„Professor Thelen hat Mainzer Radiologie national und international an die Spitze der Forschung geführt“

Wissenschaftsminister Prof. E. Jürgen Zöllner würdigt Prof. Manfred Thelen als großartigen Arzt, Wissenschaftler und Klinikleiter

Fast 26 Jahre prägte er die Radiologie an der Johannes Gutenberg-Universität Mainz und weit darüber hinaus – Ende des Monats geht der Direktor der Klinik und Poliklinik für Radiologie und langjährige Ärztliche Direktor des Universitätsklinikums, Univ.-Prof. Dr. med. Manfred Thelen, in den Ruhestand. Der Aufsichtsratsvorsitzende des Universitätsklinikums, Wissenschaftsminister Professor Dr. E. Jürgen Zöllner, würdigte im Rahmen der Abschiedsvorlesung den scheidenden Ärztlichen Direktor als großartigen Arzt, Wissenschaftler und Klinikleiter. Mit seinem überragenden Engagement und seiner international beachteten Kompetenz habe Thelen das Ansehen des Mainzer Universitätsklinikums entscheidend befördert. „Es gibt niemanden im Bereich des Klinikums und der Universität, der sich in einer solchen Weise in die Pflicht hat nehmen lassen. Es ist Ihr außerordentliches Verantwortungsgefühl, das hier in bemerkenswerter Weise hervortritt. Und Verantwortung bedeutet immer, dass einzelne identifizierbare Personen hervortreten müssen und damit nicht in der Anonymität verbleiben können“, sagte Zöllner in seiner Laudatio auf den Mediziner.

In seiner Abschiedsvorlesung hielt Professor Thelen einen Rückblick auf ein Vierteljahrhundert Radiologie. 1979 hatte Professor Thelen mit seiner Berufung auf die C4-Professur für Radiologie der Johannes Gutenberg-Universität gleichzeitig die Leitung der Klinik für Radiologie übernommen. In Wissenschaft und Forschung profilierte er sich durch bahnbrechende Entwicklungen in der Kern-spintomografie mit Helium-3, die Bilder von der atmenden Lunge in nie da gewesener Detailtreue ermöglicht. Für diese Forschungsarbeit wurde der Radiologe gemeinsam mit Mainzer Physikern mit dem Körber-Preis der Europäischen Wissenschaften ausgezeichnet und für den deutschen Zukunftspreis 2000 nominiert. „Professor Thelen hat die Mainzer Radiologie national und international an die Spitze der Forschung geführt“, betonte der Präsident der Johannes Gutenberg-Universität Mainz, Univ.-Prof. Dr. med. Jörg Michaelis, „doch nicht nur als Wissenschaftler, auch als Hochschullehrer und Klinikleiter hat er Hervorragendes geleistet und damit entscheidend zur Positionierung der Johannes Gutenberg-Universität Mainz und des Klinikums beigetragen.“

Darüber hinaus war Professor Thelen 1988 bis 1992 Dekan des Fachbereichs Medizin sowie insgesamt 14 Jahre in der medizinischen Leitung des Universitätsklinikums tätig. In dieser Funktion hat er viele strukturelle und organisatorische Veränderungen begleitet und umgesetzt. Ein besonderes Anliegen war ihm die strukturelle Neuordnung des Klinikums unter einem fächerübergreifenden Ansatz sowie die enge Verzahnung von Krankenversorgung und Wissenschaft sowie deren Weiterentwicklung. Beispielhaft hierfür steht das außerordentlich erfolgreiche Engagement um die vielen Neubauten im Klinikum. Wie kein anderer Wissenschaftler des Fachbereiches hat er sich diesen schwierigen Projekten zugewandt. „Alle Neubauten im Klinikum der letzten zwei Jahrzehnte tragen die Handschrift von Prof. Thelen – wir sind ihm zu Dank verpflichtet“, so der Dekan des Fachbereichs Medizin, Univ.-Prof. Dr. med. Reinhard Urban.



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Über die Universitätsmedizin der Johannes Gutenberg-Universität Mainz
Die Universitätsmedizin der Johannes Gutenberg-Universität Mainz ist die einzige medizinische Einrichtung der Supramaximalversorgung in Rheinland-Pfalz und ein international anerkannter Wissenschaftsstandort. Sie umfasst mehr als 60 Kliniken, Institute und Abteilungen, die fächerübergreifend zusammenarbeiten und jährlich rund 403.000 Menschen stationär und ambulant versorgen. Hochspezialisierte Patientenversorgung, Forschung und Lehre bilden in der Universitätsmedizin Mainz eine untrennbare Einheit. Rund 3.700 Studierende der Medizin und Zahnmedizin sowie rund 590 Fachkräfte in den verschiedensten Gesundheitsfachberufen, kaufmännischen und technischen Berufen werden hier ausgebildet. Mit rund 9.000 Mitarbeitenden ist die Universitätsmedizin Mainz zudem einer der größten Arbeitgeber der Region und ein wichtiger Wachstums- und Innovationsmotor. Weitere Informationen im Internet unter www.unimedizin-mainz.de
[Stand: 2024]

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