Visual Universitätsmedizin Mainz

15. März 2021

Auszeichnung für onkologische Versorgung an der Universitätsmedizin Mainz

Deutsche Krebsgesellschaft zertifiziert Leukämie- und Lymphom-Centrum

Das Leukämie- und Lymphom-Centrum (LLC) der Universitätsmedizin Mainz wurde von der Deutschen Krebsgesellschaft e. V. (DKG) erstmalig als Zentrum für Hämatologische Neoplasien zertifiziert. Mit der Auszeichnung bescheinigt die größte wissenschaftlich-onkologische Fachgesellschaft in Deutschland die hohe Qualität bei der Behandlung und Versorgung von Patienten mit bösartigen Erkrankungen der Blutzellen und des blutbildenden Systems. Das spezialisierte Organkrebszentrum ist Teil des DKG-zertifizierten Onkologischen Zentrums im Universitären Centrum für Tumorerkrankungen Mainz (UCT Mainz), das als Onkologisches Spitzenzentrum von der Deutschen Krebshilfe gefördert wird.

Etwa sieben Prozent der Tumorpatienten sind von einer bösartigen Erkrankung der Blutzellen oder des blutbildenden Systems, wie z. B. Leukämien oder Lymphomen, betroffen. Das Leukämie- und Lymphom-Centrum (LLC) der Universitätsmedizin Mainz ist die zentrale Anlaufstelle in der Region für Patienten mit dieser Gruppe von Erkrankungen, die als hämatologische Neoplasien bezeichnet werden. Die Deutsche Krebsgesellschaft e. V. (DKG) hat das LLC erstmalig als Zentrum für Hämatologische Neoplasien zertifiziert, eine Auszeichnung, die erst seit dem Jahr 2020 verliehen wird. Univ.-Prof. Dr. Matthias Theobald, Leiter des LLC und Direktor der III. Medizinischen Klinik und Poliklinik der Universitätsmedizin Mainz, freut sich über diese Anerkennung: „Mit dem Qualitätssiegel bestätigt die Deutsche Krebsgesellschaft, dass am LLC eine hohe Behandlungs- und Versorgungsqualität gewährleistet ist.“

Der Auditbericht bescheinigt dem Mainzer Organkrebszentrum einen hervorragenden Gesamteindruck. Es handele sich um ein sehr gut organisiertes, hochkompetentes Zentrum mit exzellenter Integration in ein universitäres Onkologisches Spitzenzentrum, heißt es im Protokoll der Zertifikatserteilung. Als besonders positiv beurteilten die Prüfer bei der Zertifizierung die hohe Fallzahl und die als herausragend bewertete Studienaktivität. Darüber hinaus hoben sie die sehr gut etablierten, interdisziplinären Tumorkonferenzen sowie die sehr guten Kooperationen hervor. Das zertifizierte Zentrum für Hämatologische Neoplasien der Universitätsmedizin Mainz ist das zweite seiner Art in Rheinland-Pfalz und eines von aktuell insgesamt 51 Zentren in Deutschland.

Das LLC stellt den Betroffenen ein Netzwerk von Behandlungspartnern zur Verfügung, die sich alle den Qualitätsanforderungen an das zertifizierte Zentrum verpflichtet haben. Das LLC ist Teil des von der DKG zertifizierten Onkologischen Zentrums im Universitären Centrum für Tumorerkrankungen Mainz (UCT Mainz). Es besteht aus verschiedenen stationären und ambulanten Einrichtungen, in denen alle beteiligten Fachrichtungen eng zusammenarbeiten. Dazu gehören neben Chirurgen, Radioonkologen, Pathologen, Experten für die medikamentöse Tumortherapie und weiteren Fachdisziplinen unter anderem auch fachonkologische Pflegekräfte, Psychoonkologen und Palliativmediziner.

Darüber hinaus arbeitet das Zentrum eng mit niedergelassenen Ärzten, Kliniken und Krankenhäusern sowie Selbsthilfegruppen zusammen. „Durch die Zusammenarbeit mit externen Kooperationspartnern garantieren wir am LLC eine optimale Versorgung von Patienten mit hämatologischen Neoplasien in der Region und entwickeln diese entsprechend des aktuellen Wissensstands kontinuierlich weiter“, so Prof. Dr. Markus Radsak, Koordinator des LLC und leitender Oberarzt an der III. Medizinischen Klinik und Poliklinik der Universitätsmedizin Mainz.

