Universitätsmedizin Mainz nimmt am Welthirntumortag 2012 teil

Gliome – neue individuelle Therapiekonzepte und Bewährtes

Die Neurochirurgische Klinik und Poliklinik der Universitätsmedizin Mainz veranstaltet am 8. Juni, dem Welthirntumortag, von 14 bis 18 Uhr, eine Informationsveranstaltung über bewährte und neue individuelle Therapiekonzepte bei Gliomen, den gefährlichsten Hirntumoren. Nach welchen Standards werden Hirntumoren und Hirnmetastasen derzeit therapiert? Wie verändern moderne Techniken und neue Medikamente die Behandlung von Hirntumoren? Welche hoffnungsvollen, innovativen Therapieansätze sind derzeit verfügbar? Antworten auf diese und andere Fragen erhalten Betroffene, Interessierte und Ärzte im Hörsaal der Frauenklinik, Gebäude 102, Universitätsmedizin, Langenbeckstr.1, 55131 Mainz. Der Eintritt ist frei.  Tumore des Gehirns und des Rückenmarks stellen sowohl Mediziner als auch Betroffene vor besondere Herausforderungen. Vor allem die aggressiven, bösartigen Formen gehören zu den am schwersten zu therapierenden Krebserkrankungen und gelten bis heute als unheilbar. In Deutschland erkranken jährlich etwa 8.000 Menschen neu an einem primären bösartigen Hirntumor, weltweit sind es täglich 500 neue Fälle. Bei Kindern sind Hirntumoren sogar die zweithäufigste Krebserkrankung. Mit 50.000 Betroffenen und damit bedeutend höher ist die Zahl der Patienten mit Hirnmetastasen, die sich infolge von anderen Krebsleiden entwickeln. Sie gehen nicht aus dem Hirngewebe hervor, sondern entstehen aus Zellabsiedelungen anderer Organtumoren, die bis ins Gehirn oder Rückenmark vordringen. Krankheitsverlauf, Therapie und Rehabilitationsphasen stellen an die Betroffenen und deren Angehörigen teilweise hohe psychische Anforderungen, in einigen Fällen auch existentieller Art, denn Hirntumorpatienten fühlen nicht nur ihr Leben, sondern auch den Sitz ihrer Psyche und damit ihre psychischen Fähigkeiten und Eigenschaften durch die Erkrankung bedroht. Um auf die Belange und Probleme von Hirntumorpatienten aufmerksam zu machen, hat die  Deutschen Hirntumorhilfe im Jahr 2000 den Welthirntumortag initiiert. Er findet alljährlich am 8. Juni statt. Die Neurochirurgische Klinik und Poliklinik der Universitätsmedizin Mainz richtet ihr Augenmerk an diesem Tag auf die primären Tumoren des Zentralnervensystems, den sogenannten Gliomen und wie diese zu therapieren sind. Etwa 40 Prozent der Hirntumore sind Gliome. Sie entstehen durch ein abnormes nicht-kontrollierbares Zellwachstum, am häufigsten aus dem Stütz- und Nährgewebe für Nervenzellen, der Glia. Risikofaktoren sind ebenso wenig bekannt wie Möglichkeiten zur Früherkennung. Deshalb sind erfolgreiche Therapieoptionen und diesbezügliche Forschungen zu innovativen, dauerhaft wirksamen Methoden für Neuroonkologen und angliederte Disziplinen von zentraler Bedeutung. Der Auftaktvortrag der Informationsveranstaltung der Universitätsmedizin Mainz befasst sich mit der Situation nachdem ein Hirntumor festgestellt wurde. Unter dem Titel „ Diagnose Hirntumor – was nun?“ gibt Dr. Naureen Keric, Oberärztin an der Neurochirurgischen Klinik und Poliklinik der Universitätsmedizin Mainz, einen Überblick über aktuelle Studienergebnisse und über die therapeutischen Möglichkeiten in der Neurochirurgischen Klinik der Universitätsmedizin Mainz. Der Neuroradiologe Dr. Andrej Tropine, Facharzt für Radiologie und Mitarbeiter der Abteilung Neuroradiologie, und Dr. Matthias Miederer, leitender Oberarzt der Abteilung Nuklearmedizin der Universitätsmedizin Mainz erläutern in zwei Vorträgen die multimodale Diagnostik bei Hirntumoren und interdisziplinäre Konzepte. Über den alltäglichen Umgang mit der Erkrankung Hirntumor berichtet Dr. med. Holger Kuntze. Er zeigt auf, mit welchen Einschränkungen Betroffene zu kämpfen haben, aber auch was die Erkrankten selber tun können, um eine maximal mögliche Lebensqualität zu erhalten. Univ.