Visual Universitätsmedizin Mainz

31. März 2021

10 Jahre Institut für Lehrergesundheit an der Universitätsmedizin Mainz

Beratung und Forschung – auch und gerade in der Coronapandemie
Newsbild

Foto: Markus Schmidt

Das Institut für Lehrergesundheit (IfL) an der Universitätsmedizin Mainz begeht sein 10-jähriges Jubiläum. Die zentrale Aufgabe des IfLs besteht darin, die mehr als 42.000 staatlichen Lehrerinnen und Lehrer sowie die ca. 2.500 pädagogischen Fachkräfte in Rheinland-Pfalz zu Fragen der Arbeitsmedizin und Sicherheitstechnik zu beraten und Forschung zur Lehrergesundheit zu betreiben. 2011 vom zuständigen Bildungsministerium eingerichtet, hat sich das Institut stetig weiterentwickelt. So sind beispielsweise mit Ausbruch der Coronapandemie neue Fragen zum Arbeits- und Gesundheitsschutz entstanden, die das IfL mit spezifisch ausgerichteten Angeboten beantwortet. Auch zehn Jahre nach seiner Gründung ist das nach internationalen Standards zertifizierte Institut als universitäre Einrichtung bundesweit einmalig. Die Zugehörigkeit zur Universitätsmedizin Mainz bietet den großen Vorteil der interdisziplinären Zusammenarbeit, welche für die Lehrergesundheit in Praxis und Wissenschaft genutzt wird.

Bildungsministerin Dr. Stefanie Hubig beglückwünscht das IfL zum 10. Geburtstag. Die Ministerin betont: „Rheinland-Pfalz ist das einzige Land, das ein eigenes Institut für Lehrergesundheit unterhält. Es ist innerhalb der letzten zehn Jahre zu einer festen Institution in Rheinland-Pfalz geworden und wird über die Landesgrenzen hinaus - sowohl national als auch international - als kompetente Einrichtung für die arbeitsmedizinische und sicherheitstechnische Betreuung der Lehrkräfte sowie für seine Forschungsarbeiten zur Lehrergesundheit wahrgenommen. Darüber hinaus ist das IfL Anlaufstelle für unsere Lehrerinnen und Lehrer sowie für die pädagogischen Fachkräfte und das ist von unschätzbarem Wert. Das IfL hat in den letzten zehn Jahren Großes geleistet und ist gerade auch während der Corona-Pandemie ein ganz wichtiger Berater. Dafür bedanke ich mich sehr herzlich bei Herrn Professor Letzel, der das Institut leitet, und allen seinen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern.“

Der Vorstandsvorsitzende und Medizinische Vorstand der Universitätsmedizin Mainz, Univ.-Prof. Dr. Norbert Pfeiffer, gratuliert dem Institut für Lehrergesundheit und seinen Mitarbeitenden für die erste Dekade erfolgreichen Wirkens und hob die Bedeutung des IfLs hervor: „Das Institut für Lehrergesundheit bietet präventive Medizin an und kann helfen, Krankheit zu vermeiden und Lehrerinnen und Lehrern behilflich sein, ein ganzes Berufsleben lang gesund zu unterrichten. Zudem hat unser Institut für Lehrergesundheit seit seiner Gründung gezeigt, wie sehr es mit seiner Expertise die Lehrenden in diesem Land dabei unterstützen kann, den wachsenden Anforderungen gerecht werden zu können. So hat es auf den Ausbruch der Corona-Pandemie beispielsweise mit neu entwickelten, spezifisch ausgerichteten Beratungsleistungen für Schulen und Bedienstete reagiert.“

Das von der Arbeit der 27 Mitarbeitenden des IfL nicht nur die Lehrenden, sondern auch die Schülerschaft profitieren kann, verdeutlichen unter anderem die wissenschaftlichen Projekte des IfLs, beispielsweise „Lärm und Raumakustik in Schulen“ oder auch „Validierung von interaktiven Schulungsangeboten im Rahmen der Primärprävention von Infektionskrankheiten“.

Das Institut für Lehrergesundheit der Universitätsmedizin Mainz ist beratender Ansprechpartner für das Land und die staatlichen Lehrkräfte, die pädagogischen Fachkräfte und die Bediensteten sowie die Anwärter an Studienseminaren in Rheinland-Pfalz. Es berät beim Arbeitsschutz und der Unfallverhütung sowie bei allen Fragen des betrieblichen Gesundheitsschutzes. So unterstützt das IfL u.a. bei der Gefährdungsbeurteilung und führt arbeitsmedizinische Untersuchungen sowie entsprechende Vorsorgemaßnahmen durch. In Zusammenarbeit mit dem Pädagogischen Landesinstitut bietet es darüber hinaus Fortbildungsangebote zur Lehrergesundheit an. Eine weitere wichtige Aufgabe des IfLs ist die Forschung zur Lehrergesundheit. Um Schulen und Bedienstete bei den besonderen Herausforderungen zu unterstützen, die sich durch die Coronapandemie ergeben haben, bietet es derzeit insbesondere SARS-CoV-2-spezifische Beratungsleistungen an.

