Universitätsmedizin Mainz unterstützt Norddeutschland in der Behandlung von EHEC-Patienten
Mainzer Transfusionszentrale schickt Pakete mit Blutplasma
(Mainz, 03.06.2011, br) Um den stark angestiegenen Bedarf an therapeutischen Plasmen in Norddeutschland decken zu können, sendet die Mainzer Transfusionszentrale Plasmen zur Behandlung von Patienten mit EHEC-Infektionen und HUS-Fällen nach Schleswig-Holstein, Hamburg, Nordrhein-Westfalen und Niedersachsen. Diese werden dort dringend benötigt, denn in diesen Bundesländern sind insgesamt 520 Fälle von schweren HUS-Erkrankungen bekannt, die täglich durch einen Plasmaaustausch (Plasmapherese) behandelt werden müssen. Dies bedeutet einen Verbrauch an therapeutischen Plasmen von über 5.000 bis 6.000 Einheiten pro Tag (entspricht 1.250 bis 1.500 Liter Blutplasma). Um die rund 6.000 Frischplasmen, die sich derzeit in Quarantänelagerung in der Transfusionszentrale der Universitätsmedizin Mainz befinden, kurzfristig freigegeben zu können, ruft die Einrichtung ihre Blutspender zur Blutspende oder zu einer Kontrollblutentnahme auf.
In der Universitätsmedizin Mainz gibt es derzeit drei bestätigte EHEC-Fälle. Einer davon ist ein klinisch „normaler“ EHEC-Fall, der nicht in Zusammenhang mit der aktuellen EHEC-Problematik steht. Hier nimmt die Krankheit einen leichten Verlauf. Ein zweiter Patient befindet sich mittlerweile wieder auf Normalstation und der dritte Fall benötigt eine intensivmedizinische Behandlung.
In Rheinland-Pfalz ist die Versorgung mit therapeutischen Plasmen auf hohem Niveau gesichert. Die Transfusionszentrale der Universitätsmedizin Mainz würde es aber trotzdem begrüßen, wenn die Bevölkerung in Rheinland-Pfalz die EHEC-Infektionen in Norddeutschland zum Anlass nehmen würde, um mit dem Blutspenden zu beginnen oder um wieder bzw. häufiger Blut zu spenden. Für’s Leben gerne Blutspenden.
Weitere Informationen:
Transfusionszentrale, Frau Wilhelm, Tel. 06131 17 3210
Pressekontakt
Barbara Reinke, Stabsstelle Kommunikation und Presse Universitätsmedizin Mainz,
Telefon 06131 17-7428, Fax 06131 17-3496,
E-Mail: pr@unimedizin-mainz.de
Die Universitätsmedizin der Johannes Gutenberg-Universität Mainz ist die einzige medizinische Einrichtung der Supramaximalversorgung in Rheinland-Pfalz und ein international anerkannter Wissenschaftsstandort. Sie umfasst mehr als 60 Kliniken, Institute und Abteilungen, die fächerübergreifend zusammenarbeiten und jährlich rund 403.000 Menschen stationär und ambulant versorgen. Hochspezialisierte Patientenversorgung, Forschung und Lehre bilden in der Universitätsmedizin Mainz eine untrennbare Einheit. Rund 3.700 Studierende der Medizin und Zahnmedizin sowie rund 590 Fachkräfte in den verschiedensten Gesundheitsfachberufen, kaufmännischen und technischen Berufen werden hier ausgebildet. Mit rund 9.000 Mitarbeitenden ist die Universitätsmedizin Mainz zudem einer der größten Arbeitgeber der Region und ein wichtiger Wachstums- und Innovationsmotor. Weitere Informationen im Internet unter www.unimedizin-mainz.de
[Stand: 2024]
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