-Prof. Dr. Alf Giese, Direktor der Neurochirurgischen Klinik und Poliklinik, informiert anschließend über moderne Operationstechniken bei Gliomen. Dabei geht er insbesondere auf die Gradwanderung zwischen einer möglichst kompletten Resektion und der Einschränkung durch funktionelle Hirnareale ein. Dr. Mirjam Renovanz, wissenschaftliche Assistentin der Neurochirurgischen Klinik und Poliklinik, führt zunächst in die Arbeit des neuroonkologischen Labors ein und gibt Antwort auf die Frage, was mit Tumorproben gemacht wird. In ihrem zweiten Vortrag widmet sie sich dem Stellenwert der Psychoonkologie in der Therapie von Hirntumoren. Aktuelle Konzepte in der Strahlentherapie von Gliomen stellt Dr. Marcus Stockinger, Oberarzt der Abteilung Radioonkologie, Universitätsmedizin Mainz, vor. Er wird die unterschiedlichen Bestrahlungsarten und die damit verbundenen Möglichkeiten und Einschränkungen erklären. Zum Abschluss der Informationsveranstaltung fasst Prof. Giese die Vorträge noch einmal zusammen, bevor er und die anderen Referenten des Tages für Fragen der Veranstaltungsbesucher zur Verfügung stehen. Wir bitten um redaktionellen Terminhinweis und Terminankündigung im Veranstaltungskalender. Darüber hinaus sind Vertreter der Presse herzlich willkommen.    Weitere Informationen:
Dr. med. Naureen Keric, Oberärztin an der Neurochirurgischen Klinik und Poliklinik, Universitätsmedizin Mainz;
E-Mail: naureen.keric@unimedizin-mainz.de Pressekontakt
Barbara Reinke,
Stabsstelle Kommunikation und Presse Universitätsmedizin Mainz,
Tel. 06131 / 17-7428, Fax 06131 / 17-3496, E-Mail: pr@unimedizin-mainz.de Über die Universitätsmedizin der Johannes Gutenberg-Universität Mainz
Die Universitätsmedizin der Johannes Gutenberg-Universität Mainz ist die einzige Einrichtung dieser Art in Rheinland-Pfalz. Mehr als 60 Kliniken, Institute und Abteilungen gehören dazu. Mit der Krankenversorgung untrennbar verbunden sind Forschung und Lehre. Rund 3.500 Studierende der Medizin und Zahnmedizin werden in Mainz kontinuierlich ausgebildet. Weitere Informationen im Internet unter www.unimedizin-mainz.de

Über die Universitätsmedizin der Johannes Gutenberg-Universität Mainz
Die Universitätsmedizin der Johannes Gutenberg-Universität Mainz ist die einzige medizinische Einrichtung der Supramaximalversorgung in Rheinland-Pfalz und ein international anerkannter Wissenschaftsstandort. Sie umfasst mehr als 60 Kliniken, Institute und Abteilungen, die fächerübergreifend zusammenarbeiten und jährlich rund 403.000 Menschen stationär und ambulant versorgen. Hochspezialisierte Patientenversorgung, Forschung und Lehre bilden in der Universitätsmedizin Mainz eine untrennbare Einheit. Rund 3.700 Studierende der Medizin und Zahnmedizin sowie rund 590 Fachkräfte in den verschiedensten Gesundheitsfachberufen, kaufmännischen und technischen Berufen werden hier ausgebildet. Mit rund 9.000 Mitarbeitenden ist die Universitätsmedizin Mainz zudem einer der größten Arbeitgeber der Region und ein wichtiger Wachstums- und Innovationsmotor. Weitere Informationen im Internet unter www.unimedizin-mainz.de
[Stand: 2024]

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