Visual Universitätsmedizin Mainz

21. Oktober 2016

Grünen Star erfolgreich behandeln: Frühzeitige Diagnostik und Therapie sind der Schlüssel

3. Internationales Glaukomsymposium am 28. und 29. Oktober 2016 an der Universitätsmedizin Mainz

Das Gefährliche am Glaukom, einer auch als Grüner Star bezeichneten Augenerkrankung, ist, dass man das Schwinden des Sehnervs über einen langen Zeitraum hinweg nicht bemerkt. Dabei lässt sich das Glaukom durchaus erfolgreich behandeln. Entscheidend ist, rechtzeitig mit der Therapie zu beginnen, damit das Worst-Case-Szenario – die Erblindung – nicht eintritt. Beim 3. Internationalen Glaukomsymposium stehen zum einen neue minimalinvasive chirurgische Methoden im Mittelpunkt. Zum anderen richtet sich der Blick auf neue Technologien zur personalisierten Diagnostik des Glaukoms, von denen der Patient unmittelbar profitieren kann. Das besondere Highlight des Symposiums sind Glaukom-Live-Operationen. Die zweitägige Veranstaltung findet vom 28. bis 29. Oktober 2016 in den Hörsälen der Augenklinik und Poliklinik der Universitätsmedizin Mainz, Langenbeckstraße 1, 55131 Mainz, statt. Teilnehmen werden zahlreiche führende Wissenschaftler aus Europa, USA und sogar Australien. Patientenverbände wie Pro Retina und der Bundesverband Selbsthilfe e.V. sind ebenfalls vor Ort vertreten, so dass interessierte Patientinnen und Patienten sich vor Ort informieren können.

Das weltweit zu den häufigsten Erblindungsursachen zählende Glaukom ist behandelbar. Das ist die gute Nachricht. Allerdings gilt: Je eher die Therapie einsetzt, umso besser für den Patienten. Dabei merken die Betroffenen kaum, dass sie an Glaukom leiden, weil die Krankheit so schleichend und oftmals langsam verläuft: Den anfänglich kaum wahrnehmbaren Symptomen folgen Gesichtsfeldausfälle beim Sehen. In dieser Phase gehen nach und nach Sehnervzellen zugrunde. Den damit einhergehenden Funktionsverlust gleicht das Gehirn jedoch meisterhaft aus.

„Der Glaukom-Früherkennung fällt eine ganz besondere Rolle zu, und auf diesem Gebiet hat sich in den letzten Jahren sehr viel getan. Konnten Augenärzte früher die Netzhautdicke nur abschätzen, gibt es heute Verfahren, die in kürzester Zeit ein valides Ergebnis liefern. Der Arzt weiß dann sofort, ob es sich beim Patienten um ein Glaukom handelt, und es lassen sich entsprechende Maßnahmen einleiten“, sagt die Leiterin der Abteilung Glaukom an der Augenklinik der Universitätsmedizin Mainz, Prof. Dr. Esther Hoffmann. „Die neuesten patientenindividualisierten Diagnosemethoden für Glaukom werden beim 3. Internationalen Glaukomsymposium besondere Beachtung finden“, ist sich Prof. Hoffmann sicher.

Individualisiert ist aber nicht nur die Diagnostik – gleiches gilt für die Therapie des Glaukoms. So sind sowohl Erkennen und Behandeln beispielsweise abhängig vom Stadium der Erkrankung, Alter des Patienten, Art des Glaukoms (angeboren oder erworben), Voroperationen oder Besonderheiten des Auges wie der Brechkraft (Dioptrien) oder Bindehauterkrankungen.

Sind die entsprechenden Voraussetzungen beim Patienten gegeben, bieten minimalinvasive chirurgische OP-Methoden sehr gute Behandlungsperspektiven. Vor diesem Hintergrund sind auch die neuesten minimalinvasiven chirurgischen OP-Methoden im Fokus der Veranstaltung. Der Vorteil der neuen Techniken: Kleine Schnitte, schnellere Wundheilung, schnellere Erholung, kürzere Verweildauer im Krankenhaus und nicht zuletzt weniger Stress für den Patienten. „Die neuen minimalinvasiven Verfahren sind die Zukunft bei der Behandlung von im Frühstadium erkannten Glaukom-Patienten“, ist Prof. Hoffmann überzeugt und ergänzt: „Nichts desto trotz sparen wir beim Symposium die traditionelle Glaukom-Behandlung nicht aus. Denn bei Glaukom im fortgeschrittenen Stadium sind konventionelle operative Ansätze immer noch das Maß aller Dinge.“

Als besonderes Highlight des Symposiums erwartet die Teilnehmer eine sogenannte „Live Surgery“, die von Univ.-Prof. Dr. Norbert Pfeiffer, dem Direktor der Augenklinik, und seinen Mitarbeitern moderiert wird. Die Live-Operationen finden am Samstag, 29. Oktober 2016, ab circa 9 Uhr statt und werden mittels Videoübertragung in den Hörsaal für das Auditorium übertragen.

Gerne vermitteln wir Interviewpartner zu verschiedenen Themen dieses Symposiums.

 

Kontakt

Prof. Dr. Esther M. Hoffmann
Leiterin klinische Glaukomdiagnostik
Augenklinik und Poliklinik
Universitätsmedizin der Johannes Gutenberg-Universität Mainz

Pressekontakt

Oliver Kreft,
Stabsstelle Kommunikation und Presse Universitätsmedizin Mainz,
Telefon 06131 17-7424, Fax 06131  17-3496,
E-Mail:  pr@unimedizin-mainz.de

 

Über die Universitätsmedizin der Johannes Gutenberg-Universität Mainz

Die Universitätsmedizin der Johannes Gutenberg-Universität Mainz ist die einzige medizinische Einrichtung der Supramaximalversorgung in Rheinland-Pfalz und ein international anerkannter Wissenschaftsstandort. Sie umfasst mehr als 60 Kliniken, Institute und Abteilungen, die fächerübergreifend zusammenarbeiten. Hochspezialisierte Patientenversorgung, Forschung und Lehre bilden in der Universitätsmedizin Mainz eine untrennbare Einheit. Rund 3.300 Studierende der Medizin und Zahnmedizin werden in Mainz ausgebildet. Mit rund 7.500 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern ist die Universitätsmedizin zudem einer der größten Arbeitgeber der Region und ein wichtiger Wachstums- und Innovationsmotor. Weitere Informationen im Internet unter www.unimedizin-mainz.de   


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Die Universitätsmedizin der Johannes Gutenberg-Universität Mainz ist die einzige medizinische Einrichtung der Supramaximalversorgung in Rheinland-Pfalz und ein international anerkannter Wissenschaftsstandort. Sie umfasst mehr als 60 Kliniken, Institute und Abteilungen, die fächerübergreifend zusammenarbeiten und jährlich mehr als 320.000 Menschen stationär und ambulant versorgen. Hochspezialisierte Patientenversorgung, Forschung und Lehre bilden in der Universitätsmedizin Mainz eine untrennbare Einheit. Mehr als 3.500 Studierende der Medizin und Zahnmedizin sowie rund 700 Fachkräfte in den verschiedensten Gesundheitsfachberufen, kaufmännischen und technischen Berufen werden hier ausgebildet. Mit rund 8.700 Mitarbeitenden ist die Universitätsmedizin Mainz zudem einer der größten Arbeitgeber der Region und ein wichtiger Wachstums- und Innovationsmotor. Weitere Informationen im Internet unter www.unimedizin-mainz.de.
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