beispielsweise die Gelenkerkrankung Rheumatoide Arthritis, die Hauterkrankung Psoriasis-Arthritis bzw. die Psoriasis, auch Schuppenflechte genannt sowie die neurologische Krankheit Multiple Sklerose (MS) und die immunologische Darmerkrankung Zöliakie. Auch die Augenerkrankung Glaukom, umgangssprachlich als Grüner Star bekannt, kann durch ein fehlgeleitetes Immunsystem verursacht werden. In Deutschland sind rund neun Prozent der Bevölkerung von einer der vielen Autoimmunerkrankungen betroffen, Tendenz steigend.
Was die verschiedenen Autoimmunerkrankungen eint ist, dass es sich um eine chronisch-entzündliche Erkrankung handelt, bei der das körpereigene Abwehrsystem fehlgesteuert ist. Bei einer gesunden, den Körper schützenden Immunreaktion, wehrt das Immunsystem eindringende Viren und Bakterien oder andere Fremdkörper ab. Ein gut funktionierendes Immunsystems kann zwischen körperfremden und körpereigenen Strukturen unterscheiden. Wenn es jedoch nicht intakt und die Immuntoleranz gestört ist, kann es zu sogenannten Autoimmunreaktionen kommen. Dabei stuft das Abwehrsystem bestimmte körpereigene Zellen irrtümlich als feindliche Eindringlinge ein und attackiert diese mit vom Immunsystem gebildeten Auto-Antikörpern. Diese Attacken lösen im betroffenen Gewebe Entzündungen aus, die sich zu chronischen Erkrankungen entwickeln und Organschädigungen verursachen können. Die Symptomatiken unterscheiden sich je nach dem welches Gewebe oder welches Organ konkret betroffen ist.
Die genauen Ursachen von Autoimmunerkrankungen sind noch nicht vollständig erforscht, und damit bleibt zumeist auch ungeklärt, was konkret in einem Menschen dessen Autoimmunerkrankung hervorruft. Bekannt ist jedoch, dass die Entstehung meist multifaktoriell bedingt ist und dass dabei eine genetische Veranlagung, Umweltfaktoren und der Lebensstil eine wichtige Rolle spielen. Dies bedeutet aber auch, dass der Verlauf und die Symptome von Autoimmunerkrankungen sich durch einen veränderten Lebensstil beeinflussen lassen. So kann beispielsweise eine ausgewogene, entzündungshemmende Ernährung dabei helfen, das Immunsystem zu regulieren, Entzündungen zu reduzieren und das allgemeine Wohlbefinden zu steigern.
Da ein gestörtes Immunsystems alle Organe betreffen kann, sind an der Universitätsmedizin Mainz ganz unterschiedliche Disziplinen interdisziplinär in entsprechender Forschung, Diagnostik und Therapie tätig. Die erste Staffel 2026 der Nachtvorlesung 2.0 gewährt Einblicke in diese medizinischen Erfahrungsfelder.
Die Programme im Einzelnen:
23. April 2026: „Ernährung und gestörte Immunreaktionen von Gelenken, Haut und Augen“
Einführung und Moderation:
Univ.-Prof. Dr. Ralf Kiesslich, Vorstandsvorsitzender und Medizinischer Vorstand
Referent:innen
- Univ.-Prof. Dr. Andreas Schwarting (I. Medizinische Klinik und Poliklinik):
Kann Ernährung bei „Rheuma“ helfen oder sogar heilen? –
Von der Gicht bis zur chronisch-entzündlichen Arthritis
- Dr. Magdalena Tüg (I. Medizinische Klinik und Poliklinik):
Gesund essen bei Rheuma – natürliche Entzündungshemmer
- Dr. Joanna Wegner (Haut- und Poliklinik):
Psoriasis verstehen: mehr als eine Hauterkrankung
- Dr. Julia Prinz (Augenklinik und Poliklinik):
Protektive Ernährung beim Glaukom
30. April 2026: „Autoimmunerkrankungen von Hirn, Leber und Darm“
Einführung und Moderation:
Univ.-Prof. Dr. Ralf Kiesslich, Vorstandsvorsitzender und Medizinischer Vorstand
Referent:innen
- Univ.-Prof. Dr. Stefan Bittner (Klinik und Poliklinik für Neurologie):
Multiple Sklerose und deren Beeinflussung durch Ernährung
- Karina Woschek (Ausbildungszentrum für Ernährung und Diätetik):
Ernährung bei Zöliakie - Ernährungsmythen
- Univ.-Prof. Dr. Christian Lange (I. Medizinische Klinik und Poliklinik):
Autoimmunerkrankungen der Leber
Alle Expert:innen stehen im Anschluss an die Vorträge für Fragen aus dem Publikum zur Verfügung, moderiert wird die Runde von AZ-Redakteur Michael Bermeitinger. Anschließend besteht die Möglichkeit, sich bei Brezeln und Getränk dem informellen Nachgespräch und Gedankenaustausch zu widmen.
Die Nachtvorlesung 2.0 findet in Kooperation mit der Medizinischen Gesellschaft Mainz statt.
Weitere Informationen: Terminhinweise – Universitätsmedizin Mainz
Pressekontakt:
Barbara Reinke, Stabsstelle Unternehmenskommunikation, Universitätsmedizin Mainz,
Telefon 06131 17-7428, E-Mail
Die Universitätsmedizin der Johannes Gutenberg-Universität Mainz ist die einzige medizinische Einrichtung der Supramaximalversorgung in Rheinland-Pfalz und ein international anerkannter Wissenschaftsstandort. Sie umfasst mehr als 60 Kliniken, Institute und Abteilungen, die fächerübergreifend zusammenarbeiten und jährlich rund 403.000 Menschen stationär und ambulant versorgen. Hochspezialisierte Patientenversorgung, Forschung und Lehre bilden in der Universitätsmedizin Mainz eine untrennbare Einheit. Rund 3.700 Studierende der Medizin und Zahnmedizin sowie rund 590 Fachkräfte in den verschiedensten Gesundheitsfachberufen, kaufmännischen und technischen Berufen werden hier ausgebildet. Mit rund 9.000 Mitarbeitenden ist die Universitätsmedizin Mainz zudem einer der größten Arbeitgeber der Region und ein wichtiger Wachstums- und Innovationsmotor. Weitere Informationen im Internet unter www.unimedizin-mainz.de
[Stand: 2024]
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