Zentrum für Kinder- und Jugendmedizin der Universitätsmedizin Mainz beteiligt sich an Impfstoff-Studie gegen Meningokokken

Ein neuer Impfstoff gegen Meningokokken der Gruppe B befindet sich ab Januar unter anderem im Zentrum für Klinische Studien am Zentrum für Kinder- und Jugendmedizin der Universitätsmedizin Mainz in Erprobung. Bei dieser Impfung gegen Meningokokken der Gruppe B handelt es sich um eine Arzneimittelprüfung mit einem bisher nicht zugelassenen Impfstoff. Geimpft werden können Säuglinge ab der 8. Lebenswoche, die sowohl die Meningokokken B-Impfung, als auch die in diesem Alter notwendigen Standardimpfungen erhalten. Interessierte Eltern aus Mainz, Wiesbaden und Umgebung erhalten gerne weitere Informationen zu dieser Studie von ihrem/r  Kinderarzt/ärztin oder direkt am Studienzentrum des Zentrums für Kinder- und Jugendmedizin. Meningokokken sind Bakterien. Sie kommen weltweit vor und werden durch Tröpfcheninfektion übertragen – also beispielsweise durch Husten oder Niesen. Je nach Alter tragen 2 bis 25 Prozent aller gesunden Menschen die Bakterien im Nasen-Rachen-Raum. Aus unbekannten Gründen können die Erreger (im Fachjargon: Neisseria meningitidis) gelegentlich in die Blutbahn über die Schleimhaut eindringen und dort schwere Erkrankungen auslösen – im schlimmsten Fall eine eitrige Hirnhautentzündung oder eine schwere Blutvergiftung mit Organversagen. Häufige Folgen der Infektion sind bleibende neurologische Schäden. In den ersten beiden Lebensjahren ist das Immunsystem des Menschen häufig machtlos gegen die Eindringlinge. So sind von der invasiven Meningokokken-Erkrankung am häufigsten Säuglinge und Kleinkinder im 1. und 2. Lebensjahr betroffen. Aber auch später, besonders in der Altersgruppe der 15 bis 19-jährigen Jugendlichen, sind sehr schnelle und tödliche Krankheitsverläufe möglich. Man unterscheidet verschiedene Gruppen von Meningokokken. In Deutschland werden etwa zwei Drittel der schweren Erkrankungen durch Meningokokken der Gruppe B und ein Drittel durch C-Meningokokken verursacht. Während seit zwei Jahren eine Meningokokken C-Impfung für Kleinkinder ab dem 12. Lebensmonat in Deutschland verfügbar und empfohlen ist, war es bislang nicht möglich, Säuglinge durch eine Impfung vor den häufigeren B-Meningokokken zu schützen. Ein neuer Impfstoff gegen Meningokokken der Gruppe B befindet sich ab Januar unter anderem im Zentrum für Klinische Studien am Zentrum für Kinder- und Jugendmedizin der Universitätsmedizin Mainz in Erprobung. Bei dieser Impfung gegen Meningokokken der Gruppe B handelt es sich um eine Arzneimittelprüfung mit einem bisher nicht zugelassenen Impfstoff. Geimpft werden können Säuglinge ab der 8. Lebenswoche, die sowohl die Meningokokken B-Impfung, als auch die in diesem Alter notwendigen Standardimpfungen erhalten. Interessierte Eltern aus Mainz, Wiesbaden und Umgebung erhalten gerne weitere Informationen zu dieser Studie von ihrem/r  Kinderarzt/ärztin oder direkt am Studienzentrum:

Zentrum für Klinische Studien
am Zentrum für Kinder- und Jugendmedizin
Universitätsmedizin der Johannes Gutenberg-Universität Mainz
Langenbeckstr. 1
Tel.: 06131/17-3090
55131 Mainz

Über die Universitätsmedizin der Johannes Gutenberg-Universität Mainz
Die Universitätsmedizin der Johannes Gutenberg-Universität Mainz ist die einzige medizinische Einrichtung der Supramaximalversorgung in Rheinland-Pfalz und ein international anerkannter Wissenschaftsstandort. Sie umfasst mehr als 60 Kliniken, Institute und Abteilungen, die fächerübergreifend zusammenarbeiten und jährlich rund 403.000 Menschen stationär und ambulant versorgen. Hochspezialisierte Patientenversorgung, Forschung und Lehre bilden in der Universitätsmedizin Mainz eine untrennbare Einheit. Rund 3.700 Studierende der Medizin und Zahnmedizin sowie rund 590 Fachkräfte in den verschiedensten Gesundheitsfachberufen, kaufmännischen und technischen Berufen werden hier ausgebildet. Mit rund 9.000 Mitarbeitenden ist die Universitätsmedizin Mainz zudem einer der größten Arbeitgeber der Region und ein wichtiger Wachstums- und Innovationsmotor. Weitere Informationen im Internet unter www.unimedizin-mainz.de
[Stand: 2024]

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