Visual Universitätsmedizin Mainz

17. August 2022

Professor Dr. Jörn M. Schattenberg ist Mitglied des Public Health and Policy-Komitees der Europäischen Fachgesellschaft für Lebergesundheit

 
Newsbild

Der Mainzer Leberexperte Univ.-Prof. Dr. Jörn M. Schattenberg ist Mitglied des Public Health and Policy-Komitees der European Association for the Study of the Liver (EASL). © UM / Peter Pulkowski

Die Europäische Gesellschaft zum Studium der Leber (European Association for the Study of the Liver - EASL) hat den Mainzer Leberexperten Univ.-Prof. Dr. Jörn M. Schattenberg in ihr Public Health and Policy-Komitee gewählt. Aufgabe des internationalen Expertengremiums ist es, Präventions- und Forschungs-Initiativen zu entwickeln, die die Lebergesundheit der Bevölkerung fördern und verbessern. Das neu gewählte Komitee-Mitglied Professor Schattenberg ist Leiter des Bereichs metabolische Lebererkrankungen und der Studienambulanz sowie des translational hepatologischen Forschungslabors der I. Medizinischen Klinik und Poliklinik der Universitätsmedizin Mainz.

Das Public Health and Policy-Komitee der EASL befasst sich mit Leber-spezifischen Gesundheitsaspekten, die für die allgemeine Bevölkerung von Bedeutung sind. Dazu gehört unter anderem die Prävention und Behandlung von Virushepatitis- und Fettlebererkrankungen, wie der nicht-alkoholischen Steatohepatitis (NASH). Diese entzündlichen Lebererkrankungen bleiben oft viele Jahre unerkannt. Unbehandelt können sie zu einer Leberzirrhose (Schrumpfleber), zum Leberversagen oder zu Leberzellkrebs führen.

Das EASL-Expertengremium steht in engem Austausch mit den Gremien und Gesundheitsausschüssen des Europäischen Parlaments. Um die Wahrnehmung von Lebererkrankungen zu erhöhen, ist Professor Schattenberg unter anderem an dem wöchentlichen Podcast „Surfing the NASH Tsunami“ beteiligt. Darin diskutieren internationale Expert:innen über die wichtigsten Herausforderungen bei der Diagnose, der Therapie und der Entwicklung von Medikamenten bei Fettlebererkrankungen.

Das Public Health and Policy-Komitee der EASL besteht aus einer Vorsitzenden und sechs Mitgliedern, die jeweils für eine Amtszeit von drei Jahren gewählt werden. Die Wahl erfolgt auf Vorschlag des Governing Boards durch die Mitglieder der EASL. Professor Schattenberg ist in dem Komitee aktuell der einzige Experte aus Deutschland.

Professor Schattenberg hat sein Studium der Humanmedizin an der Johannes Gutenberg-Universität Mainz, der Leopold-Franzens-Universität in Innsbruck (Österreich) und der Tulane Universität in New Orleans (USA) absolviert. Während seiner Postgraduiertenausbildung hat er am Albert-Einstein College of Medicine in New York (USA) zur Pathophysiologie der nicht-alkoholischen Fettleberkrankung geforscht. Seine klinische Ausbildung zum Facharzt für Innere Medizin, der Schwerpunktbezeichnung Gastroenterologie und Hepatologie und der Zusatzbezeichnung Infektiologie hat er an der Universitätsmedizin Mainz erworben. Dort ist er aktuell an der I. Medizinischen Klinik und Poliklinik als Leiter des Bereichs metabolische Lebererkrankungen und der Studienambulanz, als Leiter des translational hepatologischen Forschungslabors sowie als stellvertretender leitender Oberarzt klinisch-translational tätig.

Die bereits im Jahr 1966 in Marburg gegründete EASL ist eine gemeinnützige Organisation mit aktuell mehr als 4.200 Mitgliedern. Sie wird von einem Governing Board geleitet, das sich aus zwölf gewählten Mitgliedern zusammensetzt. Erklärtes Ziel der Fachgesellschaft, die ihren Hauptsitz in Genf (Schweiz) hat, ist es, Wissen über bewährte Therapieverfahren und die neuesten wissenschaftlichen Erkenntnisse in der Hepatologie weltweit zu verbreiten.

  

Mehr Informationen zur EASL und zum Public Health and Policy-Komitee: https://easl.eu

Mehr Informationen zum Podcast „Surfing the NASH Tsunami“: https://surfingnash.com

Mehr Informationen zu Professor Schattenberg: https://orcid.org/0000-0002-4224-4703

 

Bildunterschrift: Der Mainzer Leberexperte Univ.-Prof. Dr. Jörn M. Schattenberg ist Mitglied des Public Health and Policy-Komitees der European Association for the Study of the Liver (EASL).
© UM / Peter Pulkowski

 

Kontakt:
Univ.-Prof. Dr. Jörn M. Schattenberg, I. Medizinische Klinik und Poliklinik Mainz,
Universitätsmedizin Mainz,
E-Mail:  Joern.Schattenberg@unimedizin-mainz.de

Pressekontakt:
Veronika Wagner, Unternehmenskommunikation, Universitätsmedizin Mainz,
Telefon 06131 17-8391, E-Mail:  pr@unimedizin-mainz.de


Über die Universitätsmedizin der Johannes Gutenberg-Universität Mainz
Die Universitätsmedizin der Johannes Gutenberg-Universität Mainz ist die einzige medizinische Einrichtung der Supramaximalversorgung in Rheinland-Pfalz und ein international anerkannter Wissenschaftsstandort. Sie umfasst mehr als 60 Kliniken, Institute und Abteilungen, die fächerübergreifend zusammenarbeiten und jährlich mehr als 320.000 Menschen stationär und ambulant versorgen. Hochspezialisierte Patientenversorgung, Forschung und Lehre bilden in der Universitätsmedizin Mainz eine untrennbare Einheit. Mehr als 3.500 Studierende der Medizin und Zahnmedizin sowie rund 700 Fachkräfte in den verschiedensten Gesundheitsfachberufen, kaufmännischen und technischen Berufen werden hier ausgebildet. Mit rund 8.700 Mitarbeitenden ist die Universitätsmedizin Mainz zudem einer der größten Arbeitgeber der Region und ein wichtiger Wachstums- und Innovationsmotor. Weitere Informationen im Internet unter www.unimedizin-mainz.de.
[Zahlen: Stand 2021]