„Wer soll das bezahlen? Notwendige Reformen“

Dritter Vortrag der Reihe „Gesundheit und Gerechtigkeit“ der Universitätsmedizin Mainz und der Medizinischen Gesellschaft Mainz am 13. Juni

Gesundheit und Gerechtigkeit sind für jeden Einzelnen fundamentale Werte. Höhere Lebensqualität und längere Lebenserwartung sind häufig technischen Fortschritten zu verdanken, allerdings auch meist verbunden mit höheren Kosten. Doch wer soll diese tragen? Angesichts zunehmend klammer Kassen wird auch im Gesundheitssystem die Frage „Wer soll das bezahlen?“ immer häufiger und immer lauter gestellt. Dass Reformen zur Finanzierung dieses wichtigen gesellschaftlichen Bereichs erforderlich sind, erläutert am 13. Juni Prof. Dr. rer. pol.  Aloys Prinz, Direktor des Instituts für Finanzwissenschaft II der Universität Münster. Sein Vortrag ist der dritte in der Reihe „Gesundheit und Gerechtigkeit“, die von der Universitätsmedizin Mainz gemeinsam mit der Medizinischen Gesellschaft Mainz, der Akademie für Ärztliche Fortbildung Rheinland- Pfalz und der Friedrich-Naumann-Stiftung für die Freiheit seit April bis Juli 2012 angeboten wird. Die Vortragsreihe widmet sich den ökonomischen, rechtlichen, politischen und ethischen Aspekten der Frage, wie im Gesundheitswesen die Finanzierungslasten gerecht verteilt und Kostenbegrenzungen so gestaltet können werden, dass niemand ungerechtfertigter Weise von Leistungen ausgeschlossen wird. Die Veranstaltungen finden jeweils dienstags ab 19.15 Uhr im Hörsaal der Chirurgie, Universitätsmedizin Mainz, Langenbeckstr. 1, 55131 Mainz, statt. Alle Interessierten sind herzlich willkommen. Der Eintritt ist frei. Prof. Prinz legt in seinem Vortrag dar, warum es seiner Ansicht nach erforderlich, das Finanzierungssystem zu reformieren. Selbst wenn es gelänge, im Gesundheitswesen zu rationalisieren und zu rationieren und so Geld zu sparen, so wären diese Maßnahmen in Anbetracht des medizinischen Fortschritts und des demogra­phischen Wandels unzureichend. Denn das bisherige System käme dabei unter anderem deshalb an seine Grenzen, weil der Faktor Arbeit durch Steigerungen der Krankenkassenbeiträge zu stark belastet würde. Doch welche Alternativen sind denkbar? Wie sind die Möglichkeiten einer allgemeinen Bürgerversicherung, eines Gesundheitsprämien­modells oder einer vollständigen Steuerfinanzierung zu bewer­ten? Ist es sinnvoll, das Nebeneinander von gesetzlicher und privater Krankenversicherung aufrechtzuerhalten? Der Professor für Volkswirtschaftslehre gibt in seinem Vortrag „Wer soll das bezahlen? Notwendige Reformen der Finanzierung des Gesundheitssystems“ Antworten und liefert Denkanstöße. Moderiert wird die Veranstaltung von Univ.-Prof. Dr. Norbert Pfeiffer, stellvertretende Medizinische Vorstand der Universitätsmedizin Mainz. Weitere Termine:     26.06.2012              „Kann Rationalisierung gerecht sein? Lösungen für eine faire Begrenzung von Gesundheitsleistungen“     17.07.2012              „Wo wollen wir hin? Zukunft des Gesundheitssystems in Deutschland“ Wir bitten um redaktionellen Terminhinweis und Terminankündigung im Veranstaltungskalender! Kontakt
Univ.-Prof. Dr. med. Theodor Junginger e. m.,
Vorsitzender der Medizinische Gesellschaft Mainz e.V.
Telefon: 06131 17-4168, Fax: 06131 17-5516, E-Mail: junginger@uni-mainz.de Pressekontakt
Barbara Reinke, Stabsstelle Kommunikation und Presse, Universitätsmedizin Mainz, Telefon: 06131 17-7428, Fax: 06131 17-3496, E-Mail: pr@unimedizin-mainz.de Über die Universitätsmedizin der Johannes Gutenberg-Universität Mainz
Die Universitätsmedizin der Johannes Gutenberg-Universität Mainz ist die einzige Einrichtung dieser Art in Rheinland-Pfalz. Mehr als 60 Kliniken, Institute und Abteilungen gehören zur Universitätsmedizin Mainz. Mit der Krankenversorgung untrennbar verbunden sind Forschung und Lehre. Rund 3.500 Studierende der Medizin und Zahnmedizin werden in Mainz kontinuierlich ausgebildet. Weitere Informationen im Internet unter www.unimedizin-mainz.de

Über die Universitätsmedizin der Johannes Gutenberg-Universität Mainz
Die Universitätsmedizin der Johannes Gutenberg-Universität Mainz ist die einzige medizinische Einrichtung der Supramaximalversorgung in Rheinland-Pfalz und ein international anerkannter Wissenschaftsstandort. Sie umfasst mehr als 60 Kliniken, Institute und Abteilungen, die fächerübergreifend zusammenarbeiten und jährlich rund 403.000 Menschen stationär und ambulant versorgen. Hochspezialisierte Patientenversorgung, Forschung und Lehre bilden in der Universitätsmedizin Mainz eine untrennbare Einheit. Rund 3.700 Studierende der Medizin und Zahnmedizin sowie rund 590 Fachkräfte in den verschiedensten Gesundheitsfachberufen, kaufmännischen und technischen Berufen werden hier ausgebildet. Mit rund 9.000 Mitarbeitenden ist die Universitätsmedizin Mainz zudem einer der größten Arbeitgeber der Region und ein wichtiger Wachstums- und Innovationsmotor. Weitere Informationen im Internet unter www.unimedizin-mainz.de
[Stand: 2024]

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