Zeit zum Lächeln ist gekommen

20. Interdisziplinäres Symposium des Deutschen Interdisziplinären Arbeitskreises „Lippen-Kiefer-Gaumen-Spalten/Kraniofaziale Anomalien“ am 05. und 06. Oktober in Mainz

Die Lippen-Kiefer-Gaumen-Spalte – eine der häufigsten Gesichtsfehlbildungen – gehört heute immer noch in das Alltagsbild vieler verschiedener Fachärzte. Mittlerweile sind die Behandlungsmöglichkeiten jedoch so gut, dass die Betroffenen nicht mehr ein Leben lang beeinträchtigt sind. Der Interdisziplinäre Arbeitskreis Lippen-Kiefer-Gaumen-Spalten, der Deutschen Gesellschaften für Mund-, Kiefer- u. Gesichtschirurgie, für Kieferorthopädie, für Phoniatrie und Pädaudiologie, für Hals-Nasen-Ohrenheilkunde, Kopf- u. Halschirurgie lädt aus Anlass seines 20-jährigen Jubiläums am 05. und 06. Oktober zu einem Symposium ein. Im Mittelpunkt stehen dabei neue Therapiestrategien bei der Behandlung von Lippen-Kiefer-Gaumen-Spalten. Rund 250 Vertreter aus allen beteiligten Fachdisziplinen werden hierzu aus dem gesamten Bundesgebiet in Mainz erwartet. Die wissenschaftliche Leitung hat Prof. Dr. Dr. Wilfried Wagner, Leiter der Klinik und Poliklinik für Mund-, Kiefer- und Gesichtschirurgie des Klinikums der Johannes Gutenberg-Universität Mainz.  In Deutschland werden jährlich rund 1.800 Kinder mit einer Lippen-Kiefer-Gaumenspalte geboren, damit ist etwa jedes 500. Kind betroffen. Diese Erkrankung ist die zweithäufigste angeborene Fehlbildung. Bereits zwischen der fünften und neunten Schwangerschaftswoche entsteht die Spaltbildung, bei der die Strukturen im Gesicht nicht so zusammenwachsen, wie sie zusammengehören. Die Ursache für die Erkrankung ist allerdings noch nicht völlig geklärt. Angenommen wird eine Kombination aus erblicher Disposition und Umweltfaktoren. Pränatal kann der Defekt an der Lippe nur mit einem speziellen Ultraschallgerät diagnostiziert werden.   Mit einer kontinuierlichen interdisziplinären Behandlung durch die Mund-, Kiefer- und Gesichtschirurgie, die Kieferorthopädie, die Klinik für Kommunikationsstörungen, die Hals-Nasen-Ohren-Klinik, das Zentrum für Kinder- und Jugendmedizin, die Frauenklinik und die Lehranstalt für Logopädie des Klinikums der Johannes Gutenberg-Universität Mainz stehen die Chance der vollständigen Rehabilitation der Kinder sehr gut. Die Behandlung erstreckt sich dabei von den ersten Tagen nach der Geburt bis etwa zum 18. Lebensjahr. Seit 1969 werden am Universitätsklinikum Mainz Behandlungen dieser Erkrankung angeboten. Derzeit werden hier rund 900 Patienten mit einer Lippen-Kiefer-Gaumenspalte medizinisch begleitet.   „Das Besondere an dem Konzept unserer Klinik ist die Konstanz. Wir behandeln mittlerweile seit mehr als zwei Jahrzehnten nach diesem Konzept. Gerade bei Krankheiten, die einen so langen Behandlungszeitraum erfordern, ist es wichtig eine gewisse Kontinuität zu wahren“, erklärt der Direktor der Klinik und Poliklinik für Mund-, Kiefer- und Gesichtschirurgie, Prof. Dr. Dr. Wilfried Wagner. „Aber auch die Offenheit zu behutsamen Veränderungen ist notwendig, ohne dabei den Erfolg der Behandlung zu gefährden. Hierfür ist der kontinuierliche, interdisziplinäre Erfahrungsaustausch von entscheidender Wichtigkeit.“

Über die Universitätsmedizin der Johannes Gutenberg-Universität Mainz
Die Universitätsmedizin der Johannes Gutenberg-Universität Mainz ist die einzige medizinische Einrichtung der Supramaximalversorgung in Rheinland-Pfalz und ein international anerkannter Wissenschaftsstandort. Sie umfasst mehr als 60 Kliniken, Institute und Abteilungen, die fächerübergreifend zusammenarbeiten und jährlich rund 403.000 Menschen stationär und ambulant versorgen. Hochspezialisierte Patientenversorgung, Forschung und Lehre bilden in der Universitätsmedizin Mainz eine untrennbare Einheit. Rund 3.700 Studierende der Medizin und Zahnmedizin sowie rund 590 Fachkräfte in den verschiedensten Gesundheitsfachberufen, kaufmännischen und technischen Berufen werden hier ausgebildet. Mit rund 9.000 Mitarbeitenden ist die Universitätsmedizin Mainz zudem einer der größten Arbeitgeber der Region und ein wichtiger Wachstums- und Innovationsmotor. Weitere Informationen im Internet unter www.unimedizin-mainz.de
[Stand: 2024]

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