Nachwuchspreis der Gesellschaft für Biologische Strahlenforschung e.V. für Wissenschaftlerin der Universitätsmedizin Mainz

Neue Erkenntnisse zur Strahlenempfindlichkeit bösartiger Tumoren

Dr. rer. nat. Ulrike Sattler, Mitarbeiterin am Institut für Physiologie und Pathophysiologie der Universitätsmedizin Mainz, hat den Nachwuchspreis 2012 der Gesellschaft für Biologische Strahlenforschung e.V. (GBS) erhalten. Verliehen wurde der Preis im Rahmen der Jahrestagung der GBS im September in München. Neben einer Urkunde erhielt die Preisträgerin ein Preisgeld von 1.000 Euro.   Die Preisträgerin Dr. Ulrike Sattler hat sich intensiv mit dem Zusammenhang zwischen dem Stoffwechsel und der Strahlenresistenz bösartiger Tumoren befasst. Dabei konnte sie zeigen, dass die Anreicherung von Laktat im Krebsgewebe individueller Patienten selbst bei identischer Tumorgröße sehr unterschiedlich sein kann. Dies wiederum hat Auswirkungen auf die Strahlenempfindlichkeit dieser Tumoren, da ein enger Zusammenhang zwischen der vermehrten Bildung von Laktat und der Strahlenresistenz von Tumoren besteht. So ist ein weiteres wichtiges Forschungsresultat von Frau Dr. Sattler, dass der prätherapeutische Laktatgehalt im Tumorgewebe als ein direkter Indikator für die Resistenz gegenüber einer klassischen Strahlentherapie genutzt werden kann. In neuerer Zeit befasst sich die Preisträgerin gemeinsam mit ihren Doktoranden und Diplomanden mit Ansätzen zur Steigerung der Strahlenempfindlichkeit von Tumoren über eine gezielte, therapeutische Manipulation des Tumorstoffwechsels. Des Weiteren arbeitet sie mit ihren Mitarbeitern zusammen an der Entwicklung von dreidimensionalen Entzündungsmodellen für die strahleninduzierte Mukositis bzw. Dermatitis. Die GBS stellt ein wichtiges und sehr aktives Forum der in der Strahlenforschung tätigen Wissenschaftler dar. Daher ist die Verleihung des Preises an Frau Dr. Sattler – neben der Würdigung ihrer individuellen Forschungsleistung – auch eine Anerkennung für das hohe wissenschaftliche Niveau der Strahlenforschung in der Arbeitsgruppe von Univ.-Prof. Dr. Wolfgang Müller-Klieser am Institut für Physiologie und Pathophysiologie der Universitätsmedizin Mainz. Kontakt
Univ.-Prof. Dr. Wolfgang Müller-Klieser,
Institut für Physiologie und Pathophysiologie,
Universitätsmedizin Mainz,
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Dr. Renée Dillinger-Reiter, Stabsstelle Kommunikation und Presse,
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Über die Universitätsmedizin der Johannes Gutenberg-Universität Mainz
Die Universitätsmedizin der Johannes Gutenberg-Universität Mainz ist die einzige medizinische Einrichtung der Supramaximalversorgung in Rheinland-Pfalz und ein international anerkannter Wissenschaftsstandort. Sie umfasst mehr als 60 Kliniken, Institute und Abteilungen, die fächerübergreifend zusammenarbeiten und jährlich rund 403.000 Menschen stationär und ambulant versorgen. Hochspezialisierte Patientenversorgung, Forschung und Lehre bilden in der Universitätsmedizin Mainz eine untrennbare Einheit. Rund 3.700 Studierende der Medizin und Zahnmedizin sowie rund 590 Fachkräfte in den verschiedensten Gesundheitsfachberufen, kaufmännischen und technischen Berufen werden hier ausgebildet. Mit rund 9.000 Mitarbeitenden ist die Universitätsmedizin Mainz zudem einer der größten Arbeitgeber der Region und ein wichtiger Wachstums- und Innovationsmotor. Weitere Informationen im Internet unter www.unimedizin-mainz.de
[Stand: 2024]

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