Bei den hämatologischen Neoplasien handelt es sich um sehr verschiedenartige, oft seltene Tumorerkrankungen der Blutzellen und des blutbildenden Systems. Dazu gehören unter anderem Leukämien, bösartige (maligne) Lymphome, Plasmazellerkrankungen, z. B. das Multiple Myelom, sowie sogenannte myeloproliferative Erkrankungen, bei denen zu viele rote oder weiße Blutkörperchen oder -plättchen gebildet werden. Ebenfalls zur Gruppe der hämatologischen Neoplasien zählen die myelodysplastischen Syndrome. Das sind Erkrankungen des Knochenmarks, bei denen die Blutbildung nicht von gesunden, sondern von genetisch veränderten Ursprungszellen (Stammzellen) ausgeht.

Die Symptome der einzelnen hämatologischen Neoplasien sind sehr unterschiedlich. Daher bedarf es spezialisierter diagnostischer Methoden und Behandlungsansätze. „Hämatologische Neoplasien erfordern eine Behandlung, die zielgerichtet auf jede Erkrankung und jeden einzelnen Patienten zugeschnitten ist“, betont Theobald. Die meisten bösartigen hämatologischen Erkrankungen sind behandelbar. In vielen Fällen können die Betroffenen auch endgültig geheilt werden.

Die seit 2003 von der DKG durchgeführte Prüfung und Zertifizierung von Krebszentren hat sich als ein in höchstem Maße anerkanntes Qualitätssiegel der onkologischen Patientenversorgung in Deutschland etabliert. In den zertifizierten Onkologischen Zentren werden verschiedene Tumorarten unter einem Dach betreut. Als Teil eines Onkologischen Zentrums sind Organkrebszentren auf bösartige Erkrankungen eines Organs spezialisiert, wie beispielsweise das LLC auf hämatologische Neoplasien.

Darüber hinaus werden von der Deutschen Krebshilfe aktuell 14 Onkologische Spitzenzentren (Comprehensive Cancer Center – CCC) ausgezeichnet und gefördert, deren Schwerpunkt auf der Entwicklung neuer Therapiestrategien liegt und zu denen auch das UCT Mainz zählt.



Kontakt:
Univ.-Prof. Dr. Matthias Theobald, Leiter des Leukämie- und Lymphom-Centrums (LLC) und Direktor der III. Medizinischen Klinik und Poliklinik, Universitätsmedizin Mainz, E-Mail:  direktor-3med@unimedizin-mainz.de  


Pressekontakt:
Veronika Wagner, Unternehmenskommunikation, Universitätsmedizin Mainz,
Telefon 06131 17-8391, Fax 06131 17-3496, E-Mail:  pr@unimedizin-mainz.de

 

Über die Universitätsmedizin der Johannes Gutenberg-Universität Mainz
Die Universitätsmedizin der Johannes Gutenberg-Universität Mainz ist die einzige medizinische Einrichtung der Supramaximalversorgung in Rheinland-Pfalz und ein international anerkannter Wissenschaftsstandort. Sie umfasst mehr als 60 Kliniken, Institute und Abteilungen, die fächerübergreifend zusammenarbeiten und jährlich mehr als 350.000 Menschen stationär und ambulant versorgen. Hochspezialisierte Patientenversorgung, Forschung und Lehre bilden in der Universitätsmedizin Mainz eine untrennbare Einheit. 3.400 Studierende der Medizin und Zahnmedizin sowie mehr als 600 Fachkräfte in den verschiedensten Gesundheitsfachberufen, kaufmännischen und technischen Berufen werden hier ausgebildet. Mit rund 8.500 Mitarbeitenden ist die Universitätsmedizin Mainz zudem einer der größten Arbeitgeber der Region und ein wichtiger Wachstums- und Innovationsmotor. Weitere Informationen im Internet unter www.unimedizin-mainz.de.

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