Verbesserung des Schulerfolgs und der Partizipation chronisch kranker Kinder im Grundschulalter durch gezielte schulbasierte Förderung und Versorgung. Das ikidS II-Projekt
Laufzeit: 2017 - 2020
Das Studienprotokoll des Projekts finden Sie hier(PDF 441,2 KB).
Der Abschlussbericht des Projekts kann hier(PDF 1,9 MB) abgerufen werden.
Zusammenfassung
Das ikidS I-Projekt beschäftigte sich mit dem Zusammenhang zwischen chronischen Erkrankungen (CE) und anderen schulrelevanten gesundheitlichen Beeinträchtigungen bei Schuleintritt und dem frühen Schulerfolg. Es konnten schulrelevante CE identifiziert und in Zusammenhang mit dem frühen Schulerfolg gebracht werden. Auf diesen Erkenntnissen baute die 2. Projektphase (ikidS II) auf. IkidS II verfolgte die Ziele des ikidS I-Projektes weiter und ergänzte sie durch neue. So lag auch in ikidS II der Fokus auf dem Zusammenhang zwischen CE und Schulerfolg. Dabei wurde der Schulerfolg dezidierter untersucht und um neue Endpunkte (z.B. Teilhabe und Schullaufbahn) erweitert.
Das ikidS II-Projekt war in drei Teilprojekte, sogenannte Säulen, aufgeteilt:
Das Teilprojekt S1 (Fortführung der Kohorten von ikidS I) untersuchte die Auswirkungen von CE zum Zeitpunkt der Einschulung auf folgende Aspekte am Ende der dritten und vierten Klasse: schulische Leistung, spezielle pädagogische Unterstützung, schulbezogenes Wohlbefinden (SBWB), soziale Teilhabe und die Empfehlung bezüglich der weiterführenden Schulform. Diese Aspekte wurden durch erneute Befragungen von Kindern, Eltern und Lehrkräften erhoben. Um die Ergebnisse öffentlichkeitswirksam für alle Ebenen der Gesellschaft aufzubereiten, wurden und werden die ikidS-Daten für verschiedenste Fragestellungen aufbereitet und die Ergebnisse publiziert.
Das Teilprojekt S2 umfasste die Erstellung einer Übersicht über existierende, gut evaluierte schulbasierte Interventionen zur Förderung und Versorgung von Kindern mit CE und deren Bewertung mittels systematischer Literaturrecherche und Methoden der Evidenzsynthese und Metaanalyse.
Aus den Erkenntnissen der Teilprojekte S1 und S2 wurde eine spezifische schulbasierte Intervention entwickelt, implementiert und in einer Machbarkeitsstudie evaluiert (Teilprojekt S3: Machbarkeitsstudie zur Schulgesundheitsfachkraft). Dazu wurde in zwei Pilotschulen je eine Schulgesundheitsfachkraft etabliert, die die Intervention durchführte und dokumentierte.
Die Projektergebnisse und Schlussfolgerungen sollen zu praktischen Empfehlungen zur Verbesserung der Versorgung von chronisch kranken Schülerinnen und Schülern in den Bereichen Public Health, öffentliches Gesundheitswesen, Bildungseinrichtungen und Gesundheitswesen führen.
Förderung
Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF)
Ansprechpartner
Prof. Dr. Michael S. Urschitz, EU-MSc. (Projektleiter)
E-Mail: urschitz@uni-mainz.de