Profilbildung: Gutenberg Forschungskolleg begrüßt fünf neue Mitglieder
Mit Stuart Parkin und Detlef Schuppan werden auch zwei Spitzenforscher aus dem Ausland zu GFK-Fellows ernannt
Die Johannes Gutenberg-Universität Mainz hat 2007 das Gutenberg Forschungskolleg (GFK) eingerichtet, um die wissenschaftlichen Stärken der Universität hervorzuheben und vielversprechende neue Forschungsfelder zu unterstützen. Dazu können einzelne Forscher oder ganze Forschungsgebiete über Fellowships gefördert werden. Fellowships sind das wichtigste Instrument des GFK und ermöglichen die gezielte finanzielle Unterstützung von herausragenden Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern, denen dadurch ideale Voraussetzungen zur Durchführung ihrer Forschungsvorhaben geboten werden sollen. 15 Fellows zählte das Gutenberg Forschungskolleg bislang, fünf weitere wurden nun neu aufgenommen. Bei einer feierlichen Abendveranstaltung hat das GFK am Montag seine neuen Mitglieder offiziell begrüßt und die Ernennungsurkunden überreicht.
„Wir heißen Sie heute im Kreis der GFK-Mitglieder herzlich willkommen und freuen uns, die GFK-Fellowships als Anerkennung und zur weiteren Unterstützung Ihrer Forschungsarbeiten übergeben zu können“, sagte Univ.-Prof. Dr. Matthias Neubert, Direktor des GFK und Leiter der Arbeitsgruppe Theoretische Hochenergiephysik an der Universität Mainz. „Mit Ihrer Ernennung hat die Universität einen weiteren Schritt getan, um herausragende Bereiche noch mehr zu stärken und das wissenschaftliche Profil zu schärfen.“ Neubert wies darauf hin, dass mit der Vergabe von GFK-Fellowships auch die erwünschte stärkere Vernetzung der Universität vorangebracht wird, insbesondere durch die Ernennung externer Mitglieder.
Hierzu gehörte am Montagabend Prof. Dr. Stuart Parkin von der US-Eliteuniversität Stanford University in Kalifornien. Der britisch-amerikanische Experimentalphysiker leitet seit 1982 das Forschungszentrum von IBM in Almaden und ist Direktor des IBM-Stanford Spintronic Science and Applications Center (SpinAps), das 2004 gemeinsam mit der Stanford University eingerichtet wurde. Zu Parkin bestanden bisher schon Kontakte über Univ.-Prof. Dr. Claudia Felser und die Graduiertenschule „Materials Science in Mainz“ (MAINZ). Parkin wird zwei Doktoranden der Graduiertenschule betreuen und die Ausrichtung der Schule in Richtung auf noch stärkere Internationalisierung und verstärkte Industriekooperationen unterstützen.
Zu den neuen Fellows zählt auch Univ.-Prof. Dr. Dr. Detlef Schuppan. Er konnte mit Hilfe des GFK-Fellowships von der hochrenommierten Harvard Medical School in Boston, USA an die Universität Mainz geholt werden, wo er seit Dezember 2010 die Professor für Molekulare und Translationale Medizin besetzt. Prof. Schuppan befasst sich insbesondere mit Fibrose- und Zöliakieforschungen.
Weitere neue GFK-Mitglieder kommen aus verschiedenen universitären Fachgebieten: Univ.-Prof. Dr. Walter Bisang ist Professor für Allgemeine und Vergleichende Sprachwissenschaft und forscht über die weltweite strukturelle Vielfalt in der menschlichen Sprache. Univ.-Prof. Claudia Eder ist Professorin für Gesang und hat an der Hochschule für Musik die Internationale Sommerschule „Singing Summer“ eingerichtet. Sie wurde 2006 als erste Künstlerin überhaupt mit dem Preis der Akademie der Wissenschaften und der Literatur ausgezeichnet. Univ.-Prof. Dr. Peter O. Mülbert ist Professor für Bürgerliches Recht, Handels- und Wirtschaftsrecht sowie Bankrecht und Direktor des Instituts für deutsches und internationales Recht des Spar-, Giro- und Kreditwesens an der Universität Mainz.
Weitere Informationen:
Univ.-Prof. Dr. Matthias Neubert
Direktor des Gutenberg Forschungskollegs (GFK)
Johannes Gutenberg-Universität Mainz (JGU)
D 55099 Mainz
Tel. +49 6131 39-23681, Fax +49 6131 39-24611
E-Mail: matthias.neubert@uni-mainz.de
www.gfk.uni-mainz.de
Die Universitätsmedizin der Johannes Gutenberg-Universität Mainz ist die einzige medizinische Einrichtung der Supramaximalversorgung in Rheinland-Pfalz und ein international anerkannter Wissenschaftsstandort. Sie umfasst mehr als 60 Kliniken, Institute und Abteilungen, die fächerübergreifend zusammenarbeiten und jährlich rund 403.000 Menschen stationär und ambulant versorgen. Hochspezialisierte Patientenversorgung, Forschung und Lehre bilden in der Universitätsmedizin Mainz eine untrennbare Einheit. Rund 3.700 Studierende der Medizin und Zahnmedizin sowie rund 590 Fachkräfte in den verschiedensten Gesundheitsfachberufen, kaufmännischen und technischen Berufen werden hier ausgebildet. Mit rund 9.000 Mitarbeitenden ist die Universitätsmedizin Mainz zudem einer der größten Arbeitgeber der Region und ein wichtiger Wachstums- und Innovationsmotor. Weitere Informationen im Internet unter www.unimedizin-mainz.de
[Stand: 2024]
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