Unter der Leitung von Univ.-Prof. Dr. med. Dipl.-Ing. Stephan Letzel hat das IfL seit seiner Gründung ein umfangreiches Netzwerk mit allen Verantwortlichen zur Lehrergesundheit aufgebaut und funktionierende Strukturen der Zusammenarbeit geschaffen. Exemplarisch seien hier neben den Personalräten der Schulen, dem Bildungsministerium und der Aufsichts- und Dienstleistungsdirektion die gute Zusammenarbeit mit dem Pädagogischen Landesinstitut und der Unfallkasse Rheinland-Pfalz genannt.

Meilensteine der Entwicklung des IfL und seiner Betreuungsroutinen in den letzten zehn Jahren:

2011: Aufbau eines integrierten Qualitäts-, Arbeits- und Gesundheitsschutz-Managementsystems.

2012: Veröffentlichung eines ersten Gesundheitsberichtes über die staatlichen Bediensteten im Schuldienst in Rheinland-Pfalz.

2013: Beginn der systematischen Auswertung der Unfallanzeigen und Beratung von Betroffenen.

2014: Umsetzung einer Dienstvereinbarung zum Betrieblichen Eingliederungsmanagement (BEM) an Schulen und Studienseminaren.

2015: Die Verleihung des Team-Awards der Johannes Gutenberg-Universität Mainz (JGU) an das Team des IfLs für die gute kollegiale und interdisziplinäre Zusammenarbeit im IfL.

2016: Einführung von E-Health im IfL (u.a. elektronischer Gesundheitsfragebögen für die arbeitsmedizinische Sprechstunde, Online-Infektionsschutzberatung, Videosprechstunde).

2017: Unterstützung der Schulen bei der Umsetzung des „neuen“ Mutterschutzgesetzes für Lehrerinnen und Schülerinnen.

2018: Entwicklung und Etablierung einer Online-Gefährdungsbeurteilung.

2019: Erarbeitung einer Prozesshilfe für Schulleitungen und Schulträger zum Vorgehen bei gesundheitlichen Bedenken durch Schadstoffbelastungen an Schulen.

2020: Aufbau eines audiovisuellen Informations- und Schulungsangebotes zum Thema Sicherheit und Gesundheit an Schulen in Rheinland-Pfalz sowie eine umfangreiche Pandemieberatung für Schulleitungen, staatliche Bedienstete und Verantwortliche für die Schulgesundheit an rheinland-pfälzischen Schulen.

2021: Erstellung von Online-Trainings zu gesundheitsbezogenen Themen an Schulen
(z. B. Stressbewältigung).

Weitere Informationen erhalten Sie unter www.unimedizin-mainz.de/ifl

 

 

Kontakt
Univ.-Prof. Dr. Stephan Letzel
Direktor des Instituts für Lehrergesundheit, Universitätsmedizin Mainz
Tel.: 06131-17 9213; Fax 06131 17-5660, E-Mail:  letzel@uni-mainz.de

 

 

Pressekontakt
Barbara Reinke, Unternehmenskommunikation, Universitätsmedizin Mainz,
Telefon 06131 17-7428, Fax 06131 17-3496, E-Mail:  pr@unimedizin-mainz.de

 

Über die Universitätsmedizin der Johannes Gutenberg-Universität Mainz

Die Universitätsmedizin der Johannes Gutenberg-Universität Mainz ist die einzige medizinische Einrichtung der Supramaximalversorgung in Rheinland-Pfalz und ein international anerkannter Wissenschaftsstandort. Sie umfasst mehr als 60 Kliniken, Institute und Abteilungen, die fächerübergreifend zusammenarbeiten und jährlich mehr als 350.000 Menschen stationär und ambulant versorgen. Hochspezialisierte Patientenversorgung, Forschung und Lehre bilden in der Universitätsmedizin Mainz eine untrennbare Einheit. 3.400 Studierende der Medizin und Zahnmedizin sowie mehr als 600 Fachkräfte in den verschiedensten Gesundheitsfachberufen, kaufmännischen und technischen Berufen werden hier ausgebildet. Mit rund 8.500 Mitarbeitenden ist die Universitätsmedizin Mainz zudem einer der größten Arbeitgeber der Region und ein wichtiger Wachstums- und Innovationsmotor. Weitere Informationen im Internet unter www.unimedizin-mainz.de.

 

 

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