Visual Universitätsmedizin Mainz

 



Medizinische Doktorarbeiten und Masterarbeiten zu vergeben 





Der Forschungsschwerpunkt der Arbeitsgruppe für Verhaltensneurophysiologie (AG Prof. Stüttgen) liegt auf den psychologischen und neuronalen Grundlagen adaptiven Entscheidungsverhaltens. Entscheidungsfindung ist ein komplexer kognitiver Prozess, der das Einschätzen der Risiken, Belohnungen und Kosten der vorliegenden Entscheidungsalternativen erfordert, um letzten Endes die Alternative zu wählen, welche das beste Kosten-Nutzen-Verhältnis aufweist. Im Labor nutzen wir verschiedene Verhaltensparadigmen zur Untersuchung von Entscheidungsprozessen hinsichtlich ihrer Konsequenzen (bspw. Belohnung und Bestrafung).

 

Aktuell sind zwei Projekte zu vergeben:

 

Die Bedeutung des auditorischen Kortex der Ratte für die Einordnung akustischer Reize

 

Damit Organismen ihr Verhalten den Umständen entsprechend flexibel anpassen können, müssen sie imstande sein, sensorische Reize zu unterscheiden und diese in einen verhaltensrelevanten Kontext einzuordnen. Zu diesem Zweck führen wir Verhaltensversuche mit Ratten mit einer bereits etablierten Verhaltensaufgabe durch. In dieser werden die Belohnungs- und Bestrafungskontingenzen von Reiz-Reaktionspaaren innerhalb der Verhaltenssession manipuliert, was eine rasche Verhaltensanpassung erfordert. Mittels chronisch implantierter Kanülen wird durch Infusion einer bestimmten Substanz der auditorische Kortex vorübergehend inaktiviert. Die Tiere werden nach der Inaktivierung im Verhaltensversuch getestet, um die resultierenden Defizite zu charakterisieren. Somit wird diese Arbeit zur Klärung der Frage nach der Rolle sensorischer Verarbeitung von verhaltensrelevanten Reizen bei adaptivem Entscheidungsverhalten beitragen.

 

Die Rolle dopaminerger und serotonerger Systeme bei adaptiver Entscheidungsfindung

 

Ziel dieses Projektes ist die Etablierung eines neuen Verhaltensparadigmas zur Verrechnung von belohnenden und bestrafenden Verhaltenskonsequenzen. Im Anschluss werden Dopamin- und Serotoninrezeptoren hemmende oder aktivierende Substanzen systemisch appliziert und deren Auswirkung auf das Verhalten der Tiere untersucht. Gleichzeitig soll hierbei die elektrische Hirnaktivität im präfrontalen Kortex registriert werden.

 

 

Interessenten/innen wenden sich bitte an: Frau Vanya Stoilova

Kurzbewerbung an: vanya.stoilova@uni-mainz.de