Schlaganfall-Experten der Universitätsmedizin Mainz machen mobil
Aufklärung über Schlaganfall in einem Londonbus
Am 02. Mai macht der signalroter Doppeldecker-Infobus der Initiative „Rheinland-Pfalz gegen den Schlaganfall“ von 10 bis 16 Uhr auf dem Mainzer Bahnhofsvorplatz Station. Experten der Klinik und Poliklinik für Neurologie der Universitätsmedizin Mainz informieren darin über die Risiken und Symptome eines Schlaganfalls und wie wichtig es ist, bei den ersten Anzeichen auf einen entsprechenden Notfall sofort zu handeln und den Notruf 112 zu wählen. Zusätzlich zu der Gelegenheit für Gespräche bieten sie den Veranstaltungsbesuchern an, sich ihr persönliches Schlaganfallrisiko bestimmen zu lassen sowie Blutdruck und Puls zu messen. Darüber hinaus wird ein Rettungswagen samt Besatzung vor Ort sein, um Interessierten die medizintechnische Erstversorgung zu erläutern.
Die nächste Haltestelle auf der Schlaganfall-Infotour des Busses ist am 3. Mai von 10 bis 13 Uhr vor der Mainzer Römerpassage. An diesem Termin wird Univ.-Prof. Dr. Thomas Münzel, Direktor der II. Medizinischen Klinik und Poliklinik der Universitätsmedizin Mainz als Gesprächspartner zur Verfügung stehen.
Wenn bei einem Menschen plötzlich eine Durchblutungsstörung im Gehirn auftritt, erleidet er einen Schlaganfall. Jährlich ereignen sich in Deutschland ca. 250.000 Schlaganfälle. Zirka ein Drittel aller Schlaganfälle endet tödlich. Damit ist der Schlaganfall die dritthäufigste Todesursache in Deutschland. Auch wenn die Häufigkeit des Schlaganfalls mit steigendem Alter zunimmt, mehr als 80 Prozent der Betroffenen sind 60 Jahre und älter, so ist der Schlaganfall keineswegs eine typische Alterserkrankung. Er betrifft häufig auch junge Menschen, mehr als 15% der Patienten sind jünger als 45 Jahre! Wird ein Schlaganfall überlebt, bleiben als Folgeschäden sehr häufig dauerhafte körperliche Behinderungen zurück. Allein in Rheinland-Pfalz sind mehr als 15.000 Menschen von den Folgen dieser Erkrankung betroffen. Um eine dauerhafte Behinderung und weitere Schlaganfälle zu verhindern, sind die sofortige Behandlung in einer qualifizierten neurologischen Klinik wie die der Universitätsmedizin Mainz und die Ursachensuche beim Spezialisten entscheidend. „Das erste Glied in der Rettungskette für Menschen, die einen Schlaganfall erleiden, sind anwesende Personen. Diese müssen die Symptome erkennen und schnell reagieren, indem sie die 112 anrufen. Deshalb ist Aufklärung so wichtig“, betont Privatdozent Dr. med. Klaus Gröschel, Oberarzt an der Stroke Unit der Klinik für Neurologie der Universitätsmedizin Mainz.
Die Initiative „Rheinland-Pfalz gegen den Schlaganfall“ unter der Schirmherrschaft von Ministerpräsident Kurt Beck, hat das Ziel, die Bevölkerung über Risikofaktoren und Symptome des Schlaganfalls aufzuklären. Denn viele Menschen kennen die Symptome eines Schlaganfalls nicht und können ihre individuellen Risikofaktoren nicht einschätzen. Seit März 2012 gibt es in vielen Städten des Landes Rheinland-Pfalz Informationsveranstaltungen für Patienten. Der Schlaganfall-Bus macht seit dem 20. April in 19 Städten quer durch Rheinland-Pfalz halt und bietet jeweils verschiedene Aktivitäten. Weitere Informationen finden Sie unter www.rlp-schlaganfall.de.
Kontakt
PD Dr. Klaus Gröschel
Klinik und Poliklinik für Neurologie der Universitätsmedizin Mainz
Telefon 06131 17-7156, Fax 06131 17-47 5697
E-Mail: klaus.groeschel@unimedizin-mainz.de
Homepage: www.unimedizin-mainz.de/neurologie
Pressekontakt
Barbara Reinke, Stabsstelle Kommunikation und Presse Universitätsmedizin Mainz,
Telefon 06131 17-7428, Fax 06131 17-3496, E-Mail: pr@unimedizin-mainz.de
Über die Initiative „Rheinland-Pfalz gegen den Schlaganfall“
Initiatoren der Aufklärungsaktion sind die Ministerin für Soziales, Arbeit, Gesundheit und Demografie, Frau Malu Dreyer, der Minister des Innern, für Sport und Infrastruktur, Herr Roger Lewentz, die Deutsche Schlaganfall-Gesellschaft DSG sowie das forschende Pharmaunternehmen Boehringer Ingelheim. Neben den 29 Akutklinken, darunter auch Kliniken mit einer sogenannten Stroke Unit (Schlaganfalleinheit), unterstützen weitere Kooperationsspartner das Projekt, so z.B. die Landeszentrale für Gesundheitsförderung in Rheinland-Pfalz e.V. (LZG), die Landesärztekammer RLP, die Landesapothekerkammer, Rettungsdienste, Apotheken, Krankenkassen, der 1. FSV Mainz 05, der Hausärzteverband RLP sowie Schlaganfall-Selbsthilfegruppen.
Über die Universitätsmedizin der Johannes Gutenberg-Universität Mainz
Die Universitätsmedizin der Johannes Gutenberg-Universität Mainz ist die einzige Einrichtung dieser Art in Rheinland-Pfalz. Mehr als 60 Kliniken, Institute und Abteilungen gehören zur Universitätsmedizin Mainz. Mit der Krankenversorgung untrennbar verbunden sind Forschung und Lehre. Rund 3.500 Studierende der Medizin und Zahnmedizin werden in Mainz kontinuierlich ausgebildet. Weitere Informationen im Internet unter www.unimedizin-mainz.de
Die Universitätsmedizin der Johannes Gutenberg-Universität Mainz ist die einzige medizinische Einrichtung der Supramaximalversorgung in Rheinland-Pfalz und ein international anerkannter Wissenschaftsstandort. Sie umfasst mehr als 60 Kliniken, Institute und Abteilungen, die fächerübergreifend zusammenarbeiten und jährlich rund 403.000 Menschen stationär und ambulant versorgen. Hochspezialisierte Patientenversorgung, Forschung und Lehre bilden in der Universitätsmedizin Mainz eine untrennbare Einheit. Rund 3.700 Studierende der Medizin und Zahnmedizin sowie rund 590 Fachkräfte in den verschiedensten Gesundheitsfachberufen, kaufmännischen und technischen Berufen werden hier ausgebildet. Mit rund 9.000 Mitarbeitenden ist die Universitätsmedizin Mainz zudem einer der größten Arbeitgeber der Region und ein wichtiger Wachstums- und Innovationsmotor. Weitere Informationen im Internet unter www.unimedizin-mainz.de
[Stand: 2024]
Abonnieren Sie unsere RSS-Feeds
Aktuelle Meldungen:
www.unimedizin-mainz.de/rss
Aktuelle Stellenanangebote:
www.unimedizin-mainz.de/rss_jobs/rss.xml