Studie zur Psychotherapie sozialer Ängste geht in die letzte Phase

Forschungsprojekt will Erkennung und Behandlung der sozialen Angst verbessern – Teilnehmer in Mainz können sich noch bis Ende März an zwei Ambulanzen wenden

Die Johannes Gutenberg-Universität Mainz und die Universitätsmedizin Mainz nehmen mit zwei Einrichtungen an einem groß angelegten Forschungsprojekt zur Untersuchung und Therapie der sozialen Phobie teil. Die so genannte „Sopho-Net Studie“ zur psychotherapeutischen Behandlung der sozialen Phobie läuft in Mainz und an zahlreichen weiteren deutschen Kliniken und Instituten noch bis Ende März. Betroffene mit sozialen Ängsten erhalten eine qualifizierte psychotherapeutische Kurzzeitbehandlung. Ein Großteil der etwa 6-monatigen Behandlungen mit einem verhaltenstherapeutischen oder einem psychoanalytisch orientierten Verfahren konnten im Rahmen der Studie bereits erfolgreich abgeschlossen werden. Die Ergebnisse der Studie sollen zum besseren Erkennen und der verbesserten Behandlung der oft unerkannt bleibenden sozialen Angst beitragen. Menschen mit sozialen Ängsten vermeiden es, im Mittelpunkt der Aufmerksamkeit zu stehen. Sie erleben sich im Umgang mit anderen Menschen als deutlich gehemmt oder befangen oder haben den Eindruck, durch Leistungsdruck stärker beeinträchtigt zu sein als andere. In den gefürchteten Situationen oder auch schon beim Gedanken daran treten Ängste auf, die sich bis zur Panik steigern können. Häufig gehen damit körperliche Symptome wie zum Beispiel Zittern, Erröten, Schwitzen, Magen- oder Darmprobleme einher. Die Betroffenen versuchen, die gefürchteten Situationen möglichst zu vermeiden – oder ertragen sie mit einem starken Unbehagen. Diese als „soziale Angst“ oder „soziale Phobie“ bezeichnete Erkrankung ist vergleichsweise häufig: Etwa 15 Prozent der Bevölkerung in den westlichen Industrienationen entwickeln irgendwann in ihrem Leben eine Angststörung. Betroffene können sich Klarheit darüber verschaffen, ob sie einfach sensibler sind als andere oder ob sie an einer behandelbaren Störung leiden, indem sie an der Untersuchung von „Sopho-Net“ teilnehmen. Dazu können sie sich an die Klinik und Poliklinik für Psychosomatische Medizin und Psychotherapie der Universitätsmedizin Mainz (Tel.: 06131-17-2999) und die Ambulanz des Psychologischen Instituts der Universität Mainz (Tel.: 06131-3924621) wenden, die beide psychotherapeutische Behandlungsmöglichkeiten von sozialen Ängsten anbieten.

Über die Universitätsmedizin der Johannes Gutenberg-Universität Mainz
Die Universitätsmedizin der Johannes Gutenberg-Universität Mainz ist die einzige medizinische Einrichtung der Supramaximalversorgung in Rheinland-Pfalz und ein international anerkannter Wissenschaftsstandort. Sie umfasst mehr als 60 Kliniken, Institute und Abteilungen, die fächerübergreifend zusammenarbeiten und jährlich rund 403.000 Menschen stationär und ambulant versorgen. Hochspezialisierte Patientenversorgung, Forschung und Lehre bilden in der Universitätsmedizin Mainz eine untrennbare Einheit. Rund 3.700 Studierende der Medizin und Zahnmedizin sowie rund 590 Fachkräfte in den verschiedensten Gesundheitsfachberufen, kaufmännischen und technischen Berufen werden hier ausgebildet. Mit rund 9.000 Mitarbeitenden ist die Universitätsmedizin Mainz zudem einer der größten Arbeitgeber der Region und ein wichtiger Wachstums- und Innovationsmotor. Weitere Informationen im Internet unter www.unimedizin-mainz.de
[Stand: 2024]

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