Informationen für Angehörige
Der Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie ist es ein wichtiges Anliegen, Angehörige von Patienten in die Behandlung mit einzubeziehen, sofern eine entsprechende Entbindung von der Schweigepflicht durch den Patienten dies erlaubt. Neben dem selbstverständlichen Wunsch nach Information über die Erkrankung und die Behandlung, ist es häufig auch für Patienten sehr wichtig, dass ihre Angehörigen in die Behandlung einbezogen werden. Für manche Patienten kann es aber auch sinnvoll sein sich zunächst in Ruhe und auf die eigene Situation zu konzentrieren.
Informationen über die Klinik
Die Internetseiten geben einen ausführlichen Überblick über die Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie einschließlich der Stationen. Besondere Angebote unserer Klinik für Angehörige sind:
Offene Angehörigengruppe der Klinik ( Flyer
(3.2 MB))
Zielgruppe
Das Treffen ist offen für alle Angehörigen von Patienten, die stationär behandelt werden, bereits entlassen wurden oder kurz vor einer stationären Behandlung stehen. In dieser Gruppe finden sich Angehörige seelisch erkrankter Patienten zusammen, die ein entlastendes Gespräch mit anderen Betroffenen suchen. Für die betroffenen Patienten selbst, die nicht an dieser Gruppe teilnehmen dürfen, stehen zahlreiche andere Gruppen in unserem Haus offen.
Inhalte
Meist belastet die psychische Erkrankung eines Angehörigen das Zusammenleben so stark, dass dieses bei längerem Bestehen der Erkrankung zu Spannungen in der Familie und später auch zum Bruch dieser Beziehungen führen kann. In dieser Gruppe bieten wir den Angehörigen Hilfe an, sich ein Bild von der Erkrankung zu verschaffen, das dem heutigen Stand der wissenschaftlichen Erkenntnis entspricht. Dies ist auch hilfreich, um Missverständnisse zu vermeiden und z.B. Vorurteile gegenüber einer psychiatrischen Behandlung abzubauen, die den Behandlungserfolg reduzieren können. Durch eine Aufklärung über die tatsächlichen Ursachen und Folgen der Erkrankung werden Schuldgefühle und Ängste der Angehörigen, z.B. die Krankheit sei durch „eine falsche Erziehung“ oder „schlechte Erbanlagen“ verursacht worden, reduziert. Die Kompetenzen im Umgang mit der Erkrankung wachsen dementsprechend. Aufklärung alleine reicht jedoch nicht aus, um Angehörigen bei der starken emotionalen Belastung zu helfen. Es ist auch erforderlich, Angehörigen die Möglichkeit zu geben, in einer angstfreien Atmosphäre über ihre Gefühle und Befürchtungen offen reden zu können. Dies geschieht am besten mit anderen Angehörigen in einer Gruppe. Weiter kann hier vermittelt werden, dass sie ihren erkrankten Angehörigen besser helfen können, in dem sie sich selber helfen. Die Schweigepflicht muss gewahrt werden. Alles, was in der Runde besprochen wird, bleibt im Raum. Insbesondere dürfen keine Namen und andere Daten nach außen getragen werden.
Informationen über spezielle Erkrankungen und Therapien:
Auf den Schwerpunktstationen der Klinik finden einmal im Monat offene Informationsveranstaltungen zu Psychosen (Station 1), Demenzerkrankungen (Station 3) und Affektiven Störungen (Station 4) statt. Die Termine können beim Personal der jeweiligen Stationen erfragt werden.
Kontakt zum Behandlungsteam
Bitte sprechen Sie das Behandlungsteam direkt an. Der/die behandelnde Arzt/Ärztin wird gerne einen Termin mit Ihnen vereinbaren.
Besuchszeiten
Die Stationen verfügen über an die Behandlungsprogramme angepasste Besuchszeiten. Bitte sprechen Sie das Behandlungsteam direkt an, wie viel Besuch zum aktuellen Zeitpunkt für ihren Angehörigen sinnvoll und zu welchen Zeiten dies möglich ist.
