Stiftung Kinderkrebsforschung verleiht Lina Marguerite Siebert-Preis 2007

Preis wird für hervorragende Ergebnisse auf dem Gebiet der Zelltod-Forschung bei Leukämien von Kindern vergeben

Im Rahmen einer feierlichen Veranstaltung hat die Stiftung Kinderkrebsforschung am Samstag den Lina Marguerite Siebert-Preis für hervorragende Forschung auf dem Gebiet der Krebserkrankungen bei Kindern und Jugendlichen verliehen. Dr. Lüder Hinrich Meyer vom Universitätsklinikum Ulm erhält den mit 6.000 Euro dotierten Preis für seine Arbeiten auf dem Gebiet der Zelltod-Forschung bei Leukämien von Kindern. „Auch wenn bei der Behandlung von Kindern mit akuter Leukämie Heilungsraten von bis zu 80 Prozent erreicht werden, versagt bei etlichen Patienten die Therapie und sie erleiden Rückfälle ihrer Erkrankungen“, erläutert Dr. Meyer seine preiswürdige Arbeit. „Eine mögliche Erklärung für das Versagen der Therapie ist eine fehlende Aktivierung von Signalen, die den programmierten Zelltod – im Fachjargon: Apoptose – steuern.“ Bei der Untersuchung von kindlichen Leukämiezellproben – isoliert aus Knochenmark oder Blut – konnten die Forscher nachweisen, dass eine intakte Signalregulation beim programmierten Zelltod für eine erfolgreiche Therapie bei verschiedenen akuten Leukämieformen wichtig ist. Patienten mit einem intakten Zelltodprogramm zeigten ein gutes Ansprechen auf die anfängliche Behandlung und ein deutlich besseres Überleben ohne Rückfall. „Aufgrund dieser Ergebnisse konnten wir einen Parameter kalkulieren, der Patientenproben mit einem defekten Zelltodprogramm erkennt“, beschreibt Lüder Hinrich Meyer. „Somit können wir Patienten identifizieren, die gefährdet sind, einen Rückfall zu erleiden. Dieser Parameter könnte daher als zusätzlicher, funktionell definierter Risikofaktor dienen und helfen, diese Patienten frühzeitig entsprechenden Therapiestrategien zuzuführen.“ Vor der Verleihung des Preises wurden aktuell geförderte Projekte der Stiftung Kinderkrebsforschung vorgestellt. Die Stiftung Kinderkrebsforschung Mainz fördert Maßnahmen zur Verbesserung der Situation krebskranker Kinder. Sie wurde 1998 gegründet und basiert auf dem Nachlass von Lina Marguerite Siebert.

Über die Universitätsmedizin der Johannes Gutenberg-Universität Mainz
Die Universitätsmedizin der Johannes Gutenberg-Universität Mainz ist die einzige medizinische Einrichtung der Supramaximalversorgung in Rheinland-Pfalz und ein international anerkannter Wissenschaftsstandort. Sie umfasst mehr als 60 Kliniken, Institute und Abteilungen, die fächerübergreifend zusammenarbeiten und jährlich rund 403.000 Menschen stationär und ambulant versorgen. Hochspezialisierte Patientenversorgung, Forschung und Lehre bilden in der Universitätsmedizin Mainz eine untrennbare Einheit. Rund 3.700 Studierende der Medizin und Zahnmedizin sowie rund 590 Fachkräfte in den verschiedensten Gesundheitsfachberufen, kaufmännischen und technischen Berufen werden hier ausgebildet. Mit rund 9.000 Mitarbeitenden ist die Universitätsmedizin Mainz zudem einer der größten Arbeitgeber der Region und ein wichtiger Wachstums- und Innovationsmotor. Weitere Informationen im Internet unter www.unimedizin-mainz.de
[Stand: 2024